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Katana

Langschwerter



Quellen
Literaturhinweise
Markus Sesko: Lexikon der Japanischen Schwertschmiede

W.M. Hawley: Hawley´s Japanese Swordsmiths

Honma & Ishii: Nihonto Meikan

Tokuno: Toko Taikan

Fujishiro: Nihon Toko Jiten

Afu Watson: Nihonto Koza

Iimura: Koto-, Shinto- und Shinshinto Taikan

....und viele andere, die auch auf unserer Bücherseite gelistet sind.

 
678
678 KATANA 無銘 「若狭守氏善」 € 4.800,-
71,4cm, shinogi zukuri, chu kissaki, sori 0,61cm, motohaba 3,35 cm, kasane: 6,7mm, mokume-masame hada, hakikake boshi, nioideki midare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana,  mumei, zugeschrieben an: "WAKASA NO KAMI UJIYOSHI", durch Hozon Papier der NBTHK, sehr gute Politur, Klinge in sehr gutem Zustand, Owari, Kanbun(1661).Im Shirasaya.

Ujiyoshi, mit bürgerlichem Vornamen "Kyo-Saburo", wurde 1606 in der Stadt Kiyosu in Owari geboren und war der 2. Sohn von Hida no kami Ujifusa, dem jüngeren Bruder von Bizen no kami Ujifusa. 1635 erhielt er den Titel Wakasa no Kami und arbeitete in Seki, Mino Provinz, später für die Samurai der Owari Provinz. Sein Stil entsprach etwa dem seines Vaters. Er starb 1680 im Alter von 74. Bewertung:
Hawley: 25 Punkte





 
712


712 KATANA 大隅掾藤原正弘 6.800,-€
65,0cm, sori 0,70cm, shinogi zukuri, suguha hamon, itame hada, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "OSUMI JO FUJIWARA MASAHIRO", ura mei: "GENWA SANNEN GO GATSU HI" (Ein Tag im Mai 1617), Horikawa Kunihiro-Schule, Yamashiro-Provinz.

Koshirae: sehr schöne uchigatana-Montierung, Griff mit weißer same und schwarzer Seidenwicklung, hochfeine fuchikashira komplett in shibuichi mit Pferd und Samurai in voller Rüstung, passende menuki. Sehr gute Eisentsuba, Soten-Stil mit den typischen figürlichen Darstellungen und Goldeinlagen, alles restauriert.


 
720



720 KATANA 無銘 (冬廣) 3.900,-€
65,1cm, sori 1,1cm,  Breite am hamachi 2,94cm, am Kissaki 1,94cm, motokasane 0,55cm, shinogi zukuri, chu kissaki,  midarekomi boshi, suguha hamon, itame hada, gute  Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:  "FUYUHIRO", mit Papier der NTKS, Wakasa-Provinz, Edo-Zeit, um 1770.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchigashira in Shakudo nanako, Blüten mit Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Zweig mit Pflaumenblüten in shakudo und Gold, runde Sukashi-Eisentsuba, Wellendesign mit Fischen, schwarze Lacksaya mit Shibuichi-Kojiri, alles Edo-Zeit.

Die Fuyuhiro-Schule in der Wakasa-Provinz wurde um 1450 von Jakushu-ju Fuyuhiro, Sohn von Soshu Hirotsugu begründet. Die Schule war sehr erfolgreich und bestand fort bis zur 15. Gen. um 1860. Er ging später von Soshu nach Obama in der Provinz Wakasa. Diese Klinge ist in etwa der 8.Generation Fuyuhiro zuzuordnen, die um 1760 arbeitete.

Literatur/Bewertung:
Hawley 15pts
 
726


726 KATANA 無銘 (正利) 5.900,-€
65,4cm, sori 1,7cm,  Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1530. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine fast 500 Jahre alte Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Literatur/Bewertung:

Hawley 20 P.
Fujishiro: Chu-Jo-Saku
Toko Taikan: 3,5 Mio. Yen
KKB: Ryo Wazamono
 
736

736 KATANA 備中守橘(康廣) 6.700,-€
68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:
Alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der breite spektakuläre Choji-Hamon ist typisch für die Schule. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.

Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

 
Literatur/Bewertung:
 Hawley 80 P.
 Fujishiro: Chu-Jo-Saku. Toko Taikan: 3 Mio. Yen. KK: Wazamono (scharf) 
 
743


743 KATANA 法城寺但馬守橘國正 € 42.000,-
70cm, sori 1,4cm, kasane 7,0mm, motohaba 2,9cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, gunome hamon mit nie und ashi, ko- itame hada mit viel ji-nie, sehr gute  Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert:  „HOJOJI TAJIMA NO KAMI TACHIBANA KUNIMASA“, MIT Juyo Token Papier der NBTHK,  Hojoji-Schule, Musashi-Provinz, ca. 1680. Makellose Klinge in neuwertigen Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung:
Sehr elegante uchigatana-koshirae, Griff mit same, schwarze Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, Reitgerte und Steigbügel, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor,  Tsuba mit katakiri-bori Gravur, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, aber in Top- Zustand.

Die Hojoji-Schule wurde in der Nanbokucho-Zeit im 13.Jh. von Kunimitsu in Tajima begründet. Seine Arbeiten waren eine Mischung von Bizen und Soshu-Stil. Er und seine Nachfolger waren vor allem für ihre hervorragenden Nagamaki und Naginata-Klingen bekannt, die später leider allesamt gekürzt und zu Katana und Wakizashi umgearbeitet wurden. In der Muromachi Zeit wurde es ruhig um diese Schule, bis in der Shinto-Zeit der herausragende Schmied Masahiro von Tajima nach Edo zog und dort die Shinto-Hojoji- Schule gründete. Sein Lehrer war der berühmte Schmied Kotetsu und so entsprach der Stil der Schule eher dem der Kotetsu-Schule als dem ursprünglichen Stil von Kunimitsu.

Kunimasa war ebenfalls ein Nachkomme von Kunimitsu, sein Vorname war "Jinnojo". Sein Hauptschaffenszeit lag etwa zwischen 1670 und 1680. Er wurde ebenfalls von Tajima in die Hauptstadt Edo berufen. Er arbeitete ein paar Jahre zeitgleich mit Masahiro, allerdings 20 Jahre länger, da er jünger war. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er zeitweise mit Masahiro arbeitete, bzw. bei ihm studierte und auch sein Stil ist dem von Kotetsu sehr ähnlich. Individuell im Detail zeigt er aber auch deutlich seinen eigenen Stil. Er gilt als herausragender Schmied und als einer der besten Edo-Hojoji Künstler. Die Kunimasa-Schmiede wurden, wie der berühmte Yasutsugu, zu Hofschmieden des Tokugawa-Shogunats berufen und arbeiteten fortan bis zum Ende der Edo-Periode  als Schmiede des bakufu(Shogunat). Die vorliegende Klinge hat ein Juyo Token Papier, das ist für eine Shinto-Klinge sehr selten. Die NBTHK stellt dieses Papier für Shinto-Klingen nur aus, wenn der Schmied exzellent ist und sie von der Qualität und vom Erhaltungszustand wirklich perfekt sind.

Bewertung:
Hawley 65 P.
Toko Taikan 4Mio. Yen
Fujishiro: Jo-Saku
KKB:  Wazamono
 
746


746 KATANA 無銘 (尾州越前守氏恒) 5.700,-€
62cm, sori 1,5cm,  motohaba 2.85cm, sakihaba 1,90cm, motokasane 0,66cm, sakikasane 0,47cm, shinogi zukuri, chu kissaki, boshi midare komi, gunome hamon, itame hada, sehr gute Politur, suriage nakago, 3 mekugi ana,  unsigniert, zugeschrieben an: "BISHU ECHIZEN NO KAMI UJITSUNE", durch Papier der NTHK ,  Owari-Provinz, Edo-Zeit, um Enpo (1673) . 

Koshirae: Elegante antike uchigatana-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in Eisen mit Silbereinlagen im Higo-Stil, mokko- Eisentsuba mit gestempelten Symbolen, Tembo-Schule, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Regendrachen in patiniertem Kupfer, schwarze roiro Lacksaya. Alles Edo-Zeit.

Unsere Klinge stammt von Echizen no kami Ujitsune, mit bürgerlichem Namen "Kawamura Heijuro". Er war der 2. Sohn von "Wakasa no kami Ujifusa" und signierte zuerst mit "Ujishige". Später erhielt er den Ehrentitel "Echizen no kami" und signierte dann mit vollem Titel und Provinz "Bishu(Owari) ju Echizen no Kami Ujitsune". Es sind wenig Schwerter von ihm bekannt. Als er im Alter von 76 in Nagoya, Owari, kinderlos starb, endete die Ujitsune-Linie mit ihm.

Literatur/Bewertung: Hawley: 15 P.  

 
747


747 KATANA 藤田近江守藤原継平造 6.900,-€
71,5cm, sori 1,2cm,  Breite am hamachi 3,07cm, motokasane 0,57cm, shinogi zukuri, chu kissaki, o-gunome choji-midare hamon, hada itame, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "FUJITA OMI NO KAMI FUJIWARA TSUGUHIRA TSUKURU", mit Papier der NTKS, Yasutsugu-Schule, Musashi-Provinz, Shinto, um 1765. Im Shirasaya.

Koshirae: buke-zukuri-Montierung, fuchigashira in shakudo mit Auflagen von Blüten in Gold, Griff mit hellbrauner Seidenwicklung, menuki fliegende Reiher in shakudo und Gold, sukashi-tsuba, Eisen, stilisierte Blüte, alles Edo-Zeit, okoshi-nuri Lacksaya.

Der erste Tsuguhira kam ursprünglich aus Echizen, wo er unter dem Tokugawa Hofschmied Yasutsugu studiert hatte. Er zog dann um 1670 nach Edo, wo die Familie bis zur 6. Gen. (ca. 1840) arbeitete. Die vorliegende Klinge stammt von Tsuguhira IV, mit bürgerlichem Namen "Fujita Yoshiro". Er signierte hin und wieder in Grasschrift(soshu), wie auch bei dieser Klinge. Er arbeitete von etwa 1750 - 1780. Die Klinge ist lang und besitzt einen wunderschönen o-gunome-midare Hamon. Sie hat eine hervorragende Politur und ist völlig fehlerfrei.    
Literatur/Bewertung:

Hawley 40 P.
Fujishiro: Chu-Jo-Saku
Toko Taikan: 2,5 Mio. Yen
 
 
748


748 KATANA 無銘 (美濃關住兼常) 6.900,-€
66,6cm, sori 1,5cm,  motohaba 2.90cm, motokasane 0,60cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome choji hamon, itame-masame hada, very good polish, suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "NOSHU SEKI KANETSUNE", durch NTHK-Papier, Mino-Provinz, späte Koto-Periode, um Tensho (1573-1592).  

Koshirae: Elegante buke-zukuri-Montierung, fuchigashira in shakudo nanako mit vergoldeten Päonien,  rundes sukashi Eisentsuba, Pflanzenmotiv, tsuka mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Päonien in shakudo, schwarze Lacksaya.

Kanetsune, Familienname "Heizaburo", arbeitete von Tenbun (1532-1555) bis Tensho (1573-1592). Im Juli 1571 verlieh ihm Oda Nobunaga, der größte Feldherr der Sengoku Periode, den Titel "seki-kaji-toryo"(Oberster Seki Schmied).  Kanetsune starb im Oktober 1588.

Literatur /Bewertung: Hawley: 15 P.
Toko Taikan: 3,5 Mio Yen
Fujishiro: Chu-jo-saku
 
753


753 KATANA 義清 5.800,-€
64,5cm, sori 1,4cm,  motohaba 3,0cm, shinogi zukuri, o- kissaki, gunome-midare hamon, itame hada, gute  Politur, eine kleine Scharte, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "YOSHIKIYO", Satsuma-Provinz, um 1750.

Koshirae: originale efu-no-tachi Hof-Montierung, alle Beschläge komplett, alle aus Messing, graviert mit kiri-Blättern, passendes shitogi-Tsuba aus Messing, Griff mit same belegt, menuki goldene Drachen. Lacksaya mit goldenen kiri und aoi kamon , alles Edo-Zeit, gut erhalten. Diese Art der Montierung mit dem typischen shitogi-tsuba kam in der Heian-Periode(794-1185) auf und entwickelte sich aus den Tachi, wie sie von den kaiserlichen Palastgarden (efu) getragen wurden. Seitdem gehörte das Tragen einer solchen Montierung zur Etikette am Kaiserhof. Selbst bei kurzen Besuchen wurde darauf Wert gelegt. Dies stellte für weniger betuchte Besucher ein Problem dar, da diese Montierungen nicht billig waren. Die meisten heute existierenden efu no tachi stammen aus dem 18. und 19Jh. Von den Original koshirae aus der Heian Zeit sind nur einige wenige Exemplare in Museen oder Privatbesitz erhalten geblieben.

Das Schwert stammt aus einer deutschen Sammlung und hat kein japanisches Papier. Es ist jedoch ziemlich eindeutig dem Schmied "YOSHIKIYO" zuzuordnen und wurde etwa Ende der Shinto-Zeit geschmiedet. YOSHIKIYO arbeitete etwa von Kanpo bis Meiwa-Ära(1741-1772). Er wurde 1708 als 2ter Sohn von Nakamura Kiyofusa geboren und mit 16 Jahren von Ippei Yasuyo adoptiert. Er arbeitete im Stil seines Adoptivvaters und signierte zu Anfang mit YOSHIKIYO, später auch mit YASUARI und mit YASUHARU. Sein Geburtsname war "Tamaki Ichibei". Er verstarb 1777.

 
754


754 TACHI 無銘 (来國光) € Verhandelbar
71,8cm, sori 2,6cm, motohaba 2,85cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, suguha-notare hamon gemischt mit ko-choji und ko-gunome, mit  nie und ashi, feiner ko- itame hada mit viel ji-nie, feine kinsuji und sunagashi im ha, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:  „RAI KUNIMITSU", durch Juyo Token Papier der NBTHK,  Rai-Schule, Yamashiro-Provinz, ca. 1330.  Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung: Sehr elegante Katana-koshirae, Griff mit weißer same, weiße Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold mit kamon, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor- kamon,  Shakudo-Tsuba mit Goldrand, schwarze Lacksaya, Top- Zustand.
Rai Kunimitsu aus der Provinz Yamashiro war laut gängiger Theorie der Sohn Rai Kunitoshis (来国俊). Seine Schaffensperiode erstreckte sich vom Ende der Kamakura- bis in die beginnende Nanbokuchō-Zeit, wobei die früheste erhaltene Klinge mit Datumssignatur aus dem ersten Jahr Kareki (嘉暦, 1326), und die älteste aus dem zweiten Jahr Kan´ō (観応, 1351) stammt. Neben einem traditionellen suguha brachte Kunimitsu aber auch einen suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, einen suguha-chō mit ko-midare, einen notare-chō mit eingemischtem gunome, als auch eine auf gunome-chō basierenden midareba an, sprich er legte eine sehr abwechslungsreiche Arbeitsweise an den Tag.Dieses katana ist zwar ō-suriage und mumei, behält aber einen deutlichen toriizori. Die kitae besteht aus einer äußerst fein und dicht verschmiedeten ko-itame und der hamon verläuft als suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, sowie variantenreichen hataraki innerhalb der ha. Die Klinge zeigt also die typischen Charakteristika Rai Kunimitsus.
 

Bewertung:
Hawley 100 P.
Toko Taikan 18Mio. Yen
Fujishiro: Sai-Jo-Saku(höchste, nicht zu übertreffende Qualität)
 
 
756

756 KATANA (濃州関住兼次作) 4.500,-
66,6cm, sori 1,4cm,  motohaba 3,11cm, sakihaba 1,89cm, motokasane 0,68cm, sakikasane 0,53, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, sanbonsugi hamon, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "NOSHU SEKI JU KANETSUGU SAKU",  NTKS-Papier, Mino-Provinz, Shinshinto-Periode bis Gendai(Neuzeit),  ca. 1865-1900.  

Koshirae:  buke-zukuri-Montierung, fuchigashira Häuser, Zedern, Schildkröten in shakudo mit Goldauflagen,runde sukashi Eisen- tsuba Zeder-Motiv, tsuka schwarz gewickelt, menuki Fächer in shakudo, schwarz-rote Lacksaya, alles Edo-Zeit.

Kanetsugu, auch genannt "Zenjo Kanetsugu", arbeitete von der Keio-Ära(1865-1868) bis in die Meiji-Ära hinein(1868-1912). Die Bakumatsu-Zeit, die das Ende der des Shogunats und der Samurai-Ära einläutete, war mit vielen Unruhen und Aufständen verbunden, die auch noch mit Schwertern ausgetragen wurden. Die Signatur ist in soshu ausgeführt(Grasschrift). Der sanbonsugi(3 Zedern)-Hamon wurde vom Mino-Schmied Magoroku Kanemoto Anfang des 17Jh. eingeführt. Er ist eine Varation des gleichmäßigen Gunome-Hamon und besteht aus 1 langen Spitze zwischen 2 kurzen Spitzen. Er ist charakteristisch für die Mino-Tradition.

Literatur /Bewertung: Hawley: 10 P.
Toko Taikan: 1,5 Mio Yen
 
 
757


757 KATANA 無銘 (三原正盛) 5.300,-
68,6cm, sori 2,2cm,  motohaba 3,16cm, sakihaba 2,27cm, motokasane 0,69cm, sakikasane 0,47cm, shinogi zukuri, chu kissaki, midare-komi boshi, midare hamon mit gunome, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, zugeschrieben an: "MIHARA MASAMORI",   durch Original Papier des japanischen Kantei-Clubs(Kurabu), Kai-Mihara-Schule, Bingo-Provinz, Muromachi-Periode, um 1560. mit shirasaya und tsunagi.  

Koshirae:  einfache, aber elegante buke-zukuri-Montierung, shakudo fuchi, stilisierte Blüten, Kashira Büffelhorn, runde katchushi Eisen-tsuba, tsuka blaugrün gewickelt, menuki Hirse in shakudo und Gold, dunkelrote Lacksaya mit kaeri-tsuno, alles Edo-Zeit, mit sageo und Schwertbeutel..

"Bishu Mihara-ju Kai Masamori" arbeitete überwiegend in der Eiroku-Periode(1558-1570). Während der Kamakura-Zeit zogen einige gute Schwertschmiede von Yamato in die Bingo-Provinz und ließen sich dort nieder. Sie begründeten die sogenannte Ko(alt)-Mihara-Schule. Die Kai- Mihara Schule entwickelte sich gegen Ende der Muromachi-Zeit in der kriegerischen Sengoku-Periode und gehört zur späten Mihara-Schule(sue mihara). Diese Schmiede waren allesamt sehr bekannt für ihre guten Arbeiten und trugen das Kanji "MASA..." in ihrem Namen wie MASACHIKA, MASAMUNE, MASAZANE, MASANAO und eben MASANORI. Das Kantei-Papier dieser Klinge trägt die Siegel von so bekannten Schwertsachverständigen, wie Shibata Mitsuo, Shibata Kazuo, Matsushima Toshio, Arase Eiichi und anderen.

Literatur /Bewertung: Hawley: 20 P.
Fujishiro: chu-jo-saku KKB: wazamono
 
759


759 KATANA 河内守源来貞幸 13.900,-€
68,4cm, sori 0,8cm,  motohaba 3,12cm, motokasane 0,75cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru-boshi, midare hamon, ko-mokume hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "KAWACHI NO KAMI MINAMOTO RAI SADAYUKI" (1.Gen.), mit Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK,   Yamashiro-Rai-Schule, Owari-Provinz, Shinto-Periode, aktiv etwa 1644-1661. Mit shirasaya und Schwertkiste. Makellose Klinge in Top-Zustand!

Koshirae: Elegante buke-zukuri-Montierung, shakudo nanako fuchigashira mit goldenen Drachen, runde shakudo-tsuba mit Auflagen von Päonien in Gold, Silber und shakudo, tsuka schwarz gewickelt, menuki Pflanzen in shakudo und Gold, schwarze Lacksaya, alle Beschläge Edo-Zeit, mit sageo, Schwertbeutel und tsunagi. 

Kawachi no Kami Rai Sadayuki war etwa von der Shoho-(1644) bis in die Kanbun Zeit(1661) aktiv. Die Owari-Samurai der frühen Shinto-Zeit schätzten besonders die Robustheit und Schärfe seiner Klingen. Besonders beliebt, aber heute auch selten, waren seine Klingen mit Midare-Hamon im Stil der Yamashiro-Rai-Schule der Kamakura-Zeit. Wegen der Seltenheit und des exzellenten Erhaltungszustands hat die Klinge ein Tokubetsu-Hozon-Papier(besonders bewahrenswertes Kulturgut) von der staatlichen Japanischen Schwertgesellschaft erhalten. Sein Sohn Etchu no Kami Sadayuki(2.Gen.) arbeitete noch bis etwa 1680 im Kuwana-Bezirk in Nagoya. Über beide Schmiede ist heute wenig bekannt, sie sind aber in allen Werken der japanischen und westlichen Schwertliteratur verzeichnet  

Literatur /Bewertung: Hawley: 15 P.
 
 
760

760 KATANA 無銘 (日向大掾貞次) € 7.500,-
69,6cm, sori 1,8cm,  motohaba 3,13cm, sakihaba 2,27cm, motokasane 0,63cm, sakikasane 0,51cm, shinogi zukuri, chu kissaki, yakitsume boshi, bo-hi, midare hamon mit gunome, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, zugeschrieben an: "HYUGA DAIJO SADATSUGU",   durch Original Papier des japanischen Kantei-Clubs(Kurabu), Echizen-Shimosaka-Schule, Echizen-Provinz, Shinto-Periode, um Kanei (1624-1644).

Koshirae:  Elegante buke-zukuri-Montierung, Kupfer- fuchi mit Chrysanthemen, Kashira schwarzes Büffelhorn, runde Eisen-tsuba mit Pflaumenblüte im Myochin-Stil, tsuka schwarze same, gewickelt mit 2-farbig geflochtenem Seidenfaden, menuki Disteln in shakudo und Gold, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit.

"Sadatsugu", mit vollem Schmiedenamen "Echizen Kuni Hyuga Daijo Sadatsugu" arbeitete um Kanei(1624-1644). Er gilt als Sohn von "Kanetsune"(Keicho 1596-1615) und signierte seine frühen Arbeiten zunächst mit "Sadamichi". Er studierte unter dem berühmten  Schmied "Yasutsugu" und fügte dementsprechend die Silbe "tsugu" in seinen Namen ein. (Echizen-Yasutsugu war einer der berühmtesten Schmiede der frühen Shinto-Zeit und der Hofschmied von Tokugawa Ieyasu und seiner Nachfolger). Für seine hervorragenden Arbeiten wurden ihm die Ehrentitel "Hyuga no Daijo" und Hyuga no Kami" verliehen. Das Kantei-Papier dieser Klinge trägt die Siegel von so bekannten Schwertsachverständigen, wie Shibata Mitsuo, Shibata Kazuo, Matsushima Toshio, Arase Eiichi und anderen.

Literatur /Bewertung: Hawley: 60 P.
Fujishiro: Jo-saku Toko Taikan: 3,5 Mio. Yen
 
761

761 KATANA 四国三郎源昭國作之 € 7.900,-
70,7cm, sori 1,8cm,  motohaba 3,20cm, sakihaba 2,37cm, motokasane 0,70cm, sakikasane 0,53, shinogi zukuri, chu kissaki, midare-komi boshi, choji-midare hamon, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SHIKOKU SABURO MINAMOTO AKIKUNI SAKU KORE",  datiert: "SHOWA GOJU SHICHINEN JUGATSU KICHIJITSU" (ein Tag im Oktober 1982), mit Papier der NTKS,  Akihide-Schule, Kochi,  Showa-Periode. 

Koshirae: Elegante zeitgleiche buke-zukuri-Montierung, shakudofarbene fuchigashira mit Auflagen in Gold und Silber, runde sukashi Eisen-tsuba mit Kirschblüten, tsuka beige gewickelt, menuki vergoldete Blumen, schwarze Lacksaya, alles Showa-Zeit, mit sageo und Schwertbeutel. 

Akikuni, mit bürgerlichem Namen "Kondo Tsutomu", wurde 1918 geboren. Er studierte die Schmiedekunst ab 1939 bei dem damals besten Showa-Schmied "Kurihara Akihide". Dieser besaß ein Trainingszentrum "Nihonto Tanren Denshujo" in Akasaka, Tokyo, wo er viele hervorragende Schmiede, wie auch Akikuni, ausbildete. Sie alle trugen das "Aki" im Namen. Akikuni wurde während des Krieges zum Rikugun Yumei Tosho ernannt und gewann den Preis des Vorsitzenden der Armeeschwert-Stiftung, den Preis des Premierministers und gewann auch nach dem Krieg, zahlreiche Wettbewerbe. Er zog später in die Präfektur Kochi auf die Insel Shikoku und schmiedete dort Shinsakuto(neue Schwerter) die bei Sammlern sehr gesucht sind. Er ist einer der wenigen modernen Schmiede der Neuzeit, die eine Punktebewertung im Hawley Schmiedeverzeichnis erhielten.  

Literatur /Bewertung: Hawley: 8 P. 
 
762

762 KATANA 無銘 (因州住景長) € 13.500,-
Nagasa 69,1cm, sori 2,6cm, motohaba 3,00cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, hoso-suguha-hamon gemischt mit ko-gunome, bo-utsuri, ko- itame hada mit ji-nie und masame, sehr gute  Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:  „INSHU KAGENAGA",(4.Gen.) durch Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK,  Inaba-Kokaji-Schule, Inaba-Provinz, Oei(1394-1428).  Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe Sensei.

Montierung:
Sehr elegante Katana-koshirae, Griff mit weißer same, dunkelgrüne Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold,  sehr feine shakudo fuchi mit Golddekoration,  runde sukashi-Eisen-Tsuba, schwarze Lacksaya, Top- Zustand.

Der Ahnherr der Schule war Tozaemon Kagenaga(1.Gen), ein Sohn von Awataguchi Yoshimasa. Ursprünglich aus Yamashiro, ging er nach Inaba und begründete dort die gleichnamige "Inaba Kokaji"-Schule. Er arbeitete etwa während der Kagen-Ära(1303-1306), es existieren aber keine signierten Klingen von ihm aus dieser Zeit.

Diese Klinge wurde von der 4. Gen. Kagenaga geschmiedet, der im gleichen Stil arbeitete, insbesondere härtete er den typischen Hoso-Suguha Hamon. Zusätzlich zum Papier hat die Klinge ein saya-gaki vom bekannten Schwertsachverständigen Tanobe Sensei. Hier eine freie Übersetzung:

"Unsignierte Katana von Inshu Kokaji Kagenaga mit originaler ungekürzter nakago. Ära: Oei. Die 1. Gen. war ein Schüler von Awataguchi Yoshimasa. Länge: 2 shaku, 2 sun, 8 bu. Dies Katana ist von exzellenter Qualität und eine typische Arbeit dieser Schule.
Heisei 17, Unterschrift und Siegel(Kao) von Tanobe Tanzan".

Literatur/Bewertung:
Hawley 20 P.
Toko Taikan 5 Mio. Yen
Fujishiro: Chu-Jo-Saku
KKB: Ryo wazamono

 
764


764 KATANA 肥前國近江大掾藤原忠廣 € 22.500,-
Nagasa 71,3cm, sori 1,9cm, motohaba 2,98cm, sakihaba1,90cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, o-maru boshi mit hakikake, suguha-hamon in ko-nie-deki mit breitem nioiguchi und vielen ashi und yo. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute  Politur von Mishina, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert:  „HIZEN no KUNI OMI DAIJO FUJIWARA TADAHIRO",(2.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK,  Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt zwischen 1641 und 1688.  Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya mit saya-gaki von Sato Kanzan-Sensei von 1970.

Montierung:
Antike Katana-koshirae, Griff mit weißer same, schwarze Seidenwicklung,  sehr feine shakudo fuchi mit kinzogan Golddekoration mit karakusa Muster, Eisen-Tsuba, namban Stil mit Vergoldung, saya mit ungewöhnlicher Rattan-Wicklung, guter Zustand, Edo Zeit.

Tadahiro, 2te Generation, war der Sohn des berühmten Tadayoshi,1.Gen. Er wurde 1614 in Saga, Hizen geboren und sein bürgerlicher Name war Hashimoto Heisakuro. Sein Vater Tadayoshi war bei seiner Geburt bereits 42 Jahre alt und Tadahiro begann schon mit 10 Jahren seine Lehrzeit in der Tadayoshi Werkstatt. Als sein Vater 1632 starb, war Tadahiro erst 19 Jahre alt und plötzlich Erbe der großen und berühmten Schmiedewerkstatt. In dieser Zeit wurden viele Schwerter auch von den Meisterschülern seines Vaters geschmiedet (vor allem von Meisterschmied Masahiro) und in seinem Namen signiert(daisaku). Zu dieser Zeit übernahm er zunächst den Vornamen seines Vaters, Shinzaemon. Seltsamerweise übernahm er nie den Hauptnamen seines Vaters, nämlich "Tadayoshi", sondern den Spätnamen "Tadahiro". Man vermutet, er tat es, weil er kein offizieller Sohn, sondern das Kind einer Konkubine seines Vaters war. Erst sein Sohn, Tadayoshi III, führte diese Namenstradition weiter(siehe unser Wakizashi Nr. 696). 1641 erhielt er den Ehrentitel "Omi no Daijo". Wie sein Vater und sein Sohn, war auch er ein Schmied von außerordentlichem Können. Hätte ihm mehr Zeit mit seinem Vater zur Verfügung gestanden, hätte er diesen sicher bei weitem übertroffen! Omi no Daijo Tadahiro starb 1693 im Alter von 80 Jahren und einer Schaffenszeit von über 50 Jahren.

Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Diese Klinge zeigt lt. Kenji Mishina typische Merkmale der alten Rai-Schule, besonders des Rai Kunitoshi. Die Klinge ist fehlerfrei und von eleganter Form. Für diesen Preis mit Koshirae ein Muß für jeden Sammler von Hizen-Klingen!

Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.
 
 

Literatur/Bewertung:
Hawley 70 P.
Toko Taikan 8Mio. Yen
Fujishiro: Jo-Jo-Saku (sehr, sehr hohe Qualität)
KKB: O-Wazamono (sehr, sehr hohe Schärfe)

 
765


765 KATANA 肥前國住人忠吉作 € 32.500,-
Nagasa 69,0cm, sori 1,6cm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,17cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, sugu boshi mit ko-maru kaeri, suguha-hamon in  nie-deki und vielen ashi, gemischt mit etwas ko-gunome-midare. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute  Politur von Mishina-sensei, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert:  „HIZEN no KUNI JUNIN TADAYOSHI SAKU",(1.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK,  Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt etwa im 7.Jahr Genna(1621). Elegante fehlerfreie Klinge.
Montierung:
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe-Sensei von 2007. Er bescheinigt, dass es sich um eine Klinge von eindrucksvoller Erscheinung handelt, mit unbearbeiteter nakago. Außerdem ist sie ein "utsushimono"(Nachempfindung) einer Naoe Shizu- Klinge der Nambokuchyo Zeit. Dieser Stil ist typisch für Tadayoshis Arbeiten aus dieser Zeit und eine der Traditionen, die ihn sein großer Lehrmeister Umetada Myoju gelehrt hatte.

HIZEN TADAYOSHI, 1te Generation und noch vor seinem Sohn Tadahiro und seinem Enkel Tadayoshi III der berühmteste Hizen Schmied, wurde 1572 in Saga, Hizen, geboren und begann sein Studium des Schwertschmiedens noch zum Ende der Koto-Zeit. Sein Großvater und sein Arbeitgeber starben früh im Kampf, sein Vater starb im Krankenbett. So blieb Hashimoto Shinzaemon, so sein damaliger Erbfolgename, als Waise zurück. Da er erst 13 war, konnte er die Erbfolge nicht antreten und lernte bei Verwandten in Nagase das Schmiedehandwerk. 1596, Shinzaemon war 25, wurde  Nabeshima Naoshige, Daimyo von Hizen, auf das junge Talent aufmersam und schickte ihn als Schüler zu dem damals berühmten Schmiedemeister Umetada Myoju nach Kyoto. Die Nabeshima-Famile plante schon geraume Zeit, unter ihrer Leitung ein großes Schmiedezentrum in Saga zu etablieren, in dem nur Klingen von höchster Qualität produziert werden sollten. Dieses Vorhaben war, wie man weiß, mehr als erfolgreich. Die hochwertigen Hizen-Klingen wurden der größte Exportschlager der Provinz und die Nabeshima besaßen das Monopol. Nach 3 Jahren kehrte Shinzaemon nach Nagase zurück und bekam von Umetada Myoju die Erlaubnis, das "tada" aus seinem Namen für seinen neuen Schmiedenamen "Tadayoshi" zu verwenden. Wenig später ordnete Nabeshima Katsushige an, die Schmiede in die Haupstadt zu verlegen und ein großes Schmiedezentrum unter der Leitung von Tadayoshi an der Burg von Saga zu errichten. Tadayoshi beherrschte die meisten der alten Schmiedestile, aber vorwiegend fertigte er utsushimono-Klingen in der Naoe-Shizu- oder der Rai-Tradition. Später im Leben änderte Tadayoshi noch einmal seinen Namen in "Tadahiro". Diesen Namen übernahm später sein Sohn, der deshalb als Tadahiro II bezeichnet wird.(Siehe auch unsere Nr. 764). Er starb 1632, im Alter von 61 Jahren. Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Sie ist elegant und fehlerfrei und eine wunderbare Gelegenheit für einen Sammler, eine perfekte Arbeit des bedeutendsten Hizen-Schmieds zu erwerben. Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.
 
 
Literatur/Bewertung:
Toko Taikan 15Mio. Yen
Fujishiro: Sai-Jo-Saku(höchste mögliche Qualität)
KKB: Saijo-O-Wazamono(höchste mögliche Schärfe)

 
766

766 TACHI 延寿 € 29.500,-
70,9cm, sori 2,4cm, kasane 0,66cm, motohaba 3,07cm, sakihaba 2,03cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, hamon chu-suguha in ko-nie-deki mit ashi, sunagashi und kinsuji. Ko- itame hada und mokume, ji-nie mit chikei, deutliches utsuri, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, o-suriage, unsigniert, zugeschrieben an:  „ENJU“, durch Juyo Token Papier der NBTHK,  Ko-Enju-Schule, späte Kamakura-Zeit, ca. 1275-1303. Fehlerfreie Klinge von eleganter Form.
 

Montierung:
Shirasaya.

Gründer der Enju-Schule war der Schmied Enju Hiromura. Er kam aus Yamato und arbeitete und studierte dort zunächst unter Norihiro in der Tradition der Shikkake-Schule. Um 1250 ging er nach Kyoto und arbeitete bei dem berühmten Rai Kuniyuki. Sein Sohn Enju Taro Kunimura, aus dessen späterer Werkstatt diese Klinge stammt, heiratete sogar eine Tochter von Rai Kuniyuki. Kunimura zog später in die Higo Provinz und arbeitete in der Gegend von Kikuchi, wo die Enju-Schule noch bis in Muromachi Periode hinein tätig war. Man teilt die Enju-Klingen in 3 Perioden: Ko-Enju(späte Kamakura-Zeit), Chu-Enju(Nambokuchyo-Zeit) und Sue-Enju(Muromachi-Zeit)  

Die vorliegende Klinge wird als sehr frühe Enju Arbeit(Ko-Enju) eingeordnet. Auch die Yamato Provenienz läßt sich nicht verleugnen. Die meisten Elemente stammen natürlich von der Yamashiro-Rai-Schule. Obwohl Hiromura und Kunimura  bei Rai Kuniyuki studierten, erinnert diese Klinge noch mehr an die Arbeiten seines Sohnes, Rai Kunitoshi.  Das würde zeitlich auch passen. Top-Arbeiten der Ko-Enju-Schule sind von Wert und Qualität durchaus den Arbeiten der Rai-Schule gleichzusetzen und nicht wenige haben in Japan den Tokubetsu-Juyo-Status erhalten.

Bewertung(Enju Kunimura):
Hawley 150P.
Toko Taikan 10Mio. Yen
Fujishiro: Sai-Jo-Saku
 
 
767

767 KATANA 無銘 (壽命) 5.600,-€
63,6cm, sori 1,5cm,  Breite am hamachi 2,97cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, itame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "SHINTO JUMYO", durch Hozon Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1680. Im Shirasaya.

Koshirae:  Sehr schöne buke-zukuri-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in shakudo-nanako mit goldenen Helmen, schöne, guterhaltene mokko- Eisentsuba mit Vogel und Wolkenmotiv, teilvergoldet, Griff mit goldfarbener Seidenwicklung, menuki Früchte in shakudo mit Gold, schwarze roiro Lacksaya, alles Edo-Zeit.

Jumyo wurde auch Hikogoro Jumyo genannt (Hikogoro war sein Jungenname). Sein bürgerlicher Name war Kondo Sozaemon. Er arbeitete in den Provinzen Mino und Owari. 1683 erhielt er die Hokkyo-Priesterwürde. Er starb 1703 im Alter von 84 Jahren.

Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa un 1680 entstanden sein.

Der Name Jumyo bedeutet wörtlich Langes Leben und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Literatur/Bewertung:
Hawley:    15P.
Toko Taikan:  1,8 Mio. Yen
 

Daisho

236



DAISHO 14.900,-€
KATANA, 70,8cm, sori 1,4cm, motohaba 28,8mm, motokasane 6,7mm, sakihaba 24mm, sakikasane 5,5mm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, itame hada, choji midare hamon,  neue Politur, signiert  “SOSHU JU TACHIBANA ENRYUSHI FUJIWARA KUNIHIDE TSUKURU” ,  mit NTHK Papier. Schöne Shinshinto Klinge im Shirasaya, Kozuke, Sagami-Schule, um Ansei(1854-1859).

Kunihide war ein Schüler des bekannten Schmieds Nakayama ikkansei Yoshihiro. Sein bürgerlicher name war Tachibana Hayato. Er arbeitete ab etwa 1830 für den Annaka-Clan in Kozuke, später, zwischen 1850 und 1860 arbeitete er in Kamakura. Aus dieser Zeit stammt diese Klinge. In der ungewöhnlichen hira-zukuri Form entspricht dem Geschmack der Nanbokucho-Zeit.

Bewertung:  1,8 Mio. Yen (Toko Taikan), 10 P. (Hawley).

WAKIZASHI, 32,5cm, sori 0,3cm, hira zukuri, bohi, 1 mekugi ana, ubu nakago, mumei, itame hada, gunome notare hamon, neue Politur, unsigniert, im Stil der Sagami Tradition der Nanbokucho-Zeit, Edo, um 1850. Attraktive fehlerlose Shinshinto-Klinge im Shirasaya.
Die Klinge hat große Ähnlichkeit mit den späten Arbeiten von Yamaura Tamaki(Kiyomaro).

Beide Klingen, Lang- und Kurzschwert stammen nicht nur aus der gleichen Epoche, sondern sind sich auch sehr ähnlich und im gleichen Stil gefertigt. Das macht dieses Paar als Set besonders attraktiv.

Koshirae: Sehr attraktive komplett zusammenpassende buke zukuri Daisho- Montierung im Stil der Momoyama-Zeit, scharze Lederwicklung, sayas roter Lack, alle Beschläge wie abgebildet en suite in shakudo nanako mit goldenen Kiri-Mon, 19./20.Jh.
 
241


241 DAISHO 信濃大掾藤原忠國 21.500,-€
KATANA, 61cm, sori 1,5cm, shinogi zukuri, ko itame hada,  midare hamon mit suguha und notare, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SHINANO DAIJO FUJIWARA TADAKUNI", (2. Gen.), NBTHK Hozon Papier, gute Politur, Inaba-Provinz, um 1685.

Bewertung/Literatur: Jo-Saku (Fujishiro), "Wazamono"(KKB, "scharf"), 3 Mio. Yen (Toko Taikan), 25 Punkte(Hawley).

WAKIZASHI, 46,2cm, shinogi zukuri, ko itame hada, midare hamon mit suguha und notare, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "SHINANO DAIJO FUJIWARA TADAKUNI", (2. Gen.), NBTHK Hozon Papier, gute Politur, Inaba-Provinz, um 1685.

Bewertung/Literatur: Jo-Saku (Fujishiro), "Wazamono"(KKB, "scharf"), 3 Mio. Yen (Toko Taikan), 25 Punkte(Hawley).

Koshirae: Sehr elegante buke zukuri Daisho- Montierung, goldene Seidenwicklung, sayas dunkelbrauner Lack, runde Tsubas,  Fuchikashira, Kozuka, Kogai und menuki alle en suite in Shakudo nanako mit Pferden in Gold und shakudo. Fuchikashira und Kogai mit NBTHK Papieren, Edo-Zeit.

Tadakunis bürgerlicher Name war Yamamoto Hachirodayu. Er arbeitete von den 60er Jahren des 17.Jhdts. bis zu seinem Tod 1720 im Alter von 70 Jahren. 1710 schmiedete er ein Schwert, das dem koreanischen Botschafter als Geschenk überreicht wurde.
 
242

242 DAISHO 政治 € 8.500,-
KATANA, 71,1cm, sori 1,8cm, motohaba 3,17cm, sakihaba 2,50cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, o-gunome hamon mit ashi, sunagashi und kinsen, ubu nakago, 1 mekugi ana, omote signiert: "AWA GOSHO JUNIN MASAHARU SAKU, SHOWA 62 NEN SHOSHUN“ , (1987) ura signiert: „BIZEN KUNI MONORI KYO KOMYOJI NO KYOGU O OKAMOTO RYOKICHI DAIME OKAMOTO TSUYOSHI KUN NO MEI“ (in Auftrag gegeben von Tsuyoshi Okamoto, Sohn von Ryokichi Okamoto, sehr gute Politur, Awa- Provinz (heute Chiba-Präfektur). Im Shirasaya.

WAKIZASHI, 55,2cm, sori 1,2cm, motohaba 2,70cm, sakihaba 2,20cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, o-gunome hamon mit ashi, sunagashi und kinsen, ubu nakago, 1 mekugi ana, omote signiert: "AWA GOSHO JUNIN MASAHARU SAKU, SHOWA 62 NEN SHOSHUN“ , (1987) ura signiert: „BIZEN KUNI MONORI KYO KOMYOJI NO KYOGU O OKAMOTO RYOKICHI DAIME OKAMOTO TSUYOSHI KUN NO MEI“ (in Auftrag gegeben von Tsuyoshi Okamoto, Sohn von Ryokichi Okamoto, sehr gute Politur, Awa- Provinz (heute Chiba-Präfektur). Im Shirasaya.

Koshirae: Elegante Buke zukuri Daisho-Montierung, Fuchigashira, Koiguchi, und Kojiri aus massivem Silber im omori-Stil. Griffe mit schwarzer Seidenwicklung, Menuki Silber, patiniert. Tsuba Eisen, rund, sukashi, schwarze Lacksaya. Zustand wie neu.

Masaharu arbeitete in der Showa-Zeit(1926-1989) Er war ein Schüler von Masahiro. Das Daisho wurde von Tsuyoshi Okamoto im Stil von Tsuda Sukehiro bestellt und 1987 angefertigt.

 
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