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Katana

Langschwerter



Quellen
Literaturhinweise
Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede

W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths

Honma & Ishii: Nihonto Meikan

Tokuno: Toko Taikan

Fujishiro: Nihon Toko Jiten

Afu Watson: Nihonto Koza

Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

....und viele andere, die auch auf unserer Bücherseite gelistet sind.

 
678
678 KATANA 無銘 「若狭守氏善」 € 4.800,-
71,4cm, shinogi zukuri, chu kissaki, sori 0,61cm, motohaba 3,35 cm, kasane: 6,7mm, mokume-masame hada, hakikake boshi, nioideki midare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana,  mumei, zugeschrieben an: "WAKASA NO KAMI UJIYOSHI", durch Hozon Papier der NBTHK, sehr gute Politur, Klinge in sehr gutem Zustand, Owari, Kanbun(1661).Im Shirasaya.

Ujiyoshi, mit bürgerlichem Vornamen "Kyo-Saburo", wurde 1606 in der Stadt Kiyosu in Owari geboren und war der 2. Sohn von Hida no kami Ujifusa, dem jüngeren Bruder von Bizen no kami Ujifusa. 1635 erhielt er den Titel Wakasa no Kami und arbeitete in Seki, Mino Provinz, später für die Samurai der Owari Provinz. Sein Stil entsprach etwa dem seines Vaters. Er starb 1680 im Alter von 74. Bewertung:
Hawley: 25 Punkte





 
683


683 KATANA 摂津住源宗吉 € 5.600,- RESERVIERT!
70cm, shinogi zukuri, dichter ko-itame hada, breiter suguha hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SETTSU JU MINAMOTO MUNEYOSHI",  gute Politur,  Settsu-Provinz, Kanbun, um 1670. Sehr gute fehlerfreie Shinto-Klinge.

Koshirae: buke zukuri-Montierung, tsuka goldfarben gewickelt, goldfarbenes sageo, schwarze Lackscheide, runde Eisentsuba mit Gold- und Silberauflagen, Grille zwischen Blüten und Gräsern, fuchikashira Eisen mit Bambus und Blumen in Gold und Silber,  shakudo- menuki mit Pferden, Ende 18tes Jh..
Der Schmied Minamoto Muneyoshi war ein Schüler von Hitachi Daijo Muneshige. Dieser wiederum war ein Schüler des berühmten Echizen Sukehiro. Er arbeitete während der Kanbun-zeit(1661-1672). Die Klinge ist ungekürzt, signiert und insgesamt hervorragend gearbeitet. Wir garantieren deshalb für ein NBTHK Hozon Papier.
Bewertung:  15 Punkte(Hawley).

 
685

685 KATANA 大和守吉道 VERKAUFT!
72,2cm, sori 1,0cm,  Breite am hamachi 3,10cm, motokasane 7mm, shinogi zukuri, chu kissaki, o- gunome + choji hamon, itame hada mit chikei, sehr gute  Politur,  2 mekugi ana, signiert: „YAMATO NO KAMI YOSHIMICHI“, mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK,  Settsu-Provinz, Kanbun(1661-1673).

Koshirae: Shirasaya

Die Klinge weist die typischen Merkmale der 1. Gen. Yamato no kami Yoshimichi auf. Er gehörte zur bekannten Mishina Schule. Sein Sein richtiger Name war Mishina Uzaemon und er war der 2. Sohn des ersten Osaka Tamba Yoshimichi. Seine Schaffensperiode war zugleich der Höhepunkt der Osaka-Shinto Schwertperiode. Wie andere Kyoto und Osaka Schmiede dieser Zeit schuf er Klingen von eleganter Form mit prächtigem choji-midare Hamon und sehr hoher Schärfe. Klingen der ersten Generation sind relativ selten zu finden.
Literatur und Bewertung: Fujishiro: Jo Saku,  Toko Taikan, 4Mio.Yen,  KK: Ryo-Wazamono
 
707


707 KATANA 無銘 (兼春) 8.700,-€
69cm, sori 1,7cm,  Breite am hamachi 3,01cm, motokasane 0,7cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-midare hamon mit togariba, itame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an:"KANEHARU", durch Hozon Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1450. Im Shirasaya.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchikashira in feinem Shakudo-nanako mit Gold-Applikationen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Fischer im Kahn in shakudo und Gold, runde Eisentsuba mit schön geschnittenem Wellendesign und Dekor in Gold nunome, Higo-Stil, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, Top-Zustand.

KANEHARU, Vorname Shirobei, war der Sohn von KANEYUKI und der Enkel von SHIZU KANEUJI, einer der 10 brillianten Schüler des MASAMUNE und Begründer der Naoe Shizu-Schule. KANEHARU arbeitete etwa von 1459 bis 1472.

Literatur/Bewertung:

Hawley 20pts
Toko Taikan: 2,5Mio.Yen

 
712


712 KATANA 大隅掾藤原正弘 6.800,-€
65,0cm, sori 0,70cm, shinogi zukuri, suguha hamon, itame hada, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "OSUMI JO FUJIWARA MASAHIRO", ura mei: "GENWA SANNEN GO GATSU HI" (Ein Tag im Mai 1617), Horikawa Kunihiro-Schule, Yamashiro-Provinz.

Koshirae: sehr schöne uchigatana-Montierung, Griff mit weißer same und schwarzer Seidenwicklung, hochfeine fuchikashira komplett in shibuichi mit Pferd und Samurai in voller Rüstung, passende menuki. Sehr gute Eisentsuba, Soten-Stil mit den typischen figürlichen Darstellungen und Goldeinlagen, alles restauriert.


 
720



720 KATANA 無銘 (冬廣) 3.900,-€
65,1cm, sori 1,1cm,  Breite am hamachi 2,94cm, am Kissaki 1,94cm, motokasane 0,55cm, shinogi zukuri, chu kissaki,  midarekomi boshi, suguha hamon, itame hada, gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:  "FUYUHIRO", mit Papier der NTKS, Wakasa-Provinz, Edo-Zeit, um 1770.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchigashira in Shakudo nanako, Blüten mit Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Zweig mit Pflaumenblüten in shakudo und Gold, runde Sukashi-Eisentsuba, Wellendesign mit Fischen, schwarze Lacksaya mit Shibuichi-Kojiri, alles Edo-Zeit.

Die Fuyuhiro-Schule in der Wakasa-Provinz wurde um 1450 von Jakushu-ju Fuyuhiro, Sohn von Soshu Hirotsugu begründet. Die Schule war sehr erfolgreich und bestand fort bis zur 15. Gen. um 1860. Er ging später von Soshu nach Obama in der Provinz Wakasa. Diese Klinge ist in etwa der 8.Generation Fuyuhiro zuzuordnen, die um 1760 arbeitete.

Literatur/Bewertung:
Hawley 15pts
 
726


726 KATANA 無銘 (正利) 5.900,-€
65,4cm, sori 1,7cm,  Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1530. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Literatur/Bewertung:

Hawley 20 P.
Fujishiro: Chu-Jo-Saku
Toko Taikan: 3,5 Mio. Yen
KKB: Ryo Wazamono
 
727



727 Tachi 佐渡福浦住人新保義治 於敦代城踊造之 8.500,-€
81,5cm, sori 2,6cm,  Breite am hamachi 3,20cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, hamon suhuha mit gunome und viel nie, mokume hada, neue  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SADO FUKUURA JU NIN SHINPO YOSHIHARU", ura: "OITE UTASHIROJOATO TSUKURU KORE",  geschmiedet vor 1976, Sado, Nigata Präfektur.

Koshirae: Für diese Klinge in Japan maßgefertigte Montierung. Schwarze Seidenwicklung, menuki Regendrachen in Kupfer, weiße Rochenhaut. Schwarze glänzende saya, alle Beschläge massives Silber, zusammenpassend im omori-Stil mit Wellendesign. Ebenso passend eine hochwertige antike Eisentsuba im Omori-Stil mit Goldperlengischt.

Shinpo Yoshiharu:
Geboren 1941, bürgerlicher Name "Shinpo Motoharu", lernte 1957-1961 das Schmiedehandwerk autodidaktisch, Erhalt der Schmiedelizenz 1962, Lehre und Studium bei dem berühmten Schmied Miairi Akihira 1963, änderte seinen Schmiedenamen 1976 in Motohira. Er errang zahlreiche Preise auf verschiedenen Wettbewerben und Ausstellungen. Er gilt als "Enfant Terrible" unter den Schwertschmieden und als schwierig, ist aber eine außergewöhnliche Begabung. Seinen ersten großen Wettbewerb gewann er bereits während seiner Lehrzeit. Er lebt und arbeitet in Ryotsu auf der Insel Sado, Nigata Präfektur.

Dieses Schwert ist im Stil eines Bizen - Tachi der Kamakura-Zeit geschmiedet. Es ist neuwertig und hat eine hervorragende Politur. Hierzu muß man sagen, dass die Anfertigung einer Klinge dieser Länge für die heute arbeitenden Schmiede eine technische Herausforderung darstellt, ganz abgesehen von einem erheblichen Aufpreis. Die meisten fertigen nur Klingen bis max. 75cm an.


 
729



729 TACHI 無銘 (盛景) € 37.500,-
66cm, sori 2,1cm, kasane 7,8mm, motohaba 3,00cm, sakihaba 2,10cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, bo-hi, o-choji hamon mit gunome und tobiyaki, ko- itame hada mit chikei und utsuri, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an: „MORIKAGE“, durch Juyo Token Papier der NBTHK,  Bizen-Omiya-Schule, Bizen-Provinz, Mitte Nanbokuchyo, ca. 1360. Im Shirasaya.

Montierung:
Elegante uchigatana-koshirae, alte Original-Montierung im handachi-Stil ca. 1740, braune Lacksaya mit Wolkendekor, Griff mit same, Wicklung lackiert, feine menuki in shakudo, Tintenfische, sehr feine komplette handachi-Beschläge, Higo-Stil in Eisen mit Goldeinlagen.

Laut Überlieferung gehen die Ursprünge der Bizen-Ômiya-Schule bis zum Ômiya-Gründer Kunimori zurück. Er war im gleichnamigen Ort Ômiya tätig, der sich im Inokuma-Distrikt der Provinz Yamashiro befand. Der repräsentativste und bekannteste Bizen-Ômiya-Schmied war „Bishû Osafune Morikage“ . Was Osafune Morikage anbelangt, so war seine Arbeitsweise recht breit gefächert. Er härtete z.B. einen notare-cho, eine flamboyante und abwechslungsreichem midare-ba  mit choji  und gunome, einen auf eckigem gunome  basierenden hamon, als auch einen suguha, der an Arbeiten der Aoe-Schule erinnert. Diese Klinge läßt  insgesamt sehr deutlich die charkteristischen Merkmale Osafune Morikages erkennen. Sie ist sehr kräftig und außergewöhnlich gut erhalten.
Bewertung:
Hawley80
Toko Taikan¥ 6.5M 

Fujishiro

KKB

Jo-jo saku

Ryo wazamono

 
730


730 KATANA 無銘 (輝行) 7.700,-€
70,4cm, sori 1,9cm,  Breite am hamachi 3,15cm, motokasane 0,71cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome midare hamon mit etwas suguha und notare, ko- itame hada, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "TAKADA TERUYUKI", durch Papier der NTHK, Bungo-Takada-Schule, Bungo-Provinz,  um 1680.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchikashira in shakudo nanako mit Auflagen von Blumen in Gold, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Chrysanthemen in shakudo, teilweise vergoldet, Sukashi-tsuba, Eisen, rund, teilweise Goldeinlagen, signiert CHOSHU JU MASASADA; grün-golden melierte Lacksaya. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich.  Die Mitglieder der shinto-zeitlichen Schule werden zur Unterscheidung Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten. In der Shinto Zeit gabe es nur wenige herausragende Namen. Einer von ihnen war Teruyuki. Leider ist über seine Herkunft fast nichts bekannt, außer dass er ein sehr guter Schmied war. Ihm wurde der Ehrennamen „Iwami no Kami“ verliehen. Seine Klingen waren speziell für den sehr dichten ko-mokume hada und den attraktiven breiten notare-gunome hamon bekannt

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

Literatur/Bewertung:

Hawley 40 P.
Fujishiro: Chu-Saku
Toko Taikan: 1,7 Mio. Yen
KK: Wazamono (scharf)
 
731


TACHI 豊後高田藤原永行 4.200,-€
63,1cm, shinogi zukuri, futasuji-hi  beidseitig, sori 2,13cm, motohaba  2.64cm, motokasane: 0,63cm, sakihaba 1.85cm, itame hada, schmaler suguha-notare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "FUJIWARA NAGAYUKI", mit Papier der NTHK, gute Politur, Taira-Takada-Schule, Bungo-Provinz, späte Muromachi-Zeit, um 1570.

Koshirae: Originale Itomaki no Tachi-Montierung, tsuka und Teil der saya mit dunkelbrauner Seidenwicklung auf Brokat, rotbraune Lackscheide mit Drachen bemalt, etwas abgegriffen, alle Beschläge en suite aus Messing mit Resten von Versilberung mit Rankengravur, Menuki Drachen, Edo-Zeit, Anfang 19. Jh.

Nagayuki arbeitete etwa um die Tensho Zeit (1573-1592) und war ein repräsentativer und gut bewerteter Schmied der Taira-Takada Schule. Er signierte mit dem o.g. mei oder mit "Hoshu-ju Fujiwara Nagayuki" Die Klinge ist zwar etwas gekürzt, die Signatur aber vollständig erhalten.

Die Taira-Takada Schule gehört zu den größten Schmiedeschulen Japans. Die späteren Takada-Schmiede der Shinto-Zeit werden auch Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden. Die vorliegende Klinge wurde während der kriegerischen Sengoku-Ära sicher viel eingesetzt und oft poliert. Trotz kleiner kosmetischer Fehler, die weder Stabilität noch Funktion beeinträchtigen, ist die Klinge noch schön und sehr scharf.

Zur Klinge passend wurde gegen Ende Edo/Anfang Meiji stilgerecht die Itomaki-No-Tachi- Montierung gefertigt, wie sie auch in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Sie war die traditionelle Montierung für eine Klinge, wenn sie zur Rüstung getragen wurde. Die Verlängerung der Wicklung(itomaki) auf die saya sollte das Klappern der Scheide auf der Rüstung und damit auch eine Beschädigung des Lacks verhindern. Eine schöne Ergänung zu einer vorhandenen Rüstung, will man sie originalgetreu komplettieren.

Literatur/Bewertung:

Hawley 15 P.
Toko Taikan: 2,5 Mio. Yen
KKB: Wazamono (scharf)
 
732


732 TACHI 無銘 (備州長船住盛光) VERKAUFT!
73,7cm, sori 2,1cm, kasane 6,7mm, motohaba 2,95cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, ko-gunome hamon mit choji, ko-nie und sunagashi, mokume- itame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, zugeschrieben an: „OSAFUNE MORIMITSU“, durch Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK,  Oei-Bizen-Schule, Bizen-Provinz, Oei-Zeit (1394-1428). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante buke-zukuri-koshirae, schwarze Lacksaya mit kaeri-tsuno und schwarzem sageo, Griff mit same und schwarzer Seidenwicklung, menuki Drachen in shakudo mit Gold, feine Eisen-tsuba im Soten-Stil mit Tiger unter Zedernzweigen, Goldeinlagen und graviertem Goldrand, fuchigashira im Soten-Stil, shakudo mit Auflagen in Gold, Silber und Kupfer.

Morimitsu, mit vollem Namen "Bizen Osafune shuri no suke Morimitsu", ist einer der berühmtesten Bizen-Schmiede der Oei-Periode. Zusammen mit dem Vater Moromitsu und dem Bruder Yasumitsu gehört er zu den "Oei San Mitsu", den "3 Oei Mitsu". Kokan Nagayama beschreibt sie als "sehr berühmt und exzellent". Heute erhalten ihre Klingen die höchsten Bewertungen, wie Juyo Bunkazai, Juyo Bijutsuhin und Kokuho(Nationalschatz).

Die Linie von Morimitsu geht zurück bis auf Kanemitsu. Dieser arbeitete um 1330. Er gilt als einer der berühmten "Masamune no juttetsu", der 10 brillanten Schüler von Masamune. Sein Schüler Tomomitsu war der Lehrer von Moromitsu, Morimitsus Vater.

Nach Kanemitsu, der mit seinen exzellenten Arbeiten den guten Ruf der Bizen Osafune Schule begründete, nahm die Qualität der Bizen Osafune-Arbeiten stetig ab, bis Morimitsu und die "Oei San Mitsu" 80 Jahre später mit ihren technisch grandiosen Arbeiten wieder einen neuen Maßstab für Qualität setzten.

Bewertung:
Hawley         100 P.
Toko Taikan   8 Mio Yen
Fujishiro       Jo Jo Saku
KKB             O-Wazamono(extrem scharf)

 
733

733 KODACHI 信國 € 14.500,-
57,7cm, sori 1,8cm, kasane 6,2mm, motohaba 2,85cm, sakihaba 1,98cm, shinogi zukuri mit horimono: su-ken mit vajra auf einer, bo-hi auf der anderen Seite. Chu- kissaki, boshi midarekomi, gunome hamon in ko-nie deki mit ko-midare, ko-itame - masame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, signiert: „NOBUKUNI“, mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK,  Yamashiro-Nobukuni-Schule, Yamashiro-Provinz, Oei-Zeit, 5.Gen., (tätig um 1401-1441). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, schwarze Lacksaya mit Seiden- sageo. Schöne Lackmalerei in Gold- und Silber-makie, Griff mit same und grünlicher Seidenwicklung, neue menuki, Karpfen in Wellen in Silber, Tsuba, fuchigashira und kojiri en suite mit Wellenmotiv im Omori-Stil in Silber, Tsuba signiert: "Shiratama Do Juzui", alles top restauriert, wahrscheinlich Ende Edo oder Meiji-Zeit(außer menuki).

Die erste Gen. Nobukuni, der Gründer der Schule, war ein Sohn von Ryokai Hisanobu, kam also von der Ryokai-Schule und arbeitete vorwiegend im Soshu-Stil, etwa während der frühen bis mittleren Nanbokucho-Zeit. Die 2te Gen. war um 1350 tätig, die 3. Gen. von der späten Nanbokucho bis zur frühen Oei-Zeit um etwa 1390 bis 1420. Die 4.Gen., mit vollem Namen "Minamoto Saemon no jo Nobukuni", sowie die 5. Gen. arbeiteten während der frühen Oei-Zeit etwa von 1400 bis 1440. Diese Klinge wird der 5. Gen. "Shikibu no Jo Nobukuni" zugeordnet. Er war der jüngere Bruder der 4. Gen.. Typische merkmale sind der spezielle Gunome Hamon, be dem 2 Gunome Spitzen so aneinander gelegt wurden, dass ein pfeilnockenartiges Muster entstand). Außerdem war er ein guter horimono-Graveur und führte diese Arbeiten selbst aus.

Die vorliegende Klinge ist ein sogenanntes Kodachi. Sie ist der Vorgänger des späteren Wakizashi, das - in kürzerer Ausführung - erst 100 Jahre später üblich wurde. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurde sehr häufig ein Langschwert zum Tachi im Gürtel getragen. Diese Schwerter waren immer zwischen 55 und 65cm lang. An Form(sugata) und Länge ist deutlich zu erkennen, dass diese Klinge für den Gebrauch als Katana geschmiedet wurde. Dieses Schwert ist eine Gelegenheit aus Privatbesitz und ein 100%er Kandidat für ein Juyo Token Papier. Nobukuni ist ein hochbewerteter Schmied und die Klinge ist für ihr Alter in makellosem Erhaltungszustand. Selbst für viel schlechter erhaltene Klingen von Nobukuni werden normalerweise zwischen 30- und 50.000,-US$ verlangt.

Bewertung:
Hawley         70 P.
Toko Taikan   10 Mio Yen
Fujishiro       Jo Saku
KKB             Wazamono(scharf)

 
735

735 KATANA 無銘 (藤原高田) RESERVIERT!
63,0cm, sori 1,5cm,  Breite am hamachi 3,00cm, motokasane 0,66cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, suguha hamon, ko- itame hada, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "FUJIWARA TAKADA", durch Hozon-Papier der NBTHK, Bungo-Takada-Schule, Bungo-Provinz,  um 1650. Schöne und scharfe fehlerfreie Klinge.

Koshirae: Sehr schöne buke-zukuri-Montierung, Fuchikashira in Eisen mit geometrischen Mustern in Gold-nunome, Higo-Stil, Griff mit beige-grauer Seidenwicklung, menuki Vögel in shakudo und Gold, Eisen-tsuba, rund, mit ein par Gold-nunome Einlagen, Higo-Schule,  anthrazitfarbene Ishime- Lacksaya, schwarzes Seiden-sageo. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich.  Die Mitglieder der shinto-zeitlichen Schule werden zur Unterscheidung Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

Literatur/Bewertung:

Hawley 40 P.
Fujishiro: Chu-Saku
Toko Taikan: 1,7 Mio. Yen
KK: Wazamono (scharf)
 
736

736 KATANA 備中守橘(康廣) 6.700,-€
68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:
Original-Offiziers-Shingunto-Montierung aus dem 2. Weltkrieg, komplett mit Lederüberzug und in Top Zustand.

Außerdem alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.

Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

Die vorliegende Klinge war offensichtlich das Erbstück einer Samuraifamilie. Ehemalige Samurai aus Adelsfamilien dienten in den japanischen Streitkräften des 19. und 20. Jhds. als Offiziere und führten die ererbten Familienklingen in den vorgeschriebenen Ordonnanzmontierungen. Die Nakago dieser Klinge zeigt die typischen Spuren der mehrfachen Ummontierung. Vom 17. Jh bis 1945 hat dieses Schwert in vielen Einsätzen seinen jeweiligen Eigentümern gedient und sicher eine bewegte Geschichte hinter sich.


Literatur/Bewertung:
 Hawley 80 P.
 Fujishiro: Chu-Jo-Saku. Toko Taikan: 3 Mio. Yen. KK: Wazamono (scharf) 
 

Daisho

232


232 DAISHO mit Koto Klingen 7.900,-€
KATANA, 65,4cm, sori 1,3cm, shinogi zukuri, itame hada,  suguha hamon mit  notare, suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, gute Politur, zugeschrieben an: "UDA (宇多)" (-Schule) durch Hozon-Papier der NBTHK, Etchu-Provinz, um 1450.

WAKIZASHI, 42,2cm, sori 0,5cm, shinogi zukuri, suguha hamon mit notare, ko-itame hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "MONJU (文殊)" durch Hozon-Papier der NBTHK, Yamato-Schule, Kii-Provinz, um 1590.

Koshirae: Attraktive komplett restaurierte buke zukuri Daisho- Montierung mit same-tsuka und braun-violetter Seidenwicklung, dunkelbraune Ishime-Lackscheiden, fuchikashira shakudo mit Zweigen in Gold, runde Sukashi-Tsuba mit Zweigen und Blättern in Eisen, Edo-Zeit.
 
236



DAISHO 16.900,-€
KATANA, 70,8cm, sori 1,4cm, motohaba 28,8mm, motokasane 6,7mm, sakihaba 24mm, sakikasane 5,5mm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, itame hada, choji midare hamon,  neue Politur, signiert  “SOSHU JU TACHIBANA ENRYUSHI FUJIWARA KUNIHIDE TSUKURU” ,  mit NTHK Papier. Schöne Shinshinto Klinge im Shirasaya, Kozuke, Sagami-Schule, um Ansei(1854-1860).

Kunihide war ein Schüler des bekannten Schmieds Nakayama ikkansei Yoshihiro. Sein bürgerlicher name war Tachibana Hayato. Er arbeitete ab etwa 1830 für den Annaka-Clan in Kozuke, später, zwischen 1850 und 1860 arbeitete er in Kamakura. Aus dieser Zeit stammt diese Klinge. In der ungewöhnlichen hira-zukuri Form entspricht dem Geschmack der Nanbokucho-Zeit.

Bewertung:  1,8 Mio. Yen (Toko Taikan), 10 P. (Hawley).

WAKIZASHI, 32,5cm, sori 0,3cm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, mumei, itame hada, gunome notare hamon, neue Politur, unsigniert, im Stil der Sagami Tradition der Nanbokucho-Zeit, Edo, um 1850. Attraktive fehlerlose Shinshinto-Klinge im Shirasaya.
Die Klinge hat große Ähnlichkeit mit den späten Arbeiten von Yamaura Tamaki(Kiyomaro).

Beide Klingen, Lang- und Kurzschwert stammen nicht nur aus der gleichen Epoche, sondern sind sich auch sehr ähnlich und im gleichen Stil gefertigt. Das macht dieses Paar als Set besonders attraktiv.

Koshirae: Sehr attraktive komplett zusammenpassende buke zukuri Daisho- Montierung im Stil der Momoyama-Zeit, scharze Lederwicklung, sayas roter Lack, alle Beschläge wie abgebildet en suite in shakudo nanako mit goldenen Kiri-Mon, Ende Edo Zeit.

 
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238 DAISHO 7.500,-€ RESERVIERT!
KATANA, 63,02cm, sori 1,4cm, shinogi zukuri, ko-itame hada, notare-midare hamon mit  notare, 1 mekugi ana, unsigniert, gute Politur, zugeschrieben an: "OMI NO KAMI TSUGUHIRA" (4. Gen.), durch Kanteisho-Papier der NTHK, Musashi-Provinz, Tenmei(1781-1789). Im Shirasaya. Bewertung: Hawley 40 P. Toko Taikan: 2,5 Mio. Yen Fujishiro: Chu-Jo Saku

WAKIZASHI, 42,2cm, sori 0,5cm, shinogi zukuri, suguha hamon, itame-masame hada, gute Politur, suriage nakago mit 4 mekugi ana, unsigniert, Yamato-Schule, um 1590.

Koshirae: Attraktive komplett restaurierte buke zukuri Daisho- Montierung mit same-tsuka und violetter Seidenwicklung, Lackscheiden mit Muschelschalen-Mosaik, kashira Büffelhorn, fuchi und Tsuba zusammenpassend in Eisen  mit Auflagen von kämpfenden Samurai in Gold, Silber und shakudo, menuki Phönixe in shakudo. Edo-Zeit. Tsuguhira IV, bürgerlicher Name "Fujita Yoshiro", arbeitete von Horeki(1751/64) bis Tenmei(1781/89)
 
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