664 Klinge
664 Koshir
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Katana 無銘 (高田)

69,5cm, sori: 1,5cm, shinogi zukuri, chu kissaki, choji midare hamon, dichter itame hada, sehr gute, neue Politur, suriage nakago, mumei, 2 mekugi ana, zugeschrieben an: „TAKADA“, durch Hozon Papier der NBTHK, Takada-Schule, Bungo Provinz, späte Koto-Zeit, ca 1550. Top-Zustand, im Shirasaya.

Koshirae: Metallscheide mit braunem Ishime-Lack. Komplette Shingunto-Offiziersmotierung, guter Zustand, Griffwicklung restauriert.

Die vorliegende Klinge ist ein echtes Samuraischwert und war das Erbstück einer Samuraifamilie. Sie trägt das Wappen der Sakai-Familie, das katabami-mon in Silber, am kabutogane. Abkömmlinge solcher Familien, die im 2ten Weltkrieg als Offiziere der kaiserlichen Armee dienten, hatten das Recht, die ererbten Familienklingen als Ordonnanzwaffen bei diesem wohl letzten kriegerischen Einsatz zu führen.

Der letzte Träger dieses Familienschwerts war Leutnant Sakai. Er nahm am Burma-Feldzug der 15. Japanischen Armee 1942 gegen die Briten teil und wurde mit dem Orden der aufgehenden Sonne sowie dem Orden des heiligen Schatzes ausgezeichnet. Er diente im 112. Infanterie-Regiment (55. Division) unter Oberst K. Obarazawa und fiel bei der alliierten Gegenoffensive Anfang 1944 während des Rückzugs der japanischen Truppen nach Rangun.

Ob es sich bei Lt. Sakai um den tatsächlich in Burma gefallenen Bruder des legendären japanischen Jagdfliegers Lt. Saburo Sakai handelt, lässt sich leider nicht verifizieren.
Ein britischer Offizier nahm das Katana des Gefallenen, sowie einige persönlich Unterlagen an sich und nahm sie mit nach Großbritannien, wo sie nach Jahrzehnten in der Kollektion eines britischen Nihonto-Sammlers landeten. Kürzlich wurde das Schwert in Japan restauriert und zertifiziert.
Zum Schwert gehören außer Montierung und Papier auch die beiden Orden(jeweils in Silber, 8te Klasse), sowie Originalfotos und Dokumente des japanischen Offiziers.

Zur Klinge:
Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich. Die Mitglieder dieser Schule werden Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

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