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1920

Als im Januar 1920 die Juwelier-Werkstatt Olschewski in der Burgstraße 5 in Wiesbaden eröffnet, geht damit der Traum eines jungen Mannes in Erfüllung: Goldschmiedemeister Kurt Olschewski hat 1919 nach zehnjähriger Berufspraxis bei der Firma Juwelier Fuchs gekündigt, um sich selbstständig zu machen. Rund zehn Jahre später gestatten Kurt Olschewski die Finanzen, größere Räume in der Marktstraße 25 zu beziehen und mehrere Goldschmiede in seiner Firma zu beschäftigen.

Blick in das Besprechungszimmer und die Bibliothek (original Interieur von 1920)


1935 erfolgt der Umzug in die Webergasse 3, direkt neben das Hotel Nassauer Hof, wo Werkstatt und Wohnung nahe beieinander untergebracht werden können. Als Kurt Olscheweski 1939 im Alter von 45 Jahren stirbt, hinterlässt er seiner Frau Elisabethe eine florierende und gut ausgestattete Goldschmiede-Werkstatt. Ein Jahr später holt Elisabethe Olschewski den erfahrenen Goldschmiede-Meister Georg Kern als Teilhaber in die Firma, die ab nun den Namen Olschewski-Kern trägt. Trotz der schweren Kriegsjahre gelingt es den beiden Teilhabern, das Unternehmen in Wiesbaden zu etablieren. Doch in der Nacht zum 5. Februar 1945 wird die Werkstatt in der Webergasse 3 von einer Bombe getroffen. Das im 16. Jahrhundert erbaute, denkmalgeschützte Fachwerkhaus "Zum Ritter" wird ein Raub der Flammen. Durch den mutigen Einsatz einiger Hausbewohner kann die Wohnung im jüngeren Trakt des Gebäudekomplexes gerettet werden. Mit einem ausrangierten Werkbrett und geliehenem Werkzeug wird die Werkstatt in einem Raum der Wohnung notdürftig wieder eingerichtet. Im Sommer 1945 tritt die Tochter Ursula Olschewski als Lehrling in den Betrieb ein. Drei Jahre später kann die Werkstatt nach der Währungsreform wieder unter normalen Verhältnissen arbeiten und gewinnt neue Kunden. Ursula Olschewski erweitert 1949 ihre Fachkenntnisse in Paris. Nach ihrer Rückkehr heiratet sie 1951 den Hamburger Kaufmann Johann Strebel, der daraufhin von Georg Kern in die Goldschmiedekunst eingeführt wird. Als Elisabethe Olschewski 1952 stirbt, vermacht sie ihrer Tochter und deren Ehemann ihren Anteil an der Firma Olschewski-Kern. Nur ein Jahr später stirbt auch Georg Kern. Das junge Ehepaar Strebel führt den Betrieb der Mutter fort. 1954 wird die inzwischen weiter ausgebaute Firma in Strebel-Olschewski umbenannt. Sie befindet sich nun in den prachtvollen Räumlichkeiten an der Wilhelmstraße 28. Vier Jahre später übernehmen Ursula und Johann Strebel das angesehene Juweliergeschäft Fritz Loch in der Wilhelmstraße 60. Eine Filiale eröffnet 1964 in der Kirchgasse. Als 1970 das alte Gebäude in der Wilhelmstraße 60 umgebaut werden soll, werden die beiden Filialen auf der renommierten Wiesbadener Rue im Hauptgeschäft an der Wilhelmstraße 56 untergebracht. Somit feiert das Juweliergeschäft Strebel im Jahr 1995 gleich zwei Jubiläen: das 75jährige Bestehen der Firma und 25 Jahre in den prachtvollen Räumen des Hotels Nassauer Hof. Seit 1989 führt Sohn David Strebel, zusammen mit den Geschwistern Martin und Christiane, die traditionsreiche Firma. In unmittelbarer Nähe der ehemaligen Räume, in der Wilhelmstraße 58, wird 1999 ein neues Geschäft gebaut.


Blick in den Verkaufsraum der Juweliere Strebel in der Wilhelmstraße 58


Die Liebe der beiden Junior-Chefs zur asiatischen Kunst und Kultur ist dem Juweliergeschäft Strebel anzusehen. Die Kollektion der Asienfachleute umfasst sowohl Ton und Keramik, Porzellan, Lack- und Emailarbeiten als auch Textilien, Samuraikunst, Malerei und Holzschnitte. Im Vordergrund aber steht nach wie vor das Interesse an wertvollen Juwelen, die traditionell von Hand in eigener Werkstatt oder von bekannten Gold- und Silberschmieden nach eigenen Entwürfen gefertigt werden.


STREBEL Juwelen und Kunst GmbH
Wilhelmstr. 58, 65183 Wiesbaden
Telefon 0611 / 304021, Fax 0611 / 373676
Öffnungszeiten Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa. 10 - 14 Uhr
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