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Tachi 無銘 (兼氏)

70,6cm, shinogi zukuri, sori 1,1cm, Breite am hamachi 3,1cm, am kissaki 2,48cm, Dicke 0,45cm, o-kissaki, itame hada, hamon notare midare, suriage nakago, 1 mekugi ana, mumei. Zugeschrieben durch JTK Papier an: “KANEUJI”(Schule), elegante, attraktive Klinge, Topzustand, gute Politur, Yamato Schule, Mino Provinz, Nanbokucho-Zeit, um 1370. Wir garantieren mindestens für ein Tokubetsu Hozon Papier!

Koshirae: Buke-zukuri Katana-Montierung. Saya roiro Schwarzlack,  tsuka mit originaler schwarzer Wicklung, alte same mit schöner Körnung. Feine Menuki shakudo und Gold, Mohnkapseln. Fuchi shakudo nanako, Samurai mit Pferd, kashira Horn. Frühes Plattner- Eisentsuba, mokko-Form.

Diese Klinge wurde wahrscheinlich in Mino hergestellt, mit eindeutigen Einflüssen der Yamato-Shizu Tradition. Der Begründer der Yamato Shizu Schule und später der Mino-Schule war Shizu Saburo Kaneuji, einer der 10 brillanten Schüler Masamunes(Masamune Jutetsu). Er kam ursprünglich von der Yamato Tegai Schule und entwickelte während der späten Kamakura-Zeit, etwa ab 1308 seinen eigenen Yamato Stil. Aus dieser Zeit sind praktisch keine signierten Klingen von ihm bekannt, auch die ihm zugeschriebenen sind mumei und stark gekürzt(o-suriage). Er soll um 1319 nach Kamakura gegangen sein und bei Masamune(Goro Nyudo) studiert haben. Dementsprechend arbeitete er danach vorwiegend im Soshu-Stil. Danach soll er sich in dem Dorf Shizu in Mino niedergelassen haben, um dort bis zu seinem Tod(um 1350) zu arbeiten. Andere Quellen besagen, er habe sich erst in Shizu niedergelassen und dann bei Masamune studiert. Die Bezeichnung "Shizu" ist etwas verwirrend und eher als eine Art Beiname von Kaneuji zu verstehen, da auch Klingen vor der Zeit in Kamakura und in Shizu als Shizu-Klingen bezeichnet werden. Er gilt als Urvater des Mino-Den, einer der 5 Japanischen Schwertschmiedetraditionen(Gokaden).

Die vorliegende Klinge ist der Kaneuji Schule zugeschrieben, aber bereits mit Tendenz zur Mino Tradition. Die durchgehend breite Klinge und das o-kissaki sind zwar Nanbukucho Merkmale, aber auch typisch für viele Kaneuji Klingen. Selbst während seiner Zeit bei Masamune soll Kaneuji Klingen mit starker Yamato-Stilistik geschmiedet haben. Zeitlich ist sie bei der 2. oder 3. Gen. Kaneuji- Schule einzuordnen.

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Tachi 無銘 (古 金剛兵衛)

71,6cm, shinogi zukuri, bo-hi, sori 2,3cm, motohaba 3,10 cm, kasane: 6,0mm, itame-masame hada mit ji-nie und utsuri, komaru boshi, suguha hamon mit kinsuji, sunagashi und ashi, suriage nakago, 2 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: "KO KONGOBYOE" durch Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK, befriedigende Politur, Klinge in gutem Zustand, Chikuzen-Provinz, Kamakura-Zeit, im Shirasaya. 

Als Gründer der Kongobyoe-Schule gilt Moritaka, ein Masamune-Schüler. Die Kernzeit seines Wirkens soll zwischen 1260 und 1290 gelegen haben. Die vorliegende Klinge wird von der NBTHK ausdrücklich der frühen(ko-) Kongobyoe-Schule zugeordnet, stammt somit etwa aus dieser Epoche der Kamakura-Periode. Die Klinge hat vom Prüfungsgremium der Japanischen Schwertgesellschaft NBTHK das Zertifikat Tokubetsu Hozon erhalten, wird also als besonders erhaltenswertes Kulturgut eingestuft! Gesamtzustand der Klinge:  befriedigend bis gut. Der Wert kann durch eine neue Politur noch erheblich erhöht werden. 

Koshirae: Hochwertige Katana-Montierung. Saya ishime-Lack mit Eisenbeschlägen im Handachi-Stil, tsuka schwarz gewickelt mit shakudo-menuki, die einen oni(Dämon) zeigen, der aus einer Strohmiete hervorschaut. Fuchi-kashira aus shibuichi, die kashira zeigt einen Elefanten, eine seltene Darstellung. Die tsuba ist sehr hochwertig aus Shakudo mit Goldeinlagen im Higo-Stil. Der untere Scheidenabschluß(kojiri) aus Eisen ist in Form einer Schildkröte gearbeitet. Mitte bis Ende Edo-Zeit, ca 1700.  
Bewertung(von Moritaka): 80 Punkte(Hawley), Jo-Jo-Saku(Fujishiro), 6Mio.Yen(Toko Taikan)

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Katana 兼元

KATANA, 69,1cm, sori: 1,2cm, motohaba: 2,8cm, motokasane: 0,60cm, shinogi zukuri, chu-kissaki, o-itame Hada, sanbonsugi hamon, sehr gute Politur, o suriage nakago mit 4 mekugi ana, saidan mei: "KANEMOTO" und "HOSOI KANAGORO SHOJI DO TOJIRI KORE DESU KANEMOTO" und "NAKAGAWA SAHEITA KIRI NO KORE WO" und "KEI-CHO NI JYU NEN TO GO GATSU NI JYU SHI HI FUTATSU DO", mit NBTHK Hozon Papier, Muromachi- Zeit, hergestellt ca. 1520. Im Shirasaya.

(Übers.:Der Eigentümer, Mitglied der Familie Kanagoro, übergab dieses Schwert von KANEMOTO an Nakagawa Saheita, der den Schnitttest ausführte. Am 25. Mai 1615 wurden 2 Körper mit einem Schlag durchtrennt.) Koshirae: sehr feine Katana-Montierung mit schwarzer Lackscheide, oberes Drittel gerippt, mit Einlagen aus Koralle. Tsuka dunkelblau gewickelt, blaues Seidensageo, Fuchikashira vergoldet mt Wappen(Kamon) der Kanagoro Familie in Shakudo, Tsuba Eisen.
 
Der Name Kanemoto ist untrennbar mit der berühmten Mino-Tradition verbunden, eine der 5 Grundschulen (Gokaden) der Schwertschmiedekunst. Die bekanntesten Schmiede der Muromachi-Zeit sind wohl Kanesada und Kanemoto, die in Seki in der Provinz Mino arbeiteten, seit der Kamakura-Zeit ein Zentrum der Schwertschmiedekunst. Beide waren Zeitgenossen, arbeiteten um 1500 und kannten sich sehr gut. Beide haben das höchste Prädikat für ihre Klingen, nämlich "saijo O-wazamono"(bestmögliche Schärfe), das nur 14 Schwertschmieden überhaupt verliehen wurde. Ebenfalls sind sie im Fujishiro als "saijo O-saku"(höchste Qualität)" gelistet. Kanemoto I gilt als Erfinder des Sanbonsugi Hamon(3-Zedern-Muster), obwohl dieser bei seinen Klingen noch nicht so ausgeprägt erscheint, wie bei den späteren Generationen.

Die Klingen von Kanemoto zählten zu den schärfsten Klingen der japanischen Schwertgeschichte und wurden gerne für die in der Shinto-Zeit aufkommmende Praxis des Tameshigiri verwendet. Hierbei wurde die Schärfe einer Klinge, vorzugsweise an menschlichen Körpern, getestet und durch eine entsprechende Beschriftung auf der Angel bescheinigt. Diese Tests wurden von Experten ausgeführt, die zu Familien-Clans gehörten, welche auf diese Art der Arbeit spezialisiert waren und schließlich sogar zu Beamten des Tokugawa-Shogunats avancierten. Dies waren vor allem die Familien der Yamada und der Yamano. Der Tester der vorliegenden Klinge, Nakagawa Saheita Hidetsune(aktiv: 1596-1624), war der Lehrer des ersten Yamano-Schwerttesters, Yamano Kaemon Nagahisa(aktiv: 1624-1673)Das Ergebnis des Schnitttests, genannt saidan mei, wurde entweder nur eingeschlagen oder auch zusätzlich in Silber oder Gold eingelegt.

Bewertung
Hawley 75 Punkte
Fujishiro Jo-Saku
Toko Taikan 4,5Mio.Yen
Kaiho Kenjaku Saijo O Wazamono
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