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Katana

Langschwerter



Quellen
Literaturhinweise
Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede

W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths

Honma & Ishii: Nihonto Meikan

Tokuno: Toko Taikan

Fujishiro: Nihon Toko Jiten

Afu Watson: Nihonto Koza

Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

....und viele andere, die auch auf unserer Bücherseite gelistet sind.

 
678
678 KATANA 無銘 「若狭守氏善」 € 4.800,-
71,4cm, shinogi zukuri, chu kissaki, sori 0,61cm, motohaba 3,35 cm, kasane: 6,7mm, mokume-masame hada, hakikake boshi, nioideki midare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana,  mumei, zugeschrieben an: "WAKASA NO KAMI UJIYOSHI", durch Hozon Papier der NBTHK, sehr gute Politur, Klinge in sehr gutem Zustand, Owari, Kanbun(1661).Im Shirasaya.

Ujiyoshi, mit bürgerlichem Vornamen "Kyo-Saburo", wurde 1606 in der Stadt Kiyosu in Owari geboren und war der 2. Sohn von Hida no kami Ujifusa, dem jüngeren Bruder von Bizen no kami Ujifusa. 1635 erhielt er den Titel Wakasa no Kami und arbeitete in Seki, Mino Provinz, später für die Samurai der Owari Provinz. Sein Stil entsprach etwa dem seines Vaters. Er starb 1680 im Alter von 74. Bewertung:
Hawley: 25 Punkte





 
707


707 KATANA 無銘 (兼春) 8.700,-€
69cm, sori 1,7cm,  Breite am hamachi 3,01cm, motokasane 0,7cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-midare hamon mit togariba, itame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an:"KANEHARU", durch Hozon Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1450. Im Shirasaya.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchikashira in feinem Shakudo-nanako mit Gold-Applikationen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Fischer im Kahn in shakudo und Gold, runde Eisentsuba mit schön geschnittenem Wellendesign und Dekor in Gold nunome, Higo-Stil, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, Top-Zustand.

KANEHARU, Vorname Shirobei, war der Sohn von KANEYUKI und der Enkel von SHIZU KANEUJI, einer der 10 brillianten Schüler des MASAMUNE und Begründer der Naoe Shizu-Schule. KANEHARU arbeitete etwa von 1459 bis 1472.

Literatur/Bewertung:

Hawley 20pts
Toko Taikan: 2,5Mio.Yen

 
712


712 KATANA 大隅掾藤原正弘 6.800,-€
65,0cm, sori 0,70cm, shinogi zukuri, suguha hamon, itame hada, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "OSUMI JO FUJIWARA MASAHIRO", ura mei: "GENWA SANNEN GO GATSU HI" (Ein Tag im Mai 1617), Horikawa Kunihiro-Schule, Yamashiro-Provinz.

Koshirae: sehr schöne uchigatana-Montierung, Griff mit weißer same und schwarzer Seidenwicklung, hochfeine fuchikashira komplett in shibuichi mit Pferd und Samurai in voller Rüstung, passende menuki. Sehr gute Eisentsuba, Soten-Stil mit den typischen figürlichen Darstellungen und Goldeinlagen, alles restauriert.


 
720



720 KATANA 無銘 (冬廣) 4.200,-€
65,1cm, sori 1,1cm,  Breite am hamachi 2,94cm, am Kissaki 1,94cm, motokasane 0,55cm, shinogi zukuri, chu kissaki,  midarekomi boshi, suguha hamon, itame hada, gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:  "FUYUHIRO", mit Papier der NTKS, Wakasa-Provinz, Edo-Zeit, um 1770.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchigashira in Shakudo nanako, Blüten mit Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Zweig mit Pflaumenblüten in shakudo und Gold, runde Sukashi-Eisentsuba, Wellendesign mit Fischen, schwarze Lacksaya mit Shibuichi-Kojiri, alles Edo-Zeit.

Die Fuyuhiro-Schule in der Wakasa-Provinz wurde um 1450 von Jakushu-ju Fuyuhiro, Sohn von Soshu Hirotsugu begründet. Die Schule war sehr erfolgreich und bestand fort bis zur 15. Gen. um 1860. Er ging später von Soshu nach Obama in der Provinz Wakasa. Diese Klinge ist in etwa der 8.Generation Fuyuhiro zuzuordnen, die um 1760 arbeitete.

Literatur/Bewertung:
Hawley 15pts
 
726


726 KATANA 無銘 (正利) 6.400,-€
65,4cm, sori 1,7cm,  Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1530. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Literatur/Bewertung:

Hawley 20 P.
Fujishiro: Chu-Jo-Saku
Toko Taikan: 3,5 Mio. Yen
KKB: Ryo Wazamono
 
727



727 Tachi 佐渡福浦住人新保義治 於敦代城踊造之 8.500,-€
81,5cm, sori 2,6cm,  Breite am hamachi 3,20cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, hamon suhuha mit gunome und viel nie, mokume hada, neue  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SADO FUKUURA JU NIN SHINPO YOSHIHARU", ura: "OITE UTASHIROJOATO TSUKURU KORE",  geschmiedet vor 1976, Sado, Nigata Präfektur.

Koshirae: Für diese Klinge in Japan maßgefertigte Montierung. Schwarze Seidenwicklung, menuki Regendrachen in Kupfer, weiße Rochenhaut. Schwarze glänzende saya, alle Beschläge massives Silber, zusammenpassend im omori-Stil mit Wellendesign. Ebenso passend eine hochwertige antike Eisentsuba im Omori-Stil mit Goldperlengischt.

Shinpo Yoshiharu:
Geboren 1941, bürgerlicher Name "Shinpo Motoharu", lernte 1957-1961 das Schmiedehandwerk autodidaktisch, Erhalt der Schmiedelizenz 1962, Lehre und Studium bei dem berühmten Schmied Miairi Akihira 1963, änderte seinen Schmiedenamen 1976 in Motohira. Er errang zahlreiche Preise auf verschiedenen Wettbewerben und Ausstellungen. Er gilt als "Enfant Terrible" unter den Schwertschmieden und als schwierig, ist aber eine außergewöhnliche Begabung. Seinen ersten großen Wettbewerb gewann er bereits während seiner Lehrzeit. Er lebt und arbeitet in Ryotsu auf der Insel Sado, Nigata Präfektur.

Dieses Schwert ist im Stil eines Bizen - Tachi der Kamakura-Zeit geschmiedet. Es ist neuwertig und hat eine hervorragende Politur. Hierzu muß man sagen, dass die Anfertigung einer Klinge dieser Länge für die heute arbeitenden Schmiede eine technische Herausforderung darstellt, ganz abgesehen von einem erheblichen Aufpreis. Die meisten fertigen nur Klingen bis max. 75cm an.


 
729



729 TACHI 無銘 (盛景) VERKAUFT!
66cm, sori 2,1cm, kasane 7,8mm, motohaba 3,00cm, sakihaba 2,10cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, bo-hi, o-choji hamon mit gunome und tobiyaki, ko- itame hada mit chikei und utsuri, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an: „MORIKAGE“, durch Juyo Token Papier der NBTHK,  Bizen-Omiya-Schule, Bizen-Provinz, Mitte Nanbokuchyo, ca. 1360. Im Shirasaya.

Montierung:
Elegante uchigatana-koshirae, alte Original-Montierung im handachi-Stil ca. 1740, braune Lacksaya mit Wolkendekor, Griff mit same, Wicklung lackiert, feine menuki in shakudo, Tintenfische, sehr feine komplette handachi-Beschläge, Higo-Stil in Eisen mit Goldeinlagen.

Laut Überlieferung gehen die Ursprünge der Bizen-Ômiya-Schule bis zum Ômiya-Gründer Kunimori zurück. Er war im gleichnamigen Ort Ômiya tätig, der sich im Inokuma-Distrikt der Provinz Yamashiro befand. Der repräsentativste und bekannteste Bizen-Ômiya-Schmied war „Bishû Osafune Morikage“ . Was Osafune Morikage anbelangt, so war seine Arbeitsweise recht breit gefächert. Er härtete z.B. einen notare-cho, eine flamboyante und abwechslungsreichem midare-ba  mit choji  und gunome, einen auf eckigem gunome  basierenden hamon, als auch einen suguha, der an Arbeiten der Aoe-Schule erinnert. Diese Klinge läßt  insgesamt sehr deutlich die charkteristischen Merkmale Osafune Morikages erkennen. Sie ist sehr kräftig und außergewöhnlich gut erhalten.
Bewertung:
Hawley80
Toko Taikan¥ 6.5M 

Fujishiro

KKB

Jo-jo saku

Ryo wazamono

 
730


730 KATANA 無銘 (輝行) 7.700,-€
70,4cm, sori 1,9cm,  Breite am hamachi 3,15cm, motokasane 0,71cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome midare hamon mit etwas suguha und notare, ko- itame hada, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "TAKADA TERUYUKI", durch Papier der NTHK, Bungo-Takada-Schule, Bungo-Provinz,  um 1680.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchikashira in shakudo nanako mit Auflagen von Blumen in Gold, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Chrysanthemen in shakudo, teilweise vergoldet, Sukashi-tsuba, Eisen, rund, teilweise Goldeinlagen, signiert CHOSHU JU MASASADA; grün-golden melierte Lacksaya. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich.  Die Mitglieder der shinto-zeitlichen Schule werden zur Unterscheidung Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten. In der Shinto Zeit gabe es nur wenige herausragende Namen. Einer von ihnen war Teruyuki. Leider ist über seine Herkunft fast nichts bekannt, außer dass er ein sehr guter Schmied war. Ihm wurde der Ehrennamen „Iwami no Kami“ verliehen. Seine Klingen waren speziell für den sehr dichten ko-mokume hada und den attraktiven breiten notare-gunome hamon bekannt

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

Literatur/Bewertung:

Hawley 40 P.
Fujishiro: Chu-Saku
Toko Taikan: 1,7 Mio. Yen
KK: Wazamono (scharf)
 
731


TACHI 豊後高田藤原永行 4.200,-€
63,1cm, shinogi zukuri, futasuji-hi  beidseitig, sori 2,13cm, motohaba  2.64cm, motokasane: 0,63cm, sakihaba 1.85cm, itame hada, schmaler suguha-notare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "FUJIWARA NAGAYUKI", mit Papier der NTHK, gute Politur, Taira-Takada-Schule, Bungo-Provinz, späte Muromachi-Zeit, um 1570.

Koshirae: Originale Itomaki no Tachi-Montierung, tsuka und Teil der saya mit dunkelbrauner Seidenwicklung auf Brokat, rotbraune Lackscheide mit Drachen bemalt, etwas abgegriffen, alle Beschläge en suite aus Messing mit Resten von Versilberung mit Rankengravur, Menuki Drachen, Edo-Zeit, Anfang 19. Jh.

Nagayuki arbeitete etwa um die Tensho Zeit (1573-1592) und war ein repräsentativer und gut bewerteter Schmied der Taira-Takada Schule. Er signierte mit dem o.g. mei oder mit "Hoshu-ju Fujiwara Nagayuki" Die Klinge ist zwar etwas gekürzt, die Signatur aber vollständig erhalten.

Die Taira-Takada Schule gehört zu den größten Schmiedeschulen Japans. Die späteren Takada-Schmiede der Shinto-Zeit werden auch Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden. Die vorliegende Klinge wurde während der kriegerischen Sengoku-Ära sicher viel eingesetzt und oft poliert. Trotz kleiner kosmetischer Fehler, die weder Stabilität noch Funktion beeinträchtigen, ist die Klinge noch schön und sehr scharf.

Zur Klinge passend wurde gegen Ende Edo/Anfang Meiji stilgerecht die Itomaki-No-Tachi- Montierung gefertigt, wie sie auch in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Sie war die traditionelle Montierung für eine Klinge, wenn sie zur Rüstung getragen wurde. Die Verlängerung der Wicklung(itomaki) auf die saya sollte das Klappern der Scheide auf der Rüstung und damit auch eine Beschädigung des Lacks verhindern. Eine schöne Ergänung zu einer vorhandenen Rüstung, will man sie originalgetreu komplettieren.

Literatur/Bewertung:

Hawley 15 P.
Toko Taikan: 2,5 Mio. Yen
KKB: Wazamono (scharf)
 
736

736 KATANA 備中守橘(康廣) 6.700,-€
68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:
Original-Offiziers-Shingunto-Montierung aus dem 2. Weltkrieg, komplett mit Lederüberzug und in Top Zustand.

Außerdem alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.

Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

Die vorliegende Klinge war offensichtlich das Erbstück einer Samuraifamilie. Ehemalige Samurai aus Adelsfamilien dienten in den japanischen Streitkräften des 19. und 20. Jhds. als Offiziere und führten die ererbten Familienklingen in den vorgeschriebenen Ordonnanzmontierungen. Die Nakago dieser Klinge zeigt die typischen Spuren der mehrfachen Ummontierung. Vom 17. Jh bis 1945 hat dieses Schwert in vielen Einsätzen seinen jeweiligen Eigentümern gedient und sicher eine bewegte Geschichte hinter sich.


Literatur/Bewertung:
 Hawley 80 P.
 Fujishiro: Chu-Jo-Saku. Toko Taikan: 3 Mio. Yen. KK: Wazamono (scharf) 
 
737

737 KATANA 無銘 (壽命) 6.700,-€
63,6cm, sori 1,5cm,  Breite am hamachi 2,97cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, itame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "SHINTO JUMYO", durch Hozon Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1670. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in Eisen mit Goldeinlagen in kinzogan, Higo-Stil, schöne, guterhaltene runde Sukashi Eisentsuba, Griff mit brauner Lederwicklung, menuki Drachen mit Vajra und Ken in Eisen mit Gold, schwarze roiro Lacksaya mit feinem Rippendekor,  alles Edo-Zeit.

Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa in der Kanbun-Zeit(1661-1673) entstanden sein.

Der Name Jumyo bedeutet wörtlich Langes Leben und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.
 
738
738 KATANA 無銘 (兼房) VERKAUFT!
69,3cm, sori 1,9cm,  Breite am hamachi 2,91cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-choji hamon(kenbo midare), itame hada mit chikei, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "KANEFUSA", durch Tokubetsu Kicho Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1550, Zenjo-Schule. Im Shirasaya mit sayagaki.

Koshirae: Sehr schöne buke-zukuri-Montierung mit Tokubetsu-Kicho-Papier der NBTHK, alles zusammenpassend mit Libellen-Motiv, fuchigashira in shakudo-nanako mit Libelle in Kupfer, signiert "Nyochiku+Kao", , schöne, guterhaltene runde Sukashi Eisentsuba mit stilisierten Libellen und aufgelegten Bambusblättern, Griff mit schwarzer Originalwicklung, menuki Libellen in shakudo und Gold, braune Lacksaya mit eingelegten Libellen in aogai-Lack, alles Edo-Zeit.

Während der Muromachi-Zeit und insbesondere der sehr turbulenrten Sengoku-Periode, spielten mehrere Generationen von Schwertschmieden in der Mino-Provinz eine bedeutende Rolle bei der Herstellung von hervorragenden Klingen. Als 1. Generation gilt "Seizaemon" Kanefusa, ein Priester, der um 1460 tätig war. Die beiden letzten Generationen der Koto-Periode, also die 4. und 5. Generation, waren für ihren typischen Hamon bekannt, den "Kenbo Midare Ha". Unsere Klinge ist der 4. Gen. zuzuordnen. "Wakasa no Kami Kanefusa" war der 3. Sohn von Iwami no kami Kanefusa(III) geboren. Sein Geschick erregte bald die Aufmerksamkeit des berühmtesten Feldherren seiner Zeit, Oda Nobunage. Er arbeitete dann nur noch exklusiv für die Oda Familie.

Literatur und Bewertung: Hawley: 15P. Toko Taikan: 3,5 Mio Yen KKB: Wazamono
 
739


739 KATANA 丹後守藤原兼道 菊紋一 19.500,-€
70,0cm, sori 1,1cm,  Breite am hamachi 3,4cm, motokasane 0,72cm, shinogi zukuri, chu kissaki, o-gunome choji hamon, hada ko-itame mit ko-nie und chikei, sehr gute  Politur von Kenji Mishina, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "TANGO NO KAMI FUJIWARA KANEMICHI", ura: "KIKU ICHI", mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Mishina-Schule, Settsu-Provinz, Shinto, um 1650. Im Shirasaya.

Koshirae: buke-zukuri-Montierung, fuchigashira in Shibuichi mit Auflagen von Gräsern in Gold, Griff mit hellbrauner Seidenwicklung, menuki Drachen in Gold, sukashi-tsuba, Eisen, rund mit mit kleinen Goldperlen, alles Edo-Zeit, schwarze Lacksaya.

Kanemichi war der 3. Sohn des berühmten Schmieds "Kyo" Tamba no Kami Yoshimichi, der auch sein Lehrer war. Er wurde 1602 geboren, sein bürgerlicher Name war Mishina Yoshibei. Zu Anfang seiner Laufbahn signierte er mit "Yoshimichi", später dann mit "Naomichi". 1625 erhielt er den Ehrentitel "Tango no Kami". Später zog er von Kyoto nach Osaka in der Provinz Settsu und arbeitete dort. Er starb 1672 im Alter von 70 Jahren. Er härtete seine Klingen entweder in dem Mishina-typischen sudare-ba oder, wie bei dieser Klinge, in einem auffälligen gunome-choji Hamon. Die Signatur ist auch sehr typisch mit Chrysantheme(Kiku) und Ichi auf der Ura-Seite der Angel. Tango no Kami Kanemichi gilt als der beste der Mishina Schmiede in Osaka. Die Klinge ist fehlerfrei und in perfektem Ehaltungszustand. Sie würde ohne jeden Zweifel ein Juyo-Token Papier erhalten.

Literatur/Bewertung:

Hawley 60 P.
Fujishiro: Jo-Saku
Toko Taikan: 3 Mio. Yen
KKB: Ryo Wazamono(sehr scharf)
 

Daisho

236



DAISHO 14.900,-€
KATANA, 70,8cm, sori 1,4cm, motohaba 28,8mm, motokasane 6,7mm, sakihaba 24mm, sakikasane 5,5mm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, itame hada, choji midare hamon,  neue Politur, signiert  “SOSHU JU TACHIBANA ENRYUSHI FUJIWARA KUNIHIDE TSUKURU” ,  mit NTHK Papier. Schöne Shinshinto Klinge im Shirasaya, Kozuke, Sagami-Schule, um Ansei(1854-1860).

Kunihide war ein Schüler des bekannten Schmieds Nakayama ikkansei Yoshihiro. Sein bürgerlicher name war Tachibana Hayato. Er arbeitete ab etwa 1830 für den Annaka-Clan in Kozuke, später, zwischen 1850 und 1860 arbeitete er in Kamakura. Aus dieser Zeit stammt diese Klinge. In der ungewöhnlichen hira-zukuri Form entspricht dem Geschmack der Nanbokucho-Zeit.

Bewertung:  1,8 Mio. Yen (Toko Taikan), 10 P. (Hawley).

WAKIZASHI, 32,5cm, sori 0,3cm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, mumei, itame hada, gunome notare hamon, neue Politur, unsigniert, im Stil der Sagami Tradition der Nanbokucho-Zeit, Edo, um 1850. Attraktive fehlerlose Shinshinto-Klinge im Shirasaya.
Die Klinge hat große Ähnlichkeit mit den späten Arbeiten von Yamaura Tamaki(Kiyomaro).

Beide Klingen, Lang- und Kurzschwert stammen nicht nur aus der gleichen Epoche, sondern sind sich auch sehr ähnlich und im gleichen Stil gefertigt. Das macht dieses Paar als Set besonders attraktiv.

Koshirae: Sehr attraktive komplett zusammenpassende buke zukuri Daisho- Montierung im Stil der Momoyama-Zeit, scharze Lederwicklung, sayas roter Lack, alle Beschläge wie abgebildet en suite in shakudo nanako mit goldenen Kiri-Mon, Ende Edo Zeit.

 
240

240 DAISHO 関住松原秀宗作之 € 9.500,-
KATANA, 76,3cm, sori 2,2cm, motohaba 3,40cm, sakihaba 2,50cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, gunome midare hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SEKI JU MATSUBARA HIDEMUNE SAKU KORE“, datiert: „SHOWA KINOTO U NEN HACHI GATSU HI (EinTag im August im Jahr des Hasen 1975)“ , sehr gute Politur, Seki, Mino- Provinz. im Shirasaya.
 
WAKIZASHI, 51,5cm, sori 1,3cm, motohaba 3,10cm, sakihaba 2,20cm, motokasane 0,58cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, gunome midare hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „SEKI JU MITSUBARA HIDEMUNE SAKU KORE“, datiert: „SHOWA KINOTO U NEN HACHI GATSU HI (EinTag im August im Jahr des Hasen 1975)“, sehr gute Politur, Seki, Mino- Provinz. Im Shirasaya. Koshirae: Elegante Buke zukuri Daisho-Montierung, schwarze Lacksaya mit Koiguchi, Kurigata und Kojiri aus schwarzem Büffelhorn. Griffe mit schwarzer Seidenwicklung, Menuki Shakudo und Gold, Fuchikashira Shakudo mit manji-Symbol und Einlagen in Gold. Tsuba Eisen, rund, sukashi mit stilisiertem Kranich, Beschläge Edo-Zeit.

Hidemune wurde 1930 als Sohn von Matsubara Kaneyoshi in Seki, Gifu-Präfektur(ehemalige Mino-Provinz), geboren. Sein bürgerlicher Name war "Matsubara Ryuhei". Er studierte die Schwertschmiedekunst unter Kawashima Masahide und Tanaka Kanehide. Seine Arbeiten sind sehr geschätzt und er gewann mehrere Preise für seine Klingen. Seine aktive Schmiedeperiode war etwa von 1950 bis 1989. Er ist einer der wenigen Shinsakuto-Schmiede, der eine Punktebewertung im berühmten Buch von W.M. Hawley erhalten haben. Matsubara Hidemune lebt in der Schmiedestadt Seki.

Das vorliegende Schwerterpaar wurde als Paar im Auftrag geschmiedet. Dies ist sicher eine einmalige Gelegenheit, ein Shinsakuto Daisho für einen solchen Preis zu erwerben. Der heutige Preis liegt komplett mindestens beim dreifachen.

Literatur/Bewertung: Hawley 8 P.
 
241


241 DAISHO 信濃大掾藤原忠國 26.500,-€
KATANA, 61cm, sori 1,5cm, shinogi zukuri, ko itame hada,  midare hamon mit suguha und notare, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SHINANO DAIJO FUJIWARA TADAKUNI", (2. Gen.), NBTHK Hozon Papier, gute Politur, Inaba-Provinz, um 1685.

Bewertung/Literatur: Jo-Saku (Fujishiro), "Wazamono"(KKB, "scharf"), 3 Mio. Yen (Toko Taikan), 25 Punkte(Hawley).

WAKIZASHI, 46,2cm, shinogi zukuri, ko itame hada, midare hamon mit suguha und notare, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "SHINANO DAIJO FUJIWARA TADAKUNI", (2. Gen.), NBTHK Hozon Papier, gute Politur, Inaba-Provinz, um 1685.

Bewertung/Literatur: Jo-Saku (Fujishiro), "Wazamono"(KKB, "scharf"), 3 Mio. Yen (Toko Taikan), 25 Punkte(Hawley).

Koshirae: Sehr elegante buke zukuri Daisho- Montierung, goldene Seidenwicklung, sayas dunkelbrauner Lack, runde Tsubas,  Fuchikashira, Kozuka, Kogai und menuki alle en suite in Shakudo nanako mit Pferden in Gold und shakudo. Fuchikashira und Kogai mit NBTHK Papieren, Edo-Zeit.

Tadakunis bürgerlicher Name war Yamamoto Hachirodayu. Er arbeitete von den 60er Jahren des 17.Jhdts. bis zu seinem Tod 1720 im Alter von 70 Jahren. 1710 schmiedete er ein Schwert, das dem koreanischen Botschafter als Geschenk überreicht wurde.
 
STREBEL Juwelen und Kunst GmbH
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