Asienkunst

Langschwerter

Daisho & Katana

Literaturhinweise

Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede
W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths
Honma & Ishii: Nihonto Meikan
Tokuno: Toko Taikan
Fujishiro: Nihon Toko Jiten
Afu Watson: Nihonto Koza
Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

... und viele mehr finden Sie auch in unserer Bücher Sektion.

10

KATANA 平安城住藤原國武

Nagasa: 75.80 cm, sori: 3.10 cm, motohaba: 3.09 cm motokasane: 0.71 cm, hamon: notare mit nie, sunagashi und kinsuji, jihada: itame, signiert: "HEIANJÔ JÛ FUJIWARA KUNITAKE", mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, im shirasaya mit sayagaki(Zertifikat) von Dr. Honma Kunzan.

Horikawa Kunitake soll ein Nachkomme von Sanjo Yoshinori aus der Koto/Muromachi-Zeit, ein Schüler des Meisters Horikawa Kunihiro und der Vater von Izumo Daijo Yoshitake sein. Kunitake war einer der vielen bekannten Schüler Horikawa Kunihiros. Es ist auch bekannt, dass er eine sehr enge Beziehung zu einem anderen Schüler Kunihiros, Dewa Daijo Kunimichi, hatte. Da die Werke Kunitakes so selten sind, ist wenig über ihn bekannt. Um ein besseres Gefühl für diesen Schmied zu bekommen, empfiehlt es sich, seinen Lehrer Kunihiro zu studieren. Kunihiro gilt vielen als der bedeutendste Meister aller Shinto-Schwertschmiede, sowohl hinsichtlich seines Könnens als auch der großen Anzahl exzellenter Schüler, die bei ihm ausgebildet wurden. Darüber hinaus war er einer der produktivsten Schmiede und fertigte Schwerter vom vierten Tensho (1576) bis zu seinem Tod im 19. Keicho (1614) im Alter von 84 Jahren.
Kunihiro weist zwei verschiedene Arten der Handwerkskunst auf. Die erste wird als „Tensho-uchi“ oder „Koyu-uchi“ bezeichnet und bezeichnet den Stil der Klingen, die er während seiner Wanderschaft im Tensho-Zeitalter schuf. Die zweite wird als „Keicho-uchi“ oder „Horikawa-uchi“ bezeichnet und bezeichnet die Klingen, die er nach seiner Niederlassung im Kyotoer Stadtteil Horikawa schuf. Die „Tensho-uchi“-Schwerter weisen deutliche Einflüsse der Sue-Soshu- und Sue-Seki-Schwerter auf. Die „Keicho-uchi“- oder „Horikawa-uchi“-Schwerter weisen hingegen starke orthodoxe Soshu-Merkmale von Schmieden wie Masamune, Sadamune und Shizu Kaneuji auf.

Das vorliegende Schwert gilt als äußerst wertvolles erhaltenes Exemplar von Fujiwara no Kunitake, der in der Burg Heian lebte. Die Form entspricht der eines antiken Schwertes, das Grundmetall weist fließende Itame-Hada auf, und es gibt einige Schmiedespuren, die dennoch sehenswert sind. Der Hamon ist ein turbulenter Notare mit Nie, mit Sunagashi und Kinsuji. Die Klinge hat einen breiten Körper, einen dicken Rand und eine tiefe Krümmung mit einem länglichen Kissaki. Es ist eine feine Keicho-Shinto-Arbeit mit einer wunderschönen Form, die um die Shoho-Ära (1652) entstand.
Dieses Stück besitzt außerdem ein sayagaki von Dr. Kunzan, das auf die Keicho-Zeit hindeutet, mit einer wunderschönen Form, einer tiefen Krümmung und einem leicht länglichen Kissaki. Da Heianjo Kunitake bei Kunihiro assistierte, wird angenommen, dass er wenig Werke unter eigenem Namen schuf.
Die Qualität seiner Werke ist jedoch ausgezeichnet, wie das Sayagaki von Dr. Kunzan beweist.
K
oshirae:
Das alte, top-restaurierte Koshirae hat eine schwarz lackierte Scheide. Die Tsuba ist rund und aus Eisen, umgeben von Silber mit eingravierten Motiven von Riesen, Menschen und Bäumen und mit Gold belegt.
Die fuchigashira weisen ein hochreliefiertes, goldenes Drachenmotiv auf.
Die Menuki sind große, hochreliefierte, goldene Drachen.



Bewertung
Hawley 25P.
Toko Taikan 3 Mio Yen
Fujishiro Jo-Saku (sehr hohe Qualität)
Kaiho Kenshaku Wazamono (scharf)
842
Preis
18.400,00 €
IMG 20250430 171638

KINDER-KATANA 武蔵大掾左近是一

Nagasa 33,4cm, motohaba 2,14cm, motokasane 5,4mm, sori 0,8cm, shinogi zukuri, breiter choji-midare hamon, Ichimonji-Stil, mokume-itame hada, Klinge stark berieben, neue Politur aber möglich, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "MUSASHI DAIJO SAKON KOREKAZU", (1. Gen.), Ishido- Schule, Musashi-Provinz, um 1650.

Koshirae: Alte Katana- Montierung, Edo-Zeit, schwarze ishime Lacksaya mit Reparaturen, kleines Mokko- Kupfer- Tsuba, menuki Wildgänse vergoldet, tsuka mit alter grüner Wicklung.

Diese Klinge trägt den Namen von Musashi Daijo Sakon Korekazu (武蔵大掾左近是一). Diese Signatur ist typisch für die 1. Gen. Korekazu, der während der frühen Edo Periode (1648-1673) tätig war. Die Schmiedefamilie Korekazu arbeitete 7 Generationen lang. Korekazu I gehörte zur Edo-Ishido Schule und hatte eine wichtigen Anteil daran, den Ruhm dieser Schule in Edo, Musashi und ganz Japan zu verbreiten.

Er kam ursprünglich aus der Omi Provinz(die heutige Shiga Präfektur). Man sagt, er war ein Nachkomme von Ichimonji Sukemune(一文字助宗), dem Gründer der Ishido Schule aus Bizen (heutige Okayama Präfektur). Er zog dann nach Edo und gründete die berühmte Edo- Ishido Schule zu Beginn der Edo Periode.
Die 3. Gen. Ishido Korekazu wurde 1721 zum Okakaekaji für die Regierung ernannt, und schmiedete exklusiv für die Tokugawa Familie.

Es gab verschiedene Arten von Schwertern und schwertähnlichen Gegenständen, die mit Kindern in Verbindung gebracht werden können, und die Erziehung junger Samurai-Söhne umfasste frühzeitig Waffen und Ehre. Das Konzept von Ehre, Loyalität und dem Weg des Kriegers (Bushido) wurde ihnen von klein auf vermittelt, und Waffen spielten in dieser Ideologie eine zentrale Rolle. Meistens wurden für die Ausbildung von Kindern normale Kurzschwerter und Tantos verwendet. Seltener sind die Klingen, die extra für Kinder oder Heranwachsende von professionellen Schwertschmieden angefertigt wurden. Man erkennt sie an den Proportionen, die dem Körperbau angepaßt waren. Sie waren meist schmaler und leichter.

Vermittlung von Privat

Bewertung
Hawley 60 P.
Toko Taikan 4 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku (sehr hohe Qualität!)
834
Preis
1.400,00 €
DSCN6576

TACHI 鬼塚吉國

Nagasa 71,3cm, kasane 6,8mm, motohaba 3,35cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, suguha hamon in ko-nie deki, ko-itame hada mit ji-nie, gute Politur, ubu nakago, 3 mekugi ana, ungewöhnliche und seltene Rillengravur direkt auf dem shinogi, Gold-habaki, fehlerfreie Klinge, zugeschrieben an: „ONITSUKA YOSHIKUNI“, durch Papier der NTHK(NPO), Chikugo-Provinz, Shinto-Zeit, um 1650.

Koshirae: Die vorliegende Schwert ist ein Tachi. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurden fast alle dieser langen Klingen in der Shinto-Zeit gekürzt. Die Itomaki- No- Tachi- Montierung für diese frühe Shinto Klinge wurde etwa im 19.Jh. hergestellt und ist in sehr gutem Zustand. Diese Montierungen sind mittlerweile sehr selten geworden. Sie wurden ausschließlich zusammen mit der Rüstung(yoroi) von hochrangigen Samurai getragen. Die Wicklung auf der saya sollte ursprünglich verhindern, dass der Lack auf Rüstung oder saya verkratzte. Die Itomaki- No- Tachi- Montierung für diese frühe Shinto Klinge wurde etwa im 19.Jh. hergestellt und ist in sehr gutem Zustand.

Onitsuka Yoshikuni war ein wirklich guter und hochangesehener Schwertschmied. Er wurde 1574 in Oshu geboren und arbeitete dann für das Tanagura Lehen. Später zog er in die Provinz Chikugo (heute Präfektur Fukuoka), weil sein Kriegsherr und Daimyo, Tachibana Muneshige, das dortige Yanagawa Lehen übernahm. Es gibt Aufzeichnungen, dass er mit 77 Jahren, im Jahr 1650, immer noch Schwerter hergestellt hat. Diese Klinge wird von der NTHK auf etwa 1650 datiert. Man glaubt, dass zwischen 1640 und 1650 sein Sohn, der auch Yoshikuni hieß (die zweite Generation), ihm oft beim Schwertschmieden geholfen hat. Das nannte man "Daisaku", also gemeinsames Arbeiten. Schwerter, die von Onitsuka Yoshikuni gemacht wurden, werden für ihre Qualität bewundert und gelten als besonders scharf und stabil. Yoshikunis Schwerter waren so gut im Schneiden, dass er als "Wazamono Toko" anerkannt wurde. Das bedeutet so viel wie ein Meister im Herstellen von Waffen, die wirklich gut schneiden konnten. Vermutlich wurde diese Klinge deshalb einem Schnitt-Test an einem menschlichen Körper unterzogen, durchgeführt vom offiziellen Schwerttester der Tokugawa Regierung, YAMADA ASAEMON. Klingen mit solchen Inschriften(tameshi mei oder saidan mei) sind sehr selten.

Auf der omote- Seite das kiri-tsuke mei: "Kagomaru Yamada Asaemon" (Der Schwerttester und Sachverständige, Yamada Asaemon verleiht dem Schwert den Namen Kagomaru, "Großer Korb").

Auf der ura-Seite der Test: "Meiwa Roku Nen Jyunigatsu Denma-choh Ni Oite Ryosha Dodanbarai" (Körper, auf einem Sandhügel festgebunden, unterhalb des Nabels quer durchtrennt. In Denma im Dezember 1769). Denma gehörte zu den größten Gefängnissen und Hinrichtungsstätten im Japan der Edo-Zeit.

Das Testen von Klingen an Körpern, "tameshigiri" genannt, war ein Monopol des Tokugawa Shogunats und wurde bis ins 19.Jh. praktiziert. Es wurde zumeist an Leichen hingerichteter Verbrecher, aber auch an zum Tode Verurteilten durchgeführt.
Die getesteten Klingen sind fast immer älter als der Test selbst. Bei dieser Klinge erfolgte der Test etwa 120 Jahre nach der Herstellung.
Für den Besitzer eines Schwerts hatte eine Inschrift mit einem erfolgreichen Test einen enormen Wert. Die Prozedur war jedoch sehr formalisiert, stand unter strenger Kontrolle der verantwortlichen Beamten des Shogunats und war wohl auch für die damaligen Verhältnisse enorm kostspielig. Man findet dieses "saidan mei" oder auch "tameshi mei" zumeist nur auf sehr hochwertigen Klingen. Die besten Klingen konnten bis zu 7 Körper übereinander mit einem Hieb durchtrennen. Das Testergebnis wurde dann nachträglich in die Angel eingeschlagen Mit der vorliegenden Klinge wurde ein "ryokuruma"-Schnitt vorgenommen, also quer durch den Bauch, Wirbelsäule und Hüftknochen, einer der schwierigsten Schnitte.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir zu diesem Thema folgendes (englischsprachige) Buch:
"Tameshigiri - The History and Development of Japanese Sword Testing" von Markus Sesko

Der Schwertschmied Yoshikuni arbeitete vor allem für den Lehnsherr und Fürsten von Yanagawa, Tachibana Muneshige. Dieser Daimyo war ein großer Feldherr und kämpfte in zahlreichen Feldzügen und Schlachten während der kriegerischen Sengoku Periode, z.B. in Korea bis hin zur entscheidenden Schlacht bei Sekigahara. Obwohl er während der Machtkämpfe um das Shogunat teilweise auf der Seite von Hideyoshi gegen Tokugawa Ieyasu kämpfte, bekam er später seine Lehen zurück, da er ein so hervorragender Kämpfer und Feldherr war und Ieyasu ihn auf seiner Seite haben wollte. Er wurde sogar Berater von Ieyasus Sohn. Yoshikuni schmiedete dann auch Klingen für die Tokugawa Familie. Der berühmte Fürst der Mito-Residenz, Tokugawa Mitsukuni(1628-1701), führte ebenfalls eine Klinge von Onitsuka Yoshikuni und gab ihr den Namen Yaregoromo(zerschlissene Kleidung)

Vermittlung von Privat


Bewertung
Hawley 35P.
Toko Taikan 4,5 Mio Yen
Fujishiro Jo-Saku
Kaiho Kenjaku Wazamono(scharf)
831
Preis
29.000,00 €
DSCN6167

KATANA 常陸守藤原壽命

76,4cm, sori 1,10cm, Breite am hamachi 3,1cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, breiter suguha-notare hamon, itame hada, sehr gute Politur, 1 mekugi ana, ubu, signiert: "HITACHI no KAMI FUJIWARA JUMYO", mit Shibata Papier , Mino-Provinz, um 1680, ungewöhnlich lange, ungekürzte und fehlerlose Klinge.

Koshirae: Außergewöhnlich gut erhaltene Original Handachi-Montierung, Beschläge zusammenpassend in shakudo mit Goldrand, große,6-eckige Eisentsuba mit Goldeinlagen im Higo-Stil, Griff mit schwarzer Wicklung, menuki Drachen, Lacksaya im oberen Drittel rot, mit Rillen, sonst grün lackiert.

Dieser Jumyo arbeitete in Shimizu, Mino-Provinz.
Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa un 1680 entstanden sein.
Der Name Jumyo bedeutet wörtlich "Langes Leben" und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Vermittlung von Privat

Bewertung
Hawley 15 P.
Toko Taikan 1,8 Mio. Yen
820
Preis
11.500,00 €
766 a

TACHI 延寿

70,9cm, sori 2,4cm, kasane 0,66cm, motohaba 3,07cm, sakihaba 2,03cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, hamon chu-suguha in ko-nie-deki mit ashi, sunagashi und kinsuji. Ko- itame hada und mokume, ji-nie mit chikei, deutliches utsuri, sehr gute Politur, 1 mekugi ana, o-suriage, unsigniert, zugeschrieben an: „KO-ENJU“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Ko-Enju-Schule, späte Kamakura-Zeit, ca. 1275-1303. Fehlerfreie Klinge von eleganter Form.


Montierung:
Shirasaya.

Gründer der Enju-Schule war der Schmied Enju Hiromura. Er kam aus Yamato und arbeitete und studierte dort zunächst unter Norihiro in der Tradition der Shikkake-Schule. Um 1250 ging er nach Kyoto und arbeitete bei dem berühmten Rai Kuniyuki. Sein Sohn Enju Taro Kunimura heiratete sogar eine Tochter von Rai Kuniyuki. Kunimura zog später in die Higo Provinz und arbeitete in der Gegend von Kikuchi, wo die Enju-Schule noch bis in Muromachi Periode hinein tätig war. Man teilt die Enju-Klingen in 3 Perioden: Ko-Enju(späte Kamakura-Zeit), Chu-Enju(Nambokuchyo-Zeit) und Sue-Enju(Muromachi-Zeit)

Die vorliegende Klinge wird als sehr frühe Enju Arbeit(Ko-Enju) eingeordnet. Auch die Yamato Provenienz läßt sich nicht verleugnen. Die meisten Elemente stammen natürlich von der Yamashiro-Rai-Schule. Obwohl Hiromura und Kunimura bei Rai Kuniyuki studierten, erinnert diese Klinge noch mehr an die Arbeiten seines Sohnes, Rai Kunitoshi. Das würde zeitlich auch passen. Top-Arbeiten der Ko-Enju-Schule sind von Wert und Qualität durchaus den Arbeiten der Rai-Schule gleichzusetzen und nicht wenige haben in Japan den Tokubetsu-Juyo-Status erhalten.


Vermittlung von Privat

Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 10 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku (höchste erreichbare Qualität)
766
765 a

KATANA 肥前國住人忠吉作

Nagasa 69,0cm, sori 1,6cm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,17cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, sugu boshi mit ko-maru kaeri, suguha-hamon in nie-deki und vielen ashi, gemischt mit etwas ko-gunome-midare. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute Politur von Mishina-sensei, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HIZEN no KUNI JUNIN TADAYOSHI SAKU",(1.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt etwa im 7.Jahr Genna(1621). Elegante fehlerfreie Klinge.
Montierung:
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe-Sensei von 2007. Er bescheinigt, dass es sich um eine Klinge von eindrucksvoller Erscheinung handelt, mit unbearbeiteter nakago. Außerdem ist sie ein "utsushimono"(Nachempfindung) einer Naoe Shizu- Klinge der Nambokuchyo Zeit. Dieser Stil ist typisch für Tadayoshis Arbeiten aus dieser Zeit und eine der Traditionen, die ihn sein großer Lehrmeister Umetada Myoju gelehrt hatte.

HIZEN TADAYOSHI, 1te Generation und noch vor seinem Sohn Tadahiro und seinem Enkel Tadayoshi III der berühmteste Hizen Schmied, wurde 1572 in Saga, Hizen, geboren und begann sein Studium des Schwertschmiedens noch zum Ende der Koto-Zeit. Sein Großvater und sein Arbeitgeber starben früh im Kampf, sein Vater starb im Krankenbett. So blieb Hashimoto Shinzaemon, so sein damaliger Erbfolgename, als Waise zurück. Da er erst 13 war, konnte er die Erbfolge nicht antreten und lernte bei Verwandten in Nagase das Schmiedehandwerk. 1596, Shinzaemon war 25, wurde Nabeshima Naoshige, Daimyo von Hizen, auf das junge Talent aufmersam und schickte ihn als Schüler zu dem damals berühmten Schmiedemeister Umetada Myoju nach Kyoto. Die Nabeshima-Famile plante schon geraume Zeit, unter ihrer Leitung ein großes Schmiedezentrum in Saga zu etablieren, in dem nur Klingen von höchster Qualität produziert werden sollten. Dieses Vorhaben war, wie man weiß, mehr als erfolgreich. Die hochwertigen Hizen-Klingen wurden der größte Exportschlager der Provinz und die Nabeshima besaßen das Monopol. Nach 3 Jahren kehrte Shinzaemon nach Nagase zurück und bekam von Umetada Myoju die Erlaubnis, das "tada" aus seinem Namen für seinen neuen Schmiedenamen "Tadayoshi" zu verwenden. Wenig später ordnete Nabeshima Katsushige an, die Schmiede in die Haupstadt zu verlegen und ein großes Schmiedezentrum unter der Leitung von Tadayoshi an der Burg von Saga zu errichten. Tadayoshi beherrschte die meisten der alten Schmiedestile, aber vorwiegend fertigte er utsushimono-Klingen in der Naoe-Shizu- oder der Rai-Tradition. Später im Leben änderte Tadayoshi noch einmal seinen Namen in "Tadahiro". Diesen Namen übernahm später sein Sohn, der deshalb als Tadahiro II bezeichnet wird.(Siehe auch unsere Nr. 764). Er starb 1632, im Alter von 61 Jahren. Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Sie ist elegant und fehlerfrei und eine wunderbare Gelegenheit für einen Sammler, eine perfekte Arbeit des bedeutendsten Hizen-Schmieds zu erwerben. Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Vermittlung von Privat

Bewertung
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste mögliche Qualität)
KKB Saijo-O-Wazamono(höchste mögliche Schärfe)
Hawley 100P.
765