Tachi 行眞
70,20cm, shinogi zukuri, sori 2,30cm, motohaba 2.77cm, motokasane: 5,6mm, sakihaba 1.92cm, itame hada, schmaler gunome-midare hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "YUKIZANE", mit Papier der Jyuho Token Kenkyukai, gute Politur, Bizen-Provinz, späte Kamakura-Zeit, um 1260
Koshirae: Itomaki no Tachi-Montierung, tsuka und Teil der saya dunkelbraun gewickelt, rotbraune nashiji-Lackscheide, alle Beschläge en suite aus Messing mit Resten von Versilberung mit Rankengravur, Menuki Drachen, Ende 19. Jh.
Yukizane arbeitete gegen Ende der Kamakura-Zeit in der Bizen-Provinz.
Viele Tachi wurden in dieser turbulenten Zeit geschmiedet, doch nur einige wenige sind ungekürzt und signiert erhalten geblieben. Der Grund, warum diese Klinge dem allgemeinen Kürzungstrend der späteren Jahrhunderte entging, ist wohl die später als ideale Katana-Länge geschätzte Schneide von "nur" ca. 70cm. In der Kamakura-Zeit, in der Schwerter mit einer Schneide von teilweise über 100cm geschmiedet wurden, war das eher kurz. Diese Tachi nennt man heute Kodachi und sie waren die Vorläufer der späteren Wakizashi. Zur Klinge passend wurde gegen Ende Edo/Anfang Meiji stilgerecht die Itomaki-No-Tachi- Montierung gefertigt, wie sie auch in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Die Verlängerung der Wicklung(itomaki) auf die saya sollte das Klappern der Scheide auf der Rüstung und damit auch eine Beschädigung des Lacks verhindern.
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