Asienkunst

Langschwerter

Daisho & Katana

Literaturhinweise

Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede
W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths
Honma & Ishii: Nihonto Meikan
Tokuno: Toko Taikan
Fujishiro: Nihon Toko Jiten
Afu Watson: Nihonto Koza
Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

... und viele mehr finden Sie auch in unserer Bücher Sektion.

236 A

Daisho

KATANA, 70,8cm, sori 1,4cm, motohaba 28,8mm, motokasane 6,7mm, sakihaba 24mm, sakikasane 5,5mm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, itame hada, choji midare hamon,  neue Politur, signiert  “SOSHU JU TACHIBANA ENRYUSHI FUJIWARA KUNIHIDE TSUKURU” ,  mit NTHK Papier. Schöne Shinshinto Klinge im Shirasaya, Kozuke, Sagami-Schule, um Ansei(1854-1860).

Kunihide war ein Schüler des bekannten Schmieds Nakayama ikkansei Yoshihiro. Sein bürgerlicher name war Tachibana Hayato. Er arbeitete ab etwa 1830 für den Annaka-Clan in Kozuke, später, zwischen 1850 und 1860 arbeitete er in Kamakura. Aus dieser Zeit stammt diese Klinge. In der ungewöhnlichen hira-zukuri Form entspricht dem Geschmack der Nanbokucho-Zeit. 

Bewertung:  1,8 Mio. Yen (Toko Taikan), 10 P. (Hawley). 

WAKIZASHI, 32,5cm, sori 0,3cm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, mumei, itame hada, gunome notare hamon, neue Politur, unsigniert, im Stil der Sagami Tradition der Nanbokucho-Zeit, Edo, um 1850. Attraktive fehlerlose Shinshinto-Klinge im Shirasaya. 
Die Klinge hat große Ähnlichkeit mit den späten Arbeiten von Yamaura Tamaki(Kiyomaro). 

Beide Klingen, Lang- und Kurzschwert stammen nicht nur aus der gleichen Epoche, sondern sind sich auch sehr ähnlich und im gleichen Stil gefertigt. Das macht dieses Paar als Set besonders attraktiv. 

Koshirae: Sehr attraktive komplett zusammenpassende buke zukuri Daisho- Montierung im Stil der Momoyama-Zeit, scharze Lederwicklung, sayas roter Lack, alle Beschläge wie abgebildet en suite in shakudo nanako mit goldenen Kiri-Mon, Ende Edo Zeit.

Bewertung
Toko Taikan 1,8 Mio. Yen
Hawley 10 P.
236
Preis
14.900,00 €
243 c

DAISHO 肥前出羽守藤原行廣

KATANA, 68,18cm, sori 2,1cm, motohaba 3,03cm, sakihaba 2,15cm, kasane 0,74cm, shinogi zukuri, ko -itame hada mit ji-nie und chikei, hamon ist nie deki gunome midare mit sunagashi und kinsuji, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "ICHI", "HIZEN KUNI DEWA NO KAMI FUJIWARA YUKI(HIRO)", (2. Gen.), datiert: "GENROKU YONNEN NIGATSU KICHI(JITSU)" (Ein glücklicher Tag im Februar 1691), mit NBTHK Hozon Papier, sehr gute Politur, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz.


WAKIZASHI, 54,6 cm, sori 1,45cm, motohaba 3,1cm, sakihaba 2,6cm, motokasane 0,73cm, sakikasane 0,60cm, shinogi zukuri, ko -itame hada mit ji-nie und chikei, hamon ist nie deki gunome midare mit sunagashi und kinsuji, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "ICHI", "HIZEN DEWA NO KAMI FUJIWARA YUKIHIRO", (2. Gen.) NBTHK Tokubetsu Hozon Papier, sehr gute Politur, Hizen-Provinz, um 1690.
Koshirae: Sehr elegante buke zukuri Daisho- Montierung, dunkelbraune Seidenwicklung, sayas dunkelbrauner ishime-Lack, top restauriert, runde Tsubas, Fuchikashira, en suite in Shakudo mit Pferden in Gold und shakudo. Fuchikashira und Kogai mit NBTHK Papieren, Edo-Zeit.

Yukihiro II war der Sohn des hervorragenden Schmieds Dewa no kami Yukihiro I. Sein bürgerlicher Name war "Toma-no-jo" und bis er den Tiel seines Vaters erbte, signierte er mit "Yukinaga". Seine Vater starb relativ früh 1883 im Alter von 66 Jahren und in 1884 erbte Yukihiro II auch den Titel "Dewa no Kami". Geburts- und Sterbedatum sind nicht ganz sicher, aber die neueren Schätzungen sprechen von etwa 1647-1726, d.h. er wurde etwa 80 Jahre alt. Interessant ist, dass er trotz der längeren Lebensspanne sehr viel weniger Schwerter herstellte als sein Vater, sodaß diese sehr viel seltener zu finden sind, als die der ersten Generation. Seine Klingen waren ebenfalls von überragender Qualität und sind denen des Vaters sehr ähnlich. Frühe Klingen des Nidai Yukihiro sind leicht mit denen des Shodai zu verwechseln. Beiden gemeinsam und auch typisch ist der spektakuläre breite und sehr lebhafte gunome-midare hamon, der sehr im Gegensatz steht zum sugu-ha der "klassischen" Hizen-Tadayoshi-Schule.

Bewertung/Literatur:

Bewertung
Hawley 70 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku (besonders hohe Qualität)
KKB: "Wazamono"("scharf")
243
Preis
26.500,00 €
244 kat 03

DAISHO

KATANA, 63,3cm, sori 1,6cm, shinogi zukuri, doppeltes hi(futasuji-hi), itame hada, gunome midare hamon mit sanbonsugi, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert mit kinpun-mei: "KANEMOTO 兼元", NBTHK Hozon Papier, gute Politur. Mino Provinz, Mino-Seki-Schule, um 1530.

Der Name Kanemoto ist untrennbar mit der berühmten Mino-Tradition verbunden, eine der 5 Grundschulen (Gokaden) der Schwertschmiedekunst.Einer der bekanntesten Schmiede der Muromachi-Zeit ist Kanemoto, der in Seki in der Provinz Mino arbeitete , seit der Kamakura-Zeit ein Zentrum der Schwertschmiedekunst. Er arbeitete etwa von 1521 bis 1558 und seine Klingen besitzen das höchste Prädikat, nämlich "saijo O-wazamono"(bestmögliche Schärfe), das nur 14 Schwertschmieden überhaupt verliehen wurde. Ebenfalls sind sie im Fujishiro als "saijo O-saku"(höchste Qualität)" gelistet. Kanemoto I gilt als Erfinder des Sanbonsugi Hamon(3-Zedern-Muster)

Bewertung /Literatur:
Sai-Jo-Saku(Fujishiro)
"Saijo-O-Wazamono"(KKB, höchstmögliche Schärfe),
8 Mio. Yen (Toko Taikan),
60 Punkte(Hawley).




WAKIZASHI, 48cm, shinogi zukuri, hamon: gunome midare, itame hada, gute Politur, suriage nakago mit 2 mekugi ana, signiert: "JUMYO 壽命", Tokubetsu Kicho - Papier der NBTHK, Mino-Seki-Schule, Mino-Provinz, um 1530.

Bewertung/Literatur :
Chu-Jo-Saku (Fujishiro),"
Ryo-Wazamono"(KKB, sehr scharf),1,
8 Mio. Yen (Toko Taikan),
15 Punkte(Hawley).

Die Jumyo Schule arbeitete in Mino und dort vor allem in der Stadt Shimizu. Der Gründer kam aus Yamato und abeitete etwa ab 1288 in Mino. Sie war bis ins frühe 18.Jh in Mino aktiv. Außerdem gab es noch den Owari Zweig der Jumyo-Schmiede, der von ca. 1580 bis 1804 arbeitete. Die Schule war sehr produktiv und viele Jumyo Klingen sind nicht signiert. Es ist daher fast unmöglich eine Klinge einem individuellen Schmied sicher zuzuordnen. Unsere Klinge ist der Mino-Linie zuzuschreiben und wurde um 1530 gefertigt. Jumyo bedeutet wörtlich "langes Leben" und Jumyo Schwerter galten als glückbringend. Erwiesen war die große Schärfe und Praxistauglichkeit dieser Klingen.

Koshirae: Alte, vollständig restaurierte Daisho- Montierung, schwarze Seidenwicklung, sayas roiro-Schwarzlack, runde Sukashi-Eisen-Tsuba mit Messingauflagen im Heianjo-Stil, Fuchikashira Kupfer mit Shibuichi- und Shakudoauflagen, Kozuka shakudo-nanako mit Figuren, Edo-Zeit.

Bewertung
Hawley 60 Punkte
Toko Taikan 8 Mio. Yen
244
Preis
9.700,00 €
726 a

KATANA 無銘 (正利)

65,4cm, sori 1,7cm, Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1550. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine fast 500 Jahre alte Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Bewertung
Hawley 30 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Chu-Jo-Saku
KKB Ryo Wazamono
726
Preis
5.900,00 €
736 b

KATANA 備中守橘(康廣)

68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:Alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der breite spektakuläre Choji-Hamon ist typisch für die Schule. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.
Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen.
Fujishiro Chu-Jo-Saku.
KK Wazamono (scharf)
736
Preis
6.700,00 €
743 a

KATANA 法城寺但馬守橘國正

70cm, sori 1,4cm, kasane 7,0mm, motohaba 2,9cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, gunome hamon mit nie und ashi, ko- itame hada mit viel ji-nie, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HOJOJI TAJIMA NO KAMI TACHIBANA KUNIMASA“, MIT Juyo Token Papier der NBTHK, Hojoji-Schule, Musashi-Provinz, ca. 1680. Makellose Klinge in neuwertigen Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung:
Sehr elegante uchigatana-koshirae, Griff mit same, schwarze Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, Reitgerte und Steigbügel, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor, Tsuba mit katakiri-bori Gravur, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, aber in Top- Zustand.

Die Hojoji-Schule wurde in der Nanbokucho-Zeit im 13.Jh. von Kunimitsu in Tajima begründet. Seine Arbeiten waren eine Mischung von Bizen und Soshu-Stil. Er und seine Nachfolger waren vor allem für ihre hervorragenden Nagamaki und Naginata-Klingen bekannt, die später leider allesamt gekürzt und zu Katana und Wakizashi umgearbeitet wurden. In der Muromachi Zeit wurde es ruhig um diese Schule, bis in der Shinto-Zeit der herausragende Schmied Masahiro von Tajima nach Edo zog und dort die Shinto-Hojoji- Schule gründete. Sein Lehrer war der berühmte Schmied Kotetsu und so entsprach der Stil der Schule eher dem der Kotetsu-Schule als dem ursprünglichen Stil von Kunimitsu.

Kunimasa war ebenfalls ein Nachkomme von Kunimitsu, sein Vorname war "Jinnojo". Sein Hauptschaffenszeit lag etwa zwischen 1670 und 1680. Er wurde ebenfalls von Tajima in die Hauptstadt Edo berufen. Er arbeitete ein paar Jahre zeitgleich mit Masahiro, allerdings 20 Jahre länger, da er jünger war. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er zeitweise mit Masahiro arbeitete, bzw. bei ihm studierte und auch sein Stil ist dem von Kotetsu sehr ähnlich. Individuell im Detail zeigt er aber auch deutlich seinen eigenen Stil. Er gilt als herausragender Schmied und als einer der besten Edo-Hojoji Künstler. Die Kunimasa-Schmiede wurden, wie der berühmte Yasutsugu, zu Hofschmieden des Tokugawa-Shogunats berufen und arbeiteten fortan bis zum Ende der Edo-Periode als Schmiede des bakufu(Shogunat). Die vorliegende Klinge hat ein Juyo Token Papier, das ist für eine Shinto-Klinge sehr selten. Die NBTHK stellt dieses Papier für Shinto-Klingen nur aus, wenn der Schmied exzellent ist und sie von der Qualität und vom Erhaltungszustand wirklich perfekt sind.

Bewertung
Hawley 65 Punkte
Toko Taikan 4 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
743
Preis
42.000,00 €
753 a

KATANA 義清

64,5cm, sori 1,4cm, motohaba 3,0cm, shinogi zukuri, o- kissaki, gunome-midare hamon, itame hada, gute Politur, eine kleine Scharte, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "YOSHIKIYO", Satsuma-Provinz, um 1750.

Koshirae: originale efu-no-tachi Hof-Montierung, alle Beschläge komplett, alle aus Messing, graviert mit kiri-Blättern, passendes shitogi-Tsuba aus Messing, Griff mit same belegt, menuki goldene Drachen. Lacksaya mit goldenen kiri und aoi kamon , alles Edo-Zeit, gut erhalten. Diese Art der Montierung mit dem typischen shitogi-tsuba kam in der Heian-Periode(794-1185) auf und entwickelte sich aus den Tachi, wie sie von den kaiserlichen Palastgarden (efu) getragen wurden. Seitdem gehörte das Tragen einer solchen Montierung zur Etikette am Kaiserhof. Selbst bei kurzen Besuchen wurde darauf Wert gelegt. Dies stellte für weniger betuchte Besucher ein Problem dar, da diese Montierungen nicht billig waren. Die meisten heute existierenden efu no tachi stammen aus dem 18. und 19Jh. Von den Original koshirae aus der Heian Zeit sind nur einige wenige Exemplare in Museen oder Privatbesitz erhalten geblieben.

Das Schwert stammt aus einer deutschen Sammlung und hat kein japanisches Papier. Es ist jedoch ziemlich eindeutig dem Schmied "YOSHIKIYO" zuzuordnen und wurde etwa Ende der Shinto-Zeit geschmiedet. YOSHIKIYO arbeitete etwa von Kanpo bis Meiwa-Ära(1741-1772). Er wurde 1708 als 2ter Sohn von Nakamura Kiyofusa geboren und mit 16 Jahren von Ippei Yasuyo adoptiert. Er arbeitete im Stil seines Adoptivvaters und signierte zu Anfang mit YOSHIKIYO, später auch mit YASUARI und mit YASUHARU. Sein Geburtsname war "Tamaki Ichibei". Er verstarb 1777.

753
Preis
5.800,00 €
754 a

TACHI 無銘 (来國光)

71,8cm, sori 2,6cm, motohaba 2,85cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, suguha-notare hamon gemischt mit ko-choji und ko-gunome, mit nie und ashi, feiner ko- itame hada mit viel ji-nie, feine kinsuji und sunagashi im ha, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: „RAI KUNIMITSU", durch Juyo Token Papier der NBTHK, Rai-Schule, Yamashiro-Provinz, ca. 1330. Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung: Sehr elegante Katana-koshirae, Griff mit weißer same, weiße Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold mit kamon, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor- kamon, Shakudo-Tsuba mit Goldrand, schwarze Lacksaya, Top- Zustand.
Rai Kunimitsu aus der Provinz Yamashiro war laut gängiger Theorie der Sohn Rai Kunitoshis (来国俊). Seine Schaffensperiode erstreckte sich vom Ende der Kamakura- bis in die beginnende Nanbokuchō-Zeit, wobei die früheste erhaltene Klinge mit Datumssignatur aus dem ersten Jahr Kareki (嘉暦, 1326), und die älteste aus dem zweiten Jahr Kan´ō (観応, 1351) stammt. Neben einem traditionellen suguha brachte Kunimitsu aber auch einen suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, einen suguha-chō mit ko-midare, einen notare-chō mit eingemischtem gunome, als auch eine auf gunome-chō basierenden midareba an, sprich er legte eine sehr abwechslungsreiche Arbeitsweise an den Tag.Dieses katana ist zwar ō-suriage und mumei, behält aber einen deutlichen toriizori. Die kitae besteht aus einer äußerst fein und dicht verschmiedeten ko-itame und der hamon verläuft als suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, sowie variantenreichen hataraki innerhalb der ha. Die Klinge zeigt also die typischen Charakteristika Rai Kunimitsus.

Bewertung
Hawley 100 Punkte
Toko Taikan 18 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste, nicht zu übertreffende Qualität)
754
757 a

KATANA 無銘 (三原正盛)

68,6cm, sori 2,2cm, motohaba 3,16cm, sakihaba 2,27cm, motokasane 0,69cm, sakikasane 0,47cm, shinogi zukuri, chu kissaki, midare-komi boshi, midare hamon mit gunome, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, zugeschrieben an: "MIHARA MASAMORI", durch Original Papier des japanischen Kantei-Clubs(Kurabu), Kai-Mihara-Schule, Bingo-Provinz, Muromachi-Periode, um 1560. mit shirasaya und tsunagi.

Koshirae: einfache, aber elegante buke-zukuri-Montierung, shakudo fuchi, stilisierte Blüten, Kashira Büffelhorn, runde katchushi Eisen-tsuba, tsuka blaugrün gewickelt, menuki Hirse in shakudo und Gold, dunkelrote Lacksaya mit kaeri-tsuno, alles Edo-Zeit, mit sageo und Schwertbeutel..

"Bishu Mihara-ju Kai Masamori" arbeitete überwiegend in der Eiroku-Periode(1558-1570). Während der Kamakura-Zeit zogen einige gute Schwertschmiede von Yamato in die Bingo-Provinz und ließen sich dort nieder. Sie begründeten die sogenannte Ko(alt)-Mihara-Schule. Die Kai- Mihara Schule entwickelte sich gegen Ende der Muromachi-Zeit in der kriegerischen Sengoku-Periode und gehört zur späten Mihara-Schule(sue mihara). Diese Schmiede waren allesamt sehr bekannt für ihre guten Arbeiten und trugen das Kanji "MASA..." in ihrem Namen wie MASACHIKA, MASAMUNE, MASAZANE, MASANAO und eben MASANORI. Das Kantei-Papier dieser Klinge trägt die Siegel von so bekannten Schwertsachverständigen, wie Shibata Mitsuo, Shibata Kazuo, Matsushima Toshio, Arase Eiichi und anderen.

Bewertung
Hawley 20 Punkte
Fujishiro chu-jo-saku KKB: wazamono
757
Preis
5.300,00 €