YARI 無銘
SU-YARI, nagasa 12,1cm, Breite 2,4cm, nakago 27cm, sei-sankaku mit bo hi auf der flachen Seite. Hada nicht sichtbar, choji-midare hamon, komaru boshi, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, alte Politur, Japan, um 1650.
Koshirae: Originalschaft aus Holz, im vorderen Bereich lackiert, mit Resten von Blattgold, keine saya. Gesamtlänge mit Klinge ca. 220cm.
Der Yari eine beliebte Waffe, die von Samurai-Kriegern und Hilfstruppen im feudalen Japan verwendet wurde. Er verfügte über einen langen Holzgriff mit einer metallenen Klingenspitze. Der speerartige Yari war die längste der japanische Waffen und er erlaubte dem Kämpfer in der Schlacht einen größeren Abstand zu seinem Gegnern zu halten. Insbesondere gegen Reiter hatten die Fußtruppen(Ashigaru) mit dem Yari eine wirkungsvolle Abwehrwaffe zur Verfügung. Der Yari bestand aus der Spitze, einem massiven Holzschaft mit Wicklungen und einem eisernen Abschluss(Hirumaki), der in den Boden gerammt werden konnte. Er war wirkungsvoll, aber preiswert herzustellen und gehörte zur Standardausstattung der Armeen. Die Klinge war ähnlich sorgfältig geschmiedet wie ein Schwert, aber massiver und mit meist 3-eckigen Querschnitt, was die Stabilität enorm erhöhte. Der Umgang mit dem Yari erforderte eine spezielle Kampftechnik, das "So-jutsu". Diese Technik wird heute noch gelehrt!
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