KODACHI 信國
57,7cm, sori 1,8cm, kasane 6,2mm, motohaba 2,85cm, sakihaba 1,98cm, shinogi zukuri mit horimono: su-ken mit vajra auf einer, bo-hi auf der anderen Seite. Chu- kissaki, boshi midarekomi, gunome hamon in ko-nie deki mit ko-midare, ko-itame - masame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, signiert: „NOBUKUNI“, mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, Yamashiro-Nobukuni-Schule, Yamashiro-Provinz, Oei-Zeit, 5.Gen., (tätig um 1401-1441). Im Shirasaya.
Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, schwarze Lacksaya mit Seiden- sageo. Schöne Lackmalerei in Gold- und Silber-makie, Griff mit same und grünlicher Seidenwicklung, neue menuki, Karpfen in Wellen in Silber, Tsuba, fuchigashira und kojiri en suite mit Wellenmotiv im Omori-Stil in Silber, Tsuba signiert: "Shiratama Do Juzui", alles top restauriert, wahrscheinlich Ende Edo oder Meiji-Zeit(außer menuki).
Die erste Gen. Nobukuni, der Gründer der Schule, war ein Sohn von Ryokai Hisanobu, kam also von der Ryokai-Schule und arbeitete vorwiegend im Soshu-Stil, etwa während der frühen bis mittleren Nanbokucho-Zeit. Die 2te Gen. war um 1350 tätig, die 3. Gen. von der späten Nanbokucho bis zur frühen Oei-Zeit um etwa 1390 bis 1420. Die 4.Gen., mit vollem Namen "Minamoto Saemon no jo Nobukuni", sowie die 5. Gen. arbeiteten während der frühen Oei-Zeit etwa von 1400 bis 1440. Diese Klinge wird der 5. Gen. "Shikibu no Jo Nobukuni" zugeordnet. Er war der jüngere Bruder der 4. Gen.. Typisches Merkmal ist der spezielle Gunome Hamon, bei dem 2 Gunome Spitzen so aneinander liegen, dass ein pfeilnockenartiges Muster entsteht. Außerdem war er ein guter horimono-Graveur und führte diese Arbeiten selbst aus.
Die vorliegende Klinge ist ein sogenanntes Kodachi. Sie ist der Vorgänger des späteren Wakizashi, das - in kürzerer Ausführung - erst 100 Jahre später üblich wurde. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurde sehr häufig ein Langschwert zum Tachi im Gürtel getragen. Diese Schwerter waren immer zwischen 55 und 65cm lang. An Form(sugata) und Länge ist deutlich zu erkennen, dass diese Klinge für den Gebrauch als Katana geschmiedet wurde. Dieses Schwert ist eine Gelegenheit aus Privatbesitz und ein 100%er Kandidat für ein Juyo Token Papier. Nobukuni ist ein hochbewerteter Schmied und die Klinge ist für ihr Alter in makellosem Erhaltungszustand. Selbst für viel schlechter erhaltene Klingen von Nobukuni werden normalerweise zwischen 30- und 50.000,-US$ verlangt.
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