Asienkunst

Langschwerter

Daisho & Katana

Literaturhinweise

Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede
W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths
Honma & Ishii: Nihonto Meikan
Tokuno: Toko Taikan
Fujishiro: Nihon Toko Jiten
Afu Watson: Nihonto Koza
Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

... und viele mehr finden Sie auch in unserer Bücher Sektion.

Masahiro

KATANA 肥前國河内守藤原正廣

70,01cm, sori 1,4cm, motohaba 3,33cm, motokasane 0,75cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, dekorativer breiter gunome midare hamon mit kinsuji, ubu nakago, 2 mekugi ana, eines verschlossen, signiert:"HIZEN no KUNI KAWACHI no KAMI FUJIWARA MASAHIRO", sehr gute Politur, 2te Gen., Hizen-Provinz, Hizen-Tadayoshi-Schule, um 1670.

Koshirae: Sehr attraktive originale Katana-Montierung, Edo-Zeit. Tsuka mit beiger Seidenwicklung, feine fuchigashira in Eisen mit Wolkendekor aus Gold, menuki Schädel und Knochen aus Gold und shakudo, Tsuba aus Eisen, abgerundete Mokko-Form, Auflagen Schädel und Knochen aus Silber. Saya grünlicher aogai-Lack(Abalone) mit kojiri aus Eisen und goldenen Kirschblüten.

Hizen Masahiro II, geboren 1627 als Hashimoto Yashichiro, war der Sohn des Masahiro I, eines bedeutenden Schmieds der Tadayoshi Schule und Sohn von Tadayoshi, der exklusiv für den Daimyo von Nabeshima, Katsushige, arbeitete und, wie man sagt, nach dem Tod von Tadayoshi, seinen Sohn Tadahiro unterrichtete. Masahiro II bekam verschiedene Ehrentitel, wie Musashi no Daijo(1660), Musashi no Kami(1661), Kawachi no Kami(1665). Er arbeitete bis zum Tod seines Vaters 1665 unter dem Schmiede-Namen Masanaga, dann erst erbte er den Namen Masahiro. Er starb 1699 im Alter von 73. Masahiro I und II sind beide bedeutende Schmiede der Hizen-Tadayoshi-Schule und hoch bewertet.


Differenzbesteuert §25a UStG



Bewertung
Hawley 50 P.
Toko Taikan 5Mio. Yen
Fujishiro Jo Saku (sehr hohe Qualität)
825
Preis
24.000,00 €
DSCN5988

KATANA 無銘 (末関)

62cm, sori 1,2cm, motohaba 2,83cm, motokasane 0,77cm, shinogi zukuri, itame hada, gunome midare hamon, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, alte, aber befriedigende Politur, "Sue Seki", Mino-Provinz, Mino-Seki-Schule, Muromachi-Zeit, um 1550.

Koshirae: Katana-Montierung, Edo-Zeit. Feine fuchigashira in Shakudo-nanako mit Auflagen aus Gold Silber und Kupfer, runde Kaga Yoshiro-mon-Tsuba aus Eisen, Tsuka mit schwarzer Lederwicklung und Drachen-menuki in shakudo, Saya strukturierter roter Lack mit schwarzer Melierung.

Die Mino Tradition entstammte ursprünglich der Yamato Shizu Tradition. Sie wurde von Shizu Saburo Kaneuji begründet, einem der 10 berühmten Schülern des Masamune. Kaneuji kam von der Yamato Tradition und ging während der Nambokucho- Periode nach Mino, wo er die gleichnamige Schmiedetradition begründete. Mino-Klingen galten immer als stabile und scharfe Schwerter. Die Schmiede der Mino-Schule arbeiteten vom 14. bis zum 19.Jh. Sie waren bis zur Meiji-Zeit aktiv. Die Stadt Seki in Mino(heute Gifu Präfektur), war von alters her ein Zentrum der Schmiedekunst und ist es noch heute.

Sue-Seki Klingen sind Mino-Klingen, die in der späten Muromachi-Periode hergestellt wurden. Diese Zeit war der Höhepunkt der Mino Schwertherstellung. In Mino arbeiteten im 15./16. Jhdt etwa 1000 Schwertschmiede, um den Bedarf während der kriegerischen Sengoku-Periode zu decken. Deshalb wurden Mino-Klingen eher nach praktischen Gesichtspunkten gefertigt, als nach ästhetischen. Spitzenschmiede dieser Zeit waren Kanemoto und Kanesada.

Differenzbesteuert §25a UStG

821
Preis
3.800,00 €
DSCN6167

KATANA 常陸守藤原壽命

76,4cm, sori 1,10cm, Breite am hamachi 3,1cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, breiter suguha-notare hamon, itame hada, sehr gute Politur, 1 mekugi ana, ubu, signiert: "HITACHI no KAMI FUJIWARA JUMYO", mit Shibata Papier , Mino-Provinz, um 1680, ungewöhnlich lange, ungekürzte und fehlerlose Klinge.

Koshirae: Außergewöhnlich gut erhaltene Original Handachi-Montierung, Beschläge zusammenpassend in shakudo mit Goldrand, große,6-eckige Eisentsuba mit Goldeinlagen im Higo-Stil, Griff mit schwarzer Wicklung, menuki Drachen, Lacksaya im oberen Drittel rot, mit Rillen, sonst grün lackiert.

Dieser Jumyo arbeitete in Shimizu, Mino-Provinz.
Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa un 1680 entstanden sein.
Der Name Jumyo bedeutet wörtlich "Langes Leben" und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung
Hawley 15 P.
Toko Taikan 1,8 Mio. Yen
820
17232 2

KATANA (葵紋) 康繼以南蛮鉄於武州江戸作之

KATANA, 71,2cm, sori 1,1cm, motohaba 2,95cm, motokasane 0,74cm, shinogi zukuri, itame hada, ji-nie und chikei. suguha hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: “(AOI MON) YASUTSUGU MOTTE NAMBAN TETSU OITE BUSHU EDO SAKU KORE", (3. Gen.), mit Juyo Token Papier der NBTHK, sehr gute Politur, sehr elegante Klinge. Musashi Provinz, Kanbun(1661-1673).

Koshirae: Elegante Katana-Montierung mit zusammenpassenden fuchigashira in shakudo mit feinen Aulagen von Blumen in Silber, Kupfer und Gold, Griff mit weißer same und blau-grüne Wicklung, schwarze roiro-Lack-saya, runde sukashi-Tsuba in Eisen, menuki Hirsebüschel in shakudo und Gold. Alles Edo-Zeit.

Die Geschichte der Yasutsugu-Linie beginnt mit der Geburt der ersten Generation, Ichizaemon, vermutlich um die Mitte des 16. Jahhunderts. Sein Geburtsort war Shimosaka in Shiga-gun in der Provinz Omi. Omi liegt neben Mino. Yasutsugu wurde in eine Schwertmacherfamilie hineingeboren, an deren Spitze sein Vater Hironaga stand, der angeblich der letzte Nachkomme von Yamato no Kuni Senjuin war. Obwohl sein Vater aus Omi stammte, wurde er in der Mino-Tradition ausgebildet.

Yasutsugus frühe Ausbildung erfolgte im Senjuin-Stil von Yamato sowie in der Mino-Tradition. Seine erste Signatur war Echizen Ju Shimosaka (越前住下坂). Später begann er mit der Sôshû-Tradition zu experimentieren und wurde mit allen drei Traditionen vertraut. Während Bunroku (1592-1596) erhielt er den Titel Higo Daijô (肥後大掾). Ungefähr zu dieser Zeit oder um den Beginn der Keicho-Ära (1596) zog er in die Provinz Echizen und ließ sich in Fukui nieder.

Yasutsugu war einer der Schwertschmiede, die von der Schirmherrschaft und den Schutz der örtlichen Feudalherren profitierte. Er wurde von Matsudaira Hideyasu, dem dritten Sohn von Tokugawa Ieyasu, bemerkt und unterstützt. Hideyasu war der Daimyo der Provinz Echizen und war als solcher sehr hilfreich für Yasutsugu. Dieser wurde so mit Tokugawa Ieyasu und Tokugawa Hidetada bekannt gemacht.

Ungefähr im 11. oder 12. Jahr, Keicho (1606–1607), erreichte Yasutsugus Bekanntheit den Punkt, dass er nach Edo (Tokyo) berufen wurde, um seine Schmiedefähigkeiten Tokugawa Ieyasu zu demonstrieren. Ungefähr zu dieser Zeit erhielt er das Privileg, das Schriftzeichen „Yasu“ (康) aus Tokugawa Ieyasus (徳川家康) für seinen Namen zu verwenden. Daher änderte er von diesem Zeitpunkt an seinen Namen in Yasutsugu (康継). Gleichzeitig erhielt er das zusätzliche Privileg, das Stockrosenwappen (Aoi mon) auf seine Klingen zu gravieren. Diese Privilegien wurden Yasutsugu und seinen Nachkommen auf Dauer gewährt. So wurden die Schwertschmiede der Yasutsugu-Familie zu Hofschmieden der Tokugawa-Familie.

Yasutsugu war auch einer der ersten Befürworter der Verwendung von Nanban Tetsu (ausländischem Stahl) in seinen Schwertern. Daher tragen seine und die Klingen seiner Nachfolger häufig eine entsprechende Inschrift, die besonders begehrt war.

Die Yasutsugu der ersten und der dritten Generation beherrschten auch die Kunst des Saiha , das erneute Härten von Klingen, die durch ein Feuer ihre gehärtete Schneide verloren hatten. Da dies das Ende des Sengoku Jidai (des Kriegszeitalters) war, fanden immer noch Schlachten statt und viele wichtige Klingen wurden beschädigt. Dies traf insbesondere nach den Sommer- und Winterfeldzügen auf der Burg Osaka im Jahr 1615 zu. Viele der berühmten Meibutsu-cho im Besitz der Familie Toyotomi wurden beim Brand der Burg Osaka beschädigt und von Yasutsugu neu gehärtet.

Yasutsugu I starb im siebten Jahr von Genna (1621), wahrscheinlich in seinen 70ern.

Nach dem Tod der ersten Generation Yasutsugu übernahm sein Sohn Ichinojô die Familienrolle. Seine ursprüngliche Unterschrift war Yoshisuye und wurde 1623, dem neunten Jahr von Genwa, offiziell in Yasutsugu (康継) geändert. Zu dieser Zeit erhielt er den offiziellen Befehl des Shogunats, dauerhaft nach Edo zu ziehen. Nidai Yasutsugu fertigte Schwerter im gleichen Stil wie die erste Generation. Einige sagen, dass seine Fähigkeiten denen seines Vaters fast ebenbürtig waren.
Der Nidai stellte bis 1645 Schwerter her und starb am 15. Februar 1646. Sein Tod verursachte einen Streit in der Familie.

Zum Zeitpunkt des Todes des Yasutsugu II war sein Sohn, zunächst Umanosuke und später Ichinojô genannt, noch zu jung, um die Nachfolge anzutreten. Trotz dieser Tatsache wurde er bei der Nachfolge von den Studenten des Nidai und dem Waffenbüro des Shoguns unterstützt. Seiner Nachfolge widersetzte sich der jüngere Bruder des Nidai, der der dritte Sohn des Yasutsugu I war. Sein Name war Shirôuemon und später Ichiuemon. Er lebte und arbeitete in Echizen.

Der Streit wurde auf höchst ungewöhnliche Weise gelöst. Es wurde beschlossen, dass es zwei Sandai Yasutsugu III geben würde. Als Umanosuke volljährig wurde, übernahm er Werkstatt und Namen seines Vaters und wurde die dritte Generation von Yasutsugu, die dauerhaft in Edo arbeitete, während Shirouemon in Echizen blieb und die dritte Generation von Echizen wurde. Von diesem Zeitpunkt an geschahen zwei Dinge. Zunächst wurde die Praxis des abwechselnden Umzugs Edo/Echizen abgeschafft. Zweitens wurde die Yasutsugu-Linie der Schwertschmiede in zwei verschiedene Zweige gespalten, den Edo-Zweig und den Echizen-Zweig.

Unsere Klinge wurde vom Edo Sandai (Yasutsugu III) der Edo-Linie geschmiedet. Auch er war Hofschmied der Tokugawa-Familie und des amtierenden Shogun. Obwohl seine Arbeit der der ersten beiden Generationen ähnelt, kann sein Jitetsu zu einem sehr feinen Mokume tendieren. Obwohl allgemein davon ausgegangen wird, dass seine Arbeit den ersten beiden Generationen etwas unterlegen ist, werden einige seiner feineren Schwerter von manchen als qualitativ den früheren Generationen sehr ähnlich angesehen. Wie sein Großvater, Yasutsugu I, war er geschickt im Saiha (Neuhärten) und härtete viele feine Klingen neu, die durch Brände ihren Hamon verloren hatten .

Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung
Toko Taikan 8 Mio Yen
Hawley 35 P.
Fujishiro Jo- Saku (sehr hohe Qualität)
817
Sukesada 1

KATANA 備州長船祐定作

KATANA, 68,5cm, sori 2,7cm, motohaba 3,26cm, motokasane 0,60cm, shinogi zukuri, chu kissaki, koshi zori, bo-hi auf beiden Seiten, itame und mokume hada mit leichtem utsuri, suguha hamon mit notare und gunome- midare, ubu nakago, 2 mekugi ana, signiert: “BISHU OSAFUNE SUKESADA SAKU“. Datiert; “EIROKU KYU NEN HACHI GATSU HI”(ein Tag im August 1566), mit Hozon Papier der NBTHK, sehr gute Politur, sehr attraktive typische Bizen-Klinge. Bizen-Sukesada-Schule.

Koshirae: Außergewöhnlich schöne Handachi-Montierung mit zusammenpassenden Beschlägen in shakudo-nanako und Gold mit Familienwappen, Griff mit weißer same und beiger Wicklung, ishime-Lack-saya mit aogai-Lack, gravierte shakudo-Tsuba in aoi-Form mit vergoldetem Rand, menuki mit ka-mon passend shakudo und Gold. Alles Edo-Zeit.

Diese Klinge trägt die klassische Signatur der berühmtesten Schmiedemanufaktur in Japan. In der Region des Städchens Osafune in der Bizen Provinz arbeiteten seit dem Ende der Heian-Periode über etwa 8 Jahrhunderte zahlreiche Schmiede mit dem Namen Sukesada. Die Nähe des Flusses Yoshii, Wälder für Brennholz und die nahen Berge, wo sie Eisenerz fanden, boten ideale Bedingungen für das Schwertschmieden. Sukesada Klingen sind aufgrund der langen Produktionszeit, insbesondere während der Muromachi-Ära nur schwer einem bestimmten Sukesada-Schmied zuzuordnen. Die Klinge ist in sehr gutem Zustand ohne Fehler. Stil und Datierung legen nahe dass es sich um eine Arbeit von Yozosaemon Sukesada II handelt. Er war der Sohn von Yosozaemon Sukesada 1. Gen., dem besten aller Sukesada Schmiede.

Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung
Hawley 40 P.
Fujishiro jo jo saku(außergewöhnlich hohe Qualität)
KKB ryo wazamono (besonders scharf)
814
Preis
15.300,00 €
1

KATANA 無銘 (壽命)

73,8cm, sori 1,28cm, Breite am hamachi 3,4cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome hamon mit togariba, itame hada, gute Politur, 1 mekugi ana, ubu, unsigniert, zugeschrieben an: "SHINTO JUMYO", durch Hozon Papier der NBTHK, Mino-Provinz, um 1680, lange, massive, ungekürzte Klinge.

Koshirae: Neue buke-zukuri-Montierung mit antiken Beschlägen, fuchigashira zusammenpassend in Eisen mit Drachengravur, Tetsugendo Schule, signiert Seiryuken Moritoshi Eiju und goldenes Kao, sukashi Eisentsuba , Griff mit schwarzer Wicklung, menuki Drachen, rote Lacksaya.

Jumyo wurde auch Hikogoro Jumyo genannt(Hikogoro war sein Jungenname). Sein bürgerlicher Name war Kondo Sozaemon. Er arbeitete in der Mino-Provinz und in Owari. 1683 erhielt er die Hokkyo Priesterwürde. Er starb 1703 im Alter von 84 Jahren.
Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa un 1680 entstanden sein.
Der Name Jumyo bedeutet wörtlich "Langes Leben" und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung
Hawley 15P.
Literatur
Toko Taikan
813
Preis
6.500,00 €
753 a

KATANA 義清

64,5cm, sori 1,6cm, motohaba 3,0cm, motokasane 0,7cm, shinogi zukuri, o- kissaki, gunome-midare hamon, itame hada, gute Politur, eine kleine Scharte und Kratzer, ubu nakago, 2 mekugi ana, signiert: "YOSHIKIYO", Satsuma-Provinz, um 1750.

Koshirae: originale efu-no-tachi Hof-Montierung, alle Beschläge komplett, alle aus Messing, graviert mit kiri-Blättern, passendes shitogi-Tsuba aus Messing, Griff mit same belegt, menuki Drachen. Lacksaya mit goldenen kiri und aoi kamon , alles Edo-Zeit, gut erhalten. Diese Art der Montierung mit dem typischen shitogi-tsuba kam in der Heian-Periode(794-1185) auf und entwickelte sich aus den Tachi, wie sie von den kaiserlichen Palastgarden (efu) getragen wurden. Seitdem gehörte das Tragen einer solchen Montierung zur Etikette am Kaiserhof. Selbst bei kurzen Besuchen wurde darauf Wert gelegt. Dies stellte für weniger betuchte Besucher ein Problem dar, da diese Montierungen nicht billig waren. Die meisten heute existierenden efu no tachi stammen aus dem 18. und 19Jh. Diese Klinge und die Koshirae sind etwa zeitgleich entstanden. Von den Koshirae aus der Heian Zeit sind nur einige wenige Exemplare in Museen oder Privatbesitz erhalten geblieben.

Das Schwert stammt aus einer deutschen Sammlung und hat kein japanisches Papier. Es ist jedoch ziemlich eindeutig dem Schmied "YOSHIKIYO" zuzuordnen und wurde etwa Ende der Shinto-Zeit geschmiedet. YOSHIKIYO arbeitete etwa von Kanpo bis Meiwa(1741-1772). Er wurde 1708 als 2ter Sohn von Nakamura Kiyofusa geboren und mit 16 Jahren von Ippei Yasuyo adoptiert. Er arbeitete im Stil seines Adoptivvaters und signierte zu Anfang mit YOSHIKIYO, später auch mit YASUARI und mit YASUHARU. Sein Geburtsname war "Tamaki Ichibei". Er verstarb 1777.


Differenzbesteuert §25a UStG

812
Preis
7.900,00 €
766 a

TACHI 延寿

70,9cm, sori 2,4cm, kasane 0,66cm, motohaba 3,07cm, sakihaba 2,03cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, hamon chu-suguha in ko-nie-deki mit ashi, sunagashi und kinsuji. Ko- itame hada und mokume, ji-nie mit chikei, deutliches utsuri, sehr gute Politur, 1 mekugi ana, o-suriage, unsigniert, zugeschrieben an: „KO-ENJU“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Ko-Enju-Schule, späte Kamakura-Zeit, ca. 1275-1303. Fehlerfreie Klinge von eleganter Form.


Montierung:
Shirasaya.

Gründer der Enju-Schule war der Schmied Enju Hiromura. Er kam aus Yamato und arbeitete und studierte dort zunächst unter Norihiro in der Tradition der Shikkake-Schule. Um 1250 ging er nach Kyoto und arbeitete bei dem berühmten Rai Kuniyuki. Sein Sohn Enju Taro Kunimura heiratete sogar eine Tochter von Rai Kuniyuki. Kunimura zog später in die Higo Provinz und arbeitete in der Gegend von Kikuchi, wo die Enju-Schule noch bis in Muromachi Periode hinein tätig war. Man teilt die Enju-Klingen in 3 Perioden: Ko-Enju(späte Kamakura-Zeit), Chu-Enju(Nambokuchyo-Zeit) und Sue-Enju(Muromachi-Zeit)

Die vorliegende Klinge wird als sehr frühe Enju Arbeit(Ko-Enju) eingeordnet. Auch die Yamato Provenienz läßt sich nicht verleugnen. Die meisten Elemente stammen natürlich von der Yamashiro-Rai-Schule. Obwohl Hiromura und Kunimura bei Rai Kuniyuki studierten, erinnert diese Klinge noch mehr an die Arbeiten seines Sohnes, Rai Kunitoshi. Das würde zeitlich auch passen. Top-Arbeiten der Ko-Enju-Schule sind von Wert und Qualität durchaus den Arbeiten der Rai-Schule gleichzusetzen und nicht wenige haben in Japan den Tokubetsu-Juyo-Status erhalten.


Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 10 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku (höchste erreichbare Qualität)
766
765 a

KATANA 肥前國住人忠吉作

Nagasa 69,0cm, sori 1,6cm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,17cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, sugu boshi mit ko-maru kaeri, suguha-hamon in nie-deki und vielen ashi, gemischt mit etwas ko-gunome-midare. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute Politur von Mishina-sensei, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HIZEN no KUNI JUNIN TADAYOSHI SAKU",(1.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt etwa im 7.Jahr Genna(1621). Elegante fehlerfreie Klinge.
Montierung:
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe-Sensei von 2007. Er bescheinigt, dass es sich um eine Klinge von eindrucksvoller Erscheinung handelt, mit unbearbeiteter nakago. Außerdem ist sie ein "utsushimono"(Nachempfindung) einer Naoe Shizu- Klinge der Nambokuchyo Zeit. Dieser Stil ist typisch für Tadayoshis Arbeiten aus dieser Zeit und eine der Traditionen, die ihn sein großer Lehrmeister Umetada Myoju gelehrt hatte.

HIZEN TADAYOSHI, 1te Generation und noch vor seinem Sohn Tadahiro und seinem Enkel Tadayoshi III der berühmteste Hizen Schmied, wurde 1572 in Saga, Hizen, geboren und begann sein Studium des Schwertschmiedens noch zum Ende der Koto-Zeit. Sein Großvater und sein Arbeitgeber starben früh im Kampf, sein Vater starb im Krankenbett. So blieb Hashimoto Shinzaemon, so sein damaliger Erbfolgename, als Waise zurück. Da er erst 13 war, konnte er die Erbfolge nicht antreten und lernte bei Verwandten in Nagase das Schmiedehandwerk. 1596, Shinzaemon war 25, wurde Nabeshima Naoshige, Daimyo von Hizen, auf das junge Talent aufmersam und schickte ihn als Schüler zu dem damals berühmten Schmiedemeister Umetada Myoju nach Kyoto. Die Nabeshima-Famile plante schon geraume Zeit, unter ihrer Leitung ein großes Schmiedezentrum in Saga zu etablieren, in dem nur Klingen von höchster Qualität produziert werden sollten. Dieses Vorhaben war, wie man weiß, mehr als erfolgreich. Die hochwertigen Hizen-Klingen wurden der größte Exportschlager der Provinz und die Nabeshima besaßen das Monopol. Nach 3 Jahren kehrte Shinzaemon nach Nagase zurück und bekam von Umetada Myoju die Erlaubnis, das "tada" aus seinem Namen für seinen neuen Schmiedenamen "Tadayoshi" zu verwenden. Wenig später ordnete Nabeshima Katsushige an, die Schmiede in die Haupstadt zu verlegen und ein großes Schmiedezentrum unter der Leitung von Tadayoshi an der Burg von Saga zu errichten. Tadayoshi beherrschte die meisten der alten Schmiedestile, aber vorwiegend fertigte er utsushimono-Klingen in der Naoe-Shizu- oder der Rai-Tradition. Später im Leben änderte Tadayoshi noch einmal seinen Namen in "Tadahiro". Diesen Namen übernahm später sein Sohn, der deshalb als Tadahiro II bezeichnet wird.(Siehe auch unsere Nr. 764). Er starb 1632, im Alter von 61 Jahren. Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Sie ist elegant und fehlerfrei und eine wunderbare Gelegenheit für einen Sammler, eine perfekte Arbeit des bedeutendsten Hizen-Schmieds zu erwerben. Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Bewertung
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste mögliche Qualität)
KKB Saijo-O-Wazamono(höchste mögliche Schärfe)
765