Asienkunst

Langschwerter

Daisho & Katana

Literaturhinweise

Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede
W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths
Honma & Ishii: Nihonto Meikan
Tokuno: Toko Taikan
Fujishiro: Nihon Toko Jiten
Afu Watson: Nihonto Koza
Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

... und viele mehr finden Sie auch in unserer Bücher Sektion.

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Tachi 無銘 (大和尻懸)

69,5cm, sori: 2,1cm, motohaba: 3,00cm, sakihaba: 2,00cm, shinogi zukuri mit hohem shinogi, iori mune, chu-kissaki beidseitiges hakikake mit kinsuji und sunagashi, hamon ist suguha mit gunome midare in nie, mit ko-ashi, sunagashi, kinsuji , itame masame hada mit j-nie und viel chikei, sehr gute Politur, o suriage nakago mit 3 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: "SHIKKAKE", durch NBTHK Tokubetsu Hozon Papier, Kamakura- Zeit, hergestellt ca. zwischen 1290 und 1320. .

Koshirae: Shirasaya mit sayagaki von Tanobe Michihiro(NBTHK) mit Datierung in die späte Kamakura-Zeit.

Die Shikkake-Schule ist eine der großen Schulen der Yamato Tradition. Die Yamato-Schmiede der Kamakura-Zeit, des goldenen Zeitalters der Schwertschmiedekunst, arbeiteten vorwiegend für die wohlhabenden Klöster, die zum Schutz ihrer umfangreichen Ländereien Söldnerarmeen aus Samurai-Kriegern und Krieger-Mönchen ausrüsten mussten. Als Begründer der Yamato Shikkake Schule gilt, zumindest historisch, Norihiro(um1275). Belegbar ist das nicht, da keine Klingen von ihm mehr existieren. So gilt sein Sohn, Norinaga, als 1. Generation der Yamato Shikkake-Schule. Er arbeitete in der späten Kamakura-Zeit bis in die Nanbokucho-Zeit, etwa von 1288 bis 1345, also in der Entstehungszeit der vorliegenden Klinge. Norinaga ist einer der großen Schmiede seiner Zeit. Seine Klingen sind o-wazamono(besonders scharf), bei Hawley hat er 200 Punkte.

Die vorliegende Klinge ist eindeutig der Shikkake Schule zugeschrieben und stammt zweifellos aus der späten Kamakura-Zeit. Da es zu dieser Zeit keinen anderen Shikkake Schmied gab, sind wir sicher, dass sie aus der Werkstatt von Norinaga selbst stammt. Die elegante Krümmung(koshi zori) war vor der Kürzung noch etwas stärker. Der Erhaltungszustand ist exzellent. Juyo-Qualität!

805
Preis
17.800,00 €
722 A

Katana 備前國住長船七兵衛尉(祐定)

63,9cm, sori 1,9cm, Breite am hamachi 2,97cm, am Kissaki 2,03cm, motokasane 0,74cm, sakikasane 0,48cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, choji-midare hamon, itame hada, Sehr gute Politur, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "BIZEN (NO) KUNI JU OSAFUNE SHICHIBEI (NO) JO (SUKESADA)" (5.Gen.), durch Papier der NTKS (NIHONTO KANTEI SHINSAKAI), Bizen-Provinz, Shinto, um Kanei (1624-1644.)

Koshirae: antike, uchigatana-Montierung, feine fuchigashira in shibuichi mit Einlagen aus shakudo (Bambus), Griff mit brauner Seidenwicklung, menuki Falken in shakudo, runde Eisentsuba mit Kirschblüten im Relief und kleinen Goldeinlagen, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit.

Die Provinz Bizen war wohl die einzige, in der ununterbrochen vom 8.Jh bis zum 19.Jh Schwerter für den Kampf geschmiedet wurden. Im Zentrum des Geschehens das Dorf Osafune, das selten in einer Signatur fehlt. Bizen wurde früh zum Schmiedezentrum, da die natürlichen Voraussetzungen ideal waren. Es gab genügend eisenerzhaltigen Sand, klares Wasser und genügend Holz für die Schmiedeöfen. Ebenso gut war die Anbindung an die Hauptstraßen des Landes. Unzählige Klingen mit der Signatur Bizen Sukesada wurden hier hergestellt, die meisten natürlich in der Koto Zeit.

Die Bizen Yokoyama Schule der Shinto Zeit war für ihre qualitativ hochwertigen Klingen berühmt. Diese Schwerter waren im allgemeinen etwas sorgfältiger gearbeitet, als die massenhaft hergestellten Bizen-Klingen der kriegerischen Sengoku Periode. Die Yokoyama Schmiede waren für ihren spektakulären gunome-choji Hamon bekannt, wie es diese Klinge gut dokumentiert.

Shichibei Sukesada, bürgerlicher Name "Yokoyama Shichibei", war der Sohn von Toshiro Sukesada. Er war sicherlich einer der besten Shinto-Sukesada-Schmiede. Ein ebenfalls herausragender Schmied war sein Sohn "Yokoyama Kozuke Daijo Sukesada".
Shichibei Sukesada starb 1674 im Alter von 98 Jahren

Bewertung
Hawley 60pts
Toko Taikan 3,5 Mio.Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
Literatur
Wazamono
804
Preis
8.500,00 €
6

KATANA 備中國水田住國重作

nagasa: 69,5 cm, shinogi-zukuri, ubu nakago, 1 mekugi ana, sori: 1,6 cm, motohaba: 3.1 cm, motokasane: 0.65 cm, hamon: gunome-midare mit sunagashi und kinsuji, jihada: ko-itame mitji-nie und chikei, sehr gute Politur, signiert: "BITCHU KUNI MIZUTA JU KUNISHIGE SAKU", mit Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK. Mizuta-Schule(5. Gen.), Bitchu-Provinz, Kanei(1624-1644). Im shirasaya.

Koshirae: elegantes Katana Koshirae, dunkelrote Wicklung, schwarze Lacksaya in kuro-roiro mit Streifen, menuki Hüte in shakudo und Gold, attraktive passende fuchigashira in shakudo mit Bambus in Gold, Eisentsuba mit Kiri-Blättern und Goldeinlagen, signiert.

Die alte Mizuta Schule(Ko-Mizuta) wurde von Tatsubo Kunishige um 1520 begründet und hatte ihren Ursprung in der Aoe-Schule. Interessanterweise hat die Schule ihren Namen nachträglich vom späteren Shinto -Schmied Oyogo Mizuta bekommen, als dieser nach Mizuta zog. Die Koto- Schmiede der Schule(Ko-Mizuta) signierten deshalb noch gar nicht mit Mizuta.

Von Stil und Signatur ist die vorliegende Klinge der 5. Generation zuzuordnen. Mit bürgerlichem Namen hieß er Otsuki Yogoro, sein Spitzname war Oyogo. Er gilt als der herausragenste Schmied der Shinto-Mizuta-Schule. Typisch für ihn waren der breite und attraktive Gunome-o midare hamon mit sehr viel nie in der Härtung. Er soll früh verstorben sein und der Schwiegersohn seines jüngeren Bruders folgte ihm dann als 6. Gen.

Bewertung
Hawley 70 P.
Fujishiro Jo-Jo- Saku (sehr sehr hohe Qualität)
KKB Ryo-wazamono (sehr scharf)
Toko Taikan 4,5 Mio. Yen
802
Preis
17.900,00 €
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KATANA (枝菊紋) 近江守源久道

63,7 cm, shinogi zukuri, sori 1,1cm, Motohaba: 3,08 cm, Motokasane: 0,70cm, Sakihaba: 2,05cm, ko-itame hada mit ji-nie, niedeki gunome-notare-hamon und toran-ba mit sunagashi und kinsuji, hakikake boshi, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "EDAGIKU", "OMI (NO) KAMI MINAMOTO HISAMICHI" (1. Gen.), NBTHK-Tokubetsu-Hozon-Papier, sehr gute Politur, Mishina-Schule, Yamashiro, Enpo(1673-1681).

 Im shirasaya.

Koshirae: buke-zukuri Montierung, Griff mit schwarzer same, gebunden mit braunem Leder, attraktive Eisen- fuchigashira mit Silbereinlagen im Higo-Stil, runde Eisen-tsuba mit Silbereinlagen im Higo-Stil, saya roiro-Schwarzlack mit kojiri. Beschläge Edo-Zeit, Montierung restauriert, mit tsunagi.




Herkunft: Hisamichi I war, ebenso wie Yoshimichi I, ein Sohn des Schwertschmieds Kanemichi, dem Begründer der Mishina-Schule. Er gilt als 5ter Sohn von Kanemichi.

Der Schmied: Hisamichi I, wurde 1626 als "Hori Tarobei" in Nomura, Omi-Provinz, geboren. Er ist auch mit dem Vornamen "Rokurobei" gelistet. Er ging dann nach Kyoto und studierte unter der 2. Gen. "Iga no Kami Kinmichi". Ihm wurde erlaubt, den Familiennamen Mishina zu tragen und sukzessive erhilt er die Ehrentitel "Omi no Daijo" und "Omi no Kami", sowie das Recht, die Chrysantheme(Kiku Mon) auf die Angel zu gravieren. Von ihm sind Klingen bekannt aus der Zeit von etwa 1665 bis etwa 1704. Er war einer der "Kyo-go kaji" (Die 5 Meister von Kyoto), die gute Beziehungen zum Kaiserhof unterhielten. Er härtete vorwiegend den gunome Hamon mit toran-notare wie bei der vorliegenden Klinge. Er starb 1711 im Alter von 85 Jahren.

Bewertung
Hawley: 45 Punkte
Toko Taikan: 4,5 Mio. Yen
Fujishiro: Jo-Saku
Kaiho Kenjaku: Ryo-Wazamono (sehr scharf)
785
Preis
9.500,00 €
766 a

TACHI 延寿

70,9cm, sori 2,4cm, kasane 0,66cm, motohaba 3,07cm, sakihaba 2,03cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, hamon chu-suguha in ko-nie-deki mit ashi, sunagashi und kinsuji. Ko- itame hada und mokume, ji-nie mit chikei, deutliches utsuri, sehr gute Politur, 1 mekugi ana, o-suriage, unsigniert, zugeschrieben an: „KO-ENJU“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Ko-Enju-Schule, späte Kamakura-Zeit, ca. 1275-1303. Fehlerfreie Klinge von eleganter Form.


Montierung:
Shirasaya.

Gründer der Enju-Schule war der Schmied Enju Hiromura. Er kam aus Yamato und arbeitete und studierte dort zunächst unter Norihiro in der Tradition der Shikkake-Schule. Um 1250 ging er nach Kyoto und arbeitete bei dem berühmten Rai Kuniyuki. Sein Sohn Enju Taro Kunimura heiratete sogar eine Tochter von Rai Kuniyuki. Kunimura zog später in die Higo Provinz und arbeitete in der Gegend von Kikuchi, wo die Enju-Schule noch bis in Muromachi Periode hinein tätig war. Man teilt die Enju-Klingen in 3 Perioden: Ko-Enju(späte Kamakura-Zeit), Chu-Enju(Nambokuchyo-Zeit) und Sue-Enju(Muromachi-Zeit)

Die vorliegende Klinge wird als sehr frühe Enju Arbeit(Ko-Enju) eingeordnet. Auch die Yamato Provenienz läßt sich nicht verleugnen. Die meisten Elemente stammen natürlich von der Yamashiro-Rai-Schule. Obwohl Hiromura und Kunimura bei Rai Kuniyuki studierten, erinnert diese Klinge noch mehr an die Arbeiten seines Sohnes, Rai Kunitoshi. Das würde zeitlich auch passen. Top-Arbeiten der Ko-Enju-Schule sind von Wert und Qualität durchaus den Arbeiten der Rai-Schule gleichzusetzen und nicht wenige haben in Japan den Tokubetsu-Juyo-Status erhalten.


Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 10 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku
766
765 a

KATANA 肥前國住人忠吉作

Nagasa 69,0cm, sori 1,6cm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,17cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, sugu boshi mit ko-maru kaeri, suguha-hamon in nie-deki und vielen ashi, gemischt mit etwas ko-gunome-midare. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute Politur von Mishina-sensei, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HIZEN no KUNI JUNIN TADAYOSHI SAKU",(1.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt etwa im 7.Jahr Genna(1621). Elegante fehlerfreie Klinge.
Montierung:
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe-Sensei von 2007. Er bescheinigt, dass es sich um eine Klinge von eindrucksvoller Erscheinung handelt, mit unbearbeiteter nakago. Außerdem ist sie ein "utsushimono"(Nachempfindung) einer Naoe Shizu- Klinge der Nambokuchyo Zeit. Dieser Stil ist typisch für Tadayoshis Arbeiten aus dieser Zeit und eine der Traditionen, die ihn sein großer Lehrmeister Umetada Myoju gelehrt hatte.

HIZEN TADAYOSHI, 1te Generation und noch vor seinem Sohn Tadahiro und seinem Enkel Tadayoshi III der berühmteste Hizen Schmied, wurde 1572 in Saga, Hizen, geboren und begann sein Studium des Schwertschmiedens noch zum Ende der Koto-Zeit. Sein Großvater und sein Arbeitgeber starben früh im Kampf, sein Vater starb im Krankenbett. So blieb Hashimoto Shinzaemon, so sein damaliger Erbfolgename, als Waise zurück. Da er erst 13 war, konnte er die Erbfolge nicht antreten und lernte bei Verwandten in Nagase das Schmiedehandwerk. 1596, Shinzaemon war 25, wurde Nabeshima Naoshige, Daimyo von Hizen, auf das junge Talent aufmersam und schickte ihn als Schüler zu dem damals berühmten Schmiedemeister Umetada Myoju nach Kyoto. Die Nabeshima-Famile plante schon geraume Zeit, unter ihrer Leitung ein großes Schmiedezentrum in Saga zu etablieren, in dem nur Klingen von höchster Qualität produziert werden sollten. Dieses Vorhaben war, wie man weiß, mehr als erfolgreich. Die hochwertigen Hizen-Klingen wurden der größte Exportschlager der Provinz und die Nabeshima besaßen das Monopol. Nach 3 Jahren kehrte Shinzaemon nach Nagase zurück und bekam von Umetada Myoju die Erlaubnis, das "tada" aus seinem Namen für seinen neuen Schmiedenamen "Tadayoshi" zu verwenden. Wenig später ordnete Nabeshima Katsushige an, die Schmiede in die Haupstadt zu verlegen und ein großes Schmiedezentrum unter der Leitung von Tadayoshi an der Burg von Saga zu errichten. Tadayoshi beherrschte die meisten der alten Schmiedestile, aber vorwiegend fertigte er utsushimono-Klingen in der Naoe-Shizu- oder der Rai-Tradition. Später im Leben änderte Tadayoshi noch einmal seinen Namen in "Tadahiro". Diesen Namen übernahm später sein Sohn, der deshalb als Tadahiro II bezeichnet wird.(Siehe auch unsere Nr. 764). Er starb 1632, im Alter von 61 Jahren. Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Sie ist elegant und fehlerfrei und eine wunderbare Gelegenheit für einen Sammler, eine perfekte Arbeit des bedeutendsten Hizen-Schmieds zu erwerben. Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Bewertung
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste mögliche Qualität)
KKB Saijo-O-Wazamono(höchste mögliche Schärfe)
765
743 a

KATANA 法城寺但馬守橘國正

70cm, sori 1,4cm, kasane 7,0mm, motohaba 2,9cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, gunome hamon mit nie und ashi, ko- itame hada mit viel ji-nie, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HOJOJI TAJIMA NO KAMI TACHIBANA KUNIMASA“, MIT Juyo Token Papier der NBTHK, Hojoji-Schule, Musashi-Provinz, ca. 1680. Makellose Klinge in neuwertigen Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung:
Sehr elegante uchigatana-koshirae, Griff mit same, schwarze Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, Reitgerte und Steigbügel, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor, Tsuba mit katakiri-bori Gravur, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, aber in Top- Zustand.

Die Hojoji-Schule wurde in der Nanbokucho-Zeit im 13.Jh. von Kunimitsu in Tajima begründet. Seine Arbeiten waren eine Mischung von Bizen und Soshu-Stil. Er und seine Nachfolger waren vor allem für ihre hervorragenden Nagamaki und Naginata-Klingen bekannt, die später leider allesamt gekürzt und zu Katana und Wakizashi umgearbeitet wurden. In der Muromachi Zeit wurde es ruhig um diese Schule, bis in der Shinto-Zeit der herausragende Schmied Masahiro von Tajima nach Edo zog und dort die Shinto-Hojoji- Schule gründete. Sein Lehrer war der berühmte Schmied Kotetsu und so entsprach der Stil der Schule eher dem der Kotetsu-Schule als dem ursprünglichen Stil von Kunimitsu.

Kunimasa war ebenfalls ein Nachkomme von Kunimitsu, sein Vorname war "Jinnojo". Sein Hauptschaffenszeit lag etwa zwischen 1670 und 1680. Er wurde ebenfalls von Tajima in die Hauptstadt Edo berufen. Er arbeitete ein paar Jahre zeitgleich mit Masahiro, allerdings 20 Jahre länger, da er jünger war. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er zeitweise mit Masahiro arbeitete, bzw. bei ihm studierte und auch sein Stil ist dem von Kotetsu sehr ähnlich. Individuell im Detail zeigt er aber auch deutlich seinen eigenen Stil. Er gilt als herausragender Schmied und als einer der besten Edo-Hojoji Künstler. Die Kunimasa-Schmiede wurden, wie der berühmte Yasutsugu, zu Hofschmieden des Tokugawa-Shogunats berufen und arbeiteten fortan bis zum Ende der Edo-Periode als Schmiede des bakufu(Shogunat). Die vorliegende Klinge hat ein Juyo Token Papier, das ist für eine Shinto-Klinge sehr selten. Die NBTHK stellt dieses Papier für Shinto-Klingen nur aus, wenn der Schmied exzellent ist und sie von der Qualität und vom Erhaltungszustand wirklich perfekt sind.

Bewertung
Hawley 65 Punkte
Toko Taikan 4 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
743
Preis
42.000,00 €
214

DAISHO

KATANA, 67,4cm, shinogi zukuri, sori 1,8cm, motohaba 2.89cm, motokasane 0.57cm, hi und bo-hi, ko-itame hada, gunome midare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: “DEN FUYUHIRO”, gute Politur, sehr attraktive Klinge. Mit NTHK Papier, Wakasa-Provinz, Tensho, um 1573.

Die 1. Generation Fuyuhiro studierte und arbeitete etwav Mitte des 15.Jh. in der Soshu-Provinz. Er zog dann in die Wakasa-Provinz. Mitglieder der Schule arbeiteten auch in anderen Provinzen wie Bingo, Bizen, Hoki und Bitchu. Diese Klinge wird durch das Papier der Wakasa-Provinz und der Tensho-Zeit zugeordnet. Wahrscheinlich wurde sie von FUYUHIRO TOSAEMONJO geschmiedet


WAKIZASHI,
48,5cm, shinogi zukuri, sori 1,2cm, motohaba 2.68cm, motokasane 0.44cm, hi und bo-hi, ko-itame hada, gunome midare hamon, suriage nakago, 4 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: “DEN FUJISHIMA”, gute Politur, sehr attraktive Klinge. Mit NTHK Papier, Kaga-Provinz, Tensho, um 1573.

Gründer der Fujishima-Schule war Fujishima Tomoshige, der Ende der Kamakura-Zeit in Echizen arbeitete. Er zog dann in die Provinz Kaga, wo die Schule bis zum Ende der Edo-Zeit arbeitete. Diese Klinge stammt voraussichtlich von der 7ten Generation Tomoshige.

Koshirae: Exzellente Montierung en suite, dunkelbraunviolette Griffwicklung, sayas glänzender schwarzer Lack teilweise mit same-nuri, Feine Fuchikashira in Shakudo mit Samurai zu Pferd und Gold- und Silberauflagen. Menuki Kraniche in Shakudo, Gold und Silber, Daisho-Tsuba Eisen, rund mit Messingdrahteinlagen in Chrysanthemenform. Komplett mit Sageo, Shirasaya und Tsunagi.

Exzellente Klingen mit bo-hi, sehr gut zusammenpassend!

245
Preis
17.000,00 €
243 b

DAISHO 肥前出羽守藤原行廣

KATANA, 68,18cm, sori 2,1cm, motohaba 3,03cm, sakihaba 2,15cm, kasane 0,74cm, shinogi zukuri, ko -itame hada mit ji-nie und chikei, hamon ist nie deki gunome midare mit sunagashi und kinsuji, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "ICHI", "HIZEN KUNI DEWA NO KAMI FUJIWARA YUKI(HIRO)", (2. Gen.), datiert: "GENROKU YONNEN NIGATSU KICHI(JITSU)" (Ein glücklicher Tag im Februar 1691), mit NBTHK Hozon Papier, sehr gute Politur, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz.

WAKIZASHI, 54,6 cm, sori 1,45cm, motohaba 3,1cm, sakihaba 2,6cm, motokasane 0,73cm, sakikasane 0,60cm, shinogi zukuri, ko -itame hada mit ji-nie und chikei, hamon ist nie deki gunome midare mit sunagashi und kinsuji, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "ICHI", "HIZEN DEWA NO KAMI FUJIWARA YUKIHIRO", (2. Gen.) NBTHK Tokubetsu Hozon Papier, sehr gute Politur, Hizen-Provinz, um 1690.

Koshirae: Sehr elegante buke zukuri Daisho- Montierung, dunkelviolette Seidenwicklung, sayas anthrazit- ishime-Lack, top restauriert, Katana-Tsuba, Eisen, mokko Form mit figürlichen Darstellungen viele Goldeinlagen, Wakizashi-Tsuba Eisen, mokko-Form mit Auflagen von Rüstungsteilen in Gold, shakudo und Silber. Sehr feine Fuchikashira, en suite in shibuichi mit Samurai zu Pferd in Gold, shakudo und Kupfer. Drachen-menuki mit NTHK Papier, Edo-Zeit.

Yukihiro II war der Sohn des hervorragenden Schmieds Dewa no kami Yukihiro I. Sein bürgerlicher Name war "Toma-no-jo" und bis er den Tiel seines Vaters erbte, signierte er mit "Yukinaga". Seine Vater starb relativ früh 1683 im Alter von 66 Jahren und in 1684 erbte Yukihiro II auch den Titel "Dewa no Kami". Geburts- und Sterbedatum sind nicht ganz sicher, aber die neueren Schätzungen sprechen von etwa 1647-1726, d.h. er wurde etwa 80 Jahre alt. Interessant ist, dass er trotz der längeren Lebensspanne sehr viel weniger Schwerter herstellte als sein Vater, sodaß diese sehr viel seltener zu finden sind, als die der ersten Generation. Seine Klingen waren ebenfalls von überragender Qualität und sind denen des Vaters sehr ähnlich. Frühe Klingen des Nidai Yukihiro sind leicht mit denen des Shodai zu verwechseln. Beiden gemeinsam und auch typisch ist der spektakuläre breite und sehr lebhafte gunome-midare hamon, der sehr im Gegensatz steht zum sugu-ha der "klassischen" Hizen-Tadayoshi-Schule.

Bewertung/Literatur:

Bewertung
Hawley 70 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku (besonders hohe Qualität)
KKB: "Wazamono"("scharf")
Literatur
wazamono
243
Preis
22.500,00 €