Asienkunst

Japanische Kunst und Wissen

Japan Kunst

Bei uns finden Sie nicht nur eine hochwertige Auswahl zum Thema Samurai-Schwerter, sondern auch fundierte Informationen, die Ihr Interesse wecken und Ihnen die Faszination dieser besonderen Stücke näherbringen. Auch für Kenner und Sammler gibt es bei uns noch vieles zu entdecken.

Wir laden Sie herzlich ein, sich in Ruhe in unserem Online-Angebot umzusehen. Auf der linken Seite finden Sie eine übersichtliche Navigation durch die verschiedenen Bereiche.

Über Ihre Kontaktaufnahme oder einen Besuch in unserem Geschäft in Wiesbaden mit permanenter Ausstellung freuen wir uns sehr – bitte vereinbaren Sie dafür vorab einen Termin. Unser Geschäft ist täglich geöffnet (außer sonntags) und liegt nur etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Flughafen Frankfurt entfernt, alternativ erreichen Sie uns in rund 35 Minuten mit der S-Bahn.

847 01

Sattel (Kura)

Dieser Sattel besitzt die typische klassische Form. Das Material ist Holz, innen dunkelbraun matt lackiert, an den Außenseiten glänzend schwarz lackiert (roiro) mit Pflaumenblüten(uma) in Goldmalerei(makie). Um 1800.
Die Original-Belederung(aori) ist dabei, was selten ist. Sie besteht aus dunkelgrün- und goldlackiertem Leder. Vorhanden ist auch die Original-Sattelkiste.Das Pferd und die damit verbundene Kampftechnik zu Pferde brachten ursprünglich die Mongolen nach Japan. Man schätzt, dass sich die endgültige Form des Sattels, wie sie hier vorliegt, etwa während der Heian Periode im 8.Jhd entwickelte und sich seit der Kamakura-Zeit(13.Jhd) nicht mehr wesentlich veränderte, da er nun technisch der hochspezialisierten Kampfkunst zu Pferde perfekt angepasst war.
Diese Techniken im Sattel, sei es Bogenschießen oder Schwertkampf erforderten extreme, ja artistische Körperbeherrschung. Nur Samurai der hohen und höchsten Ränge durften ein Pferd im Kampf benutzen. Die Ausbildung der Samurai-Schlachtpferde war teuer, langwierig und kompliziert.Der eigentliche Sattel (kura) bestand aus 4 Teilen: Vorderknauf, hinten der Sattelkranz und 2 breite Stege, die beides zusammenhielten und den eigentlichen Sitz darstellten. Die 4 Teile wurden miteinander verzapft und mit speziellen Riemen zusammengeschnürt, wodurch der Sattel etwas flexibel blieb. Das Material war Hartholz und wurde wetterfest lackiert, die sichtbaren Teile weisen zum Teil sehr schöne Lackmalereien auf. Sattelauflage bestand meist aus lackiertem Leder ebenso wie alle Gurte. Satteldecken waren meist aus gefärbtem gemusterten Stoffen gewebt. Die Steigbügel(abumi) haben sich wie die Sättel in ihrer ihrer charakteristischen gebogenen schuhartigen Form seit dem 13.Jhd. nicht verändert. Sie bestanden aus Eisen, waren entweder lackiert oder mit schönen Einlegearbeiten aus verschiedenen Metallen verziert.

847
Preis
Verkauft
10

KATANA 平安城住藤原國武

Nagasa: 75.80 cm, sori: 3.10 cm, motohaba: 3.09 cm motokasane: 0.71 cm, hamon: notare mit nie, sunagashi und kinsuji, jihada: itame, signiert: "HEIANJÔ JÛ FUJIWARA KUNITAKE", mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, im shirasaya mit sayagaki(Zertifikat) von Dr. Honma Kunzan.

Horikawa Kunitake soll ein Nachkomme von Sanjo Yoshinori aus der Koto/Muromachi-Zeit, ein Schüler des Meisters Horikawa Kunihiro und der Vater von Izumo Daijo Yoshitake sein. Kunitake war einer der vielen bekannten Schüler Horikawa Kunihiros. Es ist auch bekannt, dass er eine sehr enge Beziehung zu einem anderen Schüler Kunihiros, Dewa Daijo Kunimichi, hatte. Da die Werke Kunitakes so selten sind, ist wenig über ihn bekannt. Um ein besseres Gefühl für diesen Schmied zu bekommen, empfiehlt es sich, seinen Lehrer Kunihiro zu studieren. Kunihiro gilt vielen als der bedeutendste Meister aller Shinto-Schwertschmiede, sowohl hinsichtlich seines Könnens als auch der großen Anzahl exzellenter Schüler, die bei ihm ausgebildet wurden. Darüber hinaus war er einer der produktivsten Schmiede und fertigte Schwerter vom vierten Tensho (1576) bis zu seinem Tod im 19. Keicho (1614) im Alter von 84 Jahren.
Kunihiro weist zwei verschiedene Arten der Handwerkskunst auf. Die erste wird als „Tensho-uchi“ oder „Koyu-uchi“ bezeichnet und bezeichnet den Stil der Klingen, die er während seiner Wanderschaft im Tensho-Zeitalter schuf. Die zweite wird als „Keicho-uchi“ oder „Horikawa-uchi“ bezeichnet und bezeichnet die Klingen, die er nach seiner Niederlassung im Kyotoer Stadtteil Horikawa schuf. Die „Tensho-uchi“-Schwerter weisen deutliche Einflüsse der Sue-Soshu- und Sue-Seki-Schwerter auf. Die „Keicho-uchi“- oder „Horikawa-uchi“-Schwerter weisen hingegen starke orthodoxe Soshu-Merkmale von Schmieden wie Masamune, Sadamune und Shizu Kaneuji auf.

Das vorliegende Schwert gilt als äußerst wertvolles erhaltenes Exemplar von Fujiwara no Kunitake, der in der Burg Heian lebte. Die Form entspricht der eines antiken Schwertes, das Grundmetall weist fließende Itame-Hada auf, und es gibt einige Schmiedespuren, die dennoch sehenswert sind. Der Hamon ist ein turbulenter Notare mit Nie, mit Sunagashi und Kinsuji. Die Klinge hat einen breiten Körper, einen dicken Rand und eine tiefe Krümmung mit einem länglichen Kissaki. Es ist eine feine Keicho-Shinto-Arbeit mit einer wunderschönen Form, die um die Shoho-Ära (1652) entstand.
Dieses Stück besitzt außerdem ein sayagaki von Dr. Kunzan, das auf die Keicho-Zeit hindeutet, mit einer wunderschönen Form, einer tiefen Krümmung und einem leicht länglichen Kissaki. Da Heianjo Kunitake bei Kunihiro assistierte, wird angenommen, dass er wenig Werke unter eigenem Namen schuf.
Die Qualität seiner Werke ist jedoch ausgezeichnet, wie das Sayagaki von Dr. Kunzan beweist.
K
oshirae:
Das alte, top-restaurierte Koshirae hat eine schwarz lackierte Scheide. Die Tsuba ist rund und aus Eisen, umgeben von Silber mit eingravierten Motiven von Riesen, Menschen und Bäumen und mit Gold belegt.
Die fuchigashira weisen ein hochreliefiertes, goldenes Drachenmotiv auf.
Die Menuki sind große, hochreliefierte, goldene Drachen.



Bewertung
Hawley 25P.
Toko Taikan 3 Mio Yen
Fujishiro Jo-Saku (sehr hohe Qualität)
Kaiho Kenshaku Wazamono (scharf)
842
Preis
18.400,00 €
DSCN6787

GUNTO-KATANA 備中國水田住國重

54,3cm, sori 1,28cm, motohaba 3,03cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, itame hada, gunome midare hamon, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "BITCHU KUNI MIZUTA JU KUNISHIGE", Original Politur, Details gut erkennbar, Mizuta -Schule, Bitchu-Provinz, um Kanei(1624-1644).

Koshirae: Originale Shingunto-Offiziers-Montierung Typ 98 aus dem 2ten Weltkrieg. Griff und Beschläge komplett in erstklassigem Zustand und original für diese Klinge gefertigt. Saya Holz mit Leder überzogen, so wie sie für den praktischen Einsatz beliebt waren. Der Typ 98 wurde 1938 eingeführt und hier wurden auch erstmals die lederüberzogenen Sayas verwendet.

Die Mizuta Schule(Ko-Mizuta) wurde von Tatsubo Kunishige um 1520 begründet und hatte ihren Ursprung in der Aoe-Schule. Interessanterweise hat die Schule ihren Namen nachträglich vom späteren Shinto -Schmied Oyogo Mizuta bekommen, als dieser nach Mizuta zog. Die Koto- Schmiede der Schule(Ko-Mizuta) signierten deshalb noch gar nicht mit Mizuta. Von Stil und Signatur ähnelt die vorliegende Klinge der 5. Generation. Mit bürgerlichem Namen hieß er Otsuki Yogoro, sein Spitzname war Oyogo. Er gilt als der herausragenste Schmied der Shinto-Mizuta-Schule. Typisch für ihn waren der breite und attraktive Gunome-o midare hamon mit sehr viel nie in der Härtung. Er soll früh verstorben sein und der Schwiegersohn seines jüngeren Bruders folgte ihm dann als 6. Gen.

Die Klingen der Mizuta Schule der Shinto Zeit zeigen viele Elemente des Soshu-Stils und waren deshalb und wegen ihrer Schärfe bei den Samurai dieser Zeit sehr beliebt.

Die vorliegende Klinge war offensichtlich das Erbstück einer Samuraifamilie. Abkömmlinge solcher Familien, die im 2ten Weltkrieg als Offiziere der kaiserlichen Armee dienten, hatten das Recht, die ererbten Familienklingen als Ordonnanzwaffen bei diesem wohl letzten kriegerischen Einsatz zu führen.

Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung(5.Generation)

Bewertung
Hawley 70P.
Fujishiro Jo-Jo- Saku(sehr sehr hohe Qualität)
KKB Ryo-Wazamono(sehr scharf)
Toko Taikan 4,5Mio. Yen
837
Preis
Verkauft
7

Katana 固山宗次

69,1cm, sori 1,7cm, motohaba 3,0cm, motokasane 0,72cm, shinogi zukuri, chu kissaki, choji-midare hamon, ko-itame hada mit ji-nie und chikei, gute Politur, suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "KOYAMA MUNETSUGU", durch Papier der NTKS, Bizen-Yokoyama-Schule, Bizen-Provinz, Edo-Zeit, um Tenpo(1830-1844), im shirasaya.

Koshirae: Elegante Buke-zukuri-Montierung, Fuchigashira in shakudo nanako mit shishi. Eisentsuba, rund, Kirschblüten im Relief mit kleinen Goldeinlagen, Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki shishi in shakudo und Gold, schwarze roiro-Lacksaya, mit tsunagi.

Munetsugu wurde 1802 in Shirakawa, Oshu Provinz, geboren. Sein bürgerlicher Name war Koyama Sobei. Er studierte das Schmieden bei Kato Tsunahide, aber sein persönlicher Lehrer war wohl Chounsai Tsunatoshi. Nach seiner Lehre arbeitete er in Edo für die Matsudaira, die Daimyo des Kuwana Lehens. Seine Klingen wurden ausgiebig und erfolgreich von berühmten Schwerttestern, wie Yamada Asaemon und Yamada Gosaburo getestet. Durch den intensiven Kontakt mit diesen Testspezialisten konnte er die praktische Schneidfähigkeit seiner Klingen verbessern. Die Schönheit seiner Schwerter im Bizen-Stil, insbesondere die aus der Tenpo-Zeit, ist legendär. Die japanische Literatur wie der Nihonto Koza, hält ihn für den überragensten Meister des Bizen Stils in der Shinshinto-Periode. Zu seinen Abnehmern zählten viele Prominente seiner Zeit, wie die Daimyo von Furukawa, von Uwajima und natürlich die Matsudaira Familie. Außerdem der damals berühmte Yokozuna Sumo Ringer Inazuma Raigoro.

Vermittlung von Privat

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 7 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku (sehr sehr hohe Qualität)
836
Preis
Verkauft
DSCN6573

KATANA 菊池住貞則作

68,8 cm, sori 2,1cm, motohaba 3,24cm, motokasane 0,66cm, shinogi zukuri, ko- itame hada, suguha hamon mit gunome und nie, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert:"KIKUCHI JU SADANORI SAKU", datiert: "HACHI GATSU HI", (Ein Tag im August), befriedigende alte Original- Politur, Higo-Provinz, Joo(1652-1655).

Koshirae: Original- Katana-Montierung, Edo-Zeit, guter Zustand. Tsuka mit schwarzer Seidenwicklung, feine fuchigashira in shakudo mit Goldeinlagen, menuki Drachen in Kupfer, Tsuba aus Eisen, gerundet, Motiv Aoi-Tsuba. Saya schwarzer Lack.

Richtiger Name: Suzuki Sa'emon (鈴木佐右衛門), geboren in Kikuchi, Provinz Higo (heutige Präfektur Kumamoto). Er zieht später nach Osaka, Provinz Settsu, um zu studieren. Er wurde Schüler von Inoue Shinkai (井上真改), der zweiten Generation von Izumi no kami Kunisada (和泉守国貞), einem hoch angesehenen Schwertschmied. Er arbeitete dann für die Naito-Familie. Im Jahr 1672 diente er ausschließlich Naito Yoshimune, dem Feudalherrn des Taira-Han in der Provinz Iwaki (heutige Präfektur Fukushima). Er erhielt den Ehrentitel "Kaga no Kami" (加賀守).

Die Signatur "Kikuchi ju Sadanori saku(菊池住貞則作) läßt vermuten, dass diese Klinge vermutlich eine frühe Arbeit ist, als Sadahiro noch in Kikuchi wohnte. Schwerter aus dieser Zeit sind sehr selten. Die Klinge ist etwas fleckig, hat aber keine Fehler.


Differenzbesteuert §25a UStG

Bewertung
Hawley 80P.
Toko Taikan 3,8 Mio Yen
Fujishiro Jo Saku (sehr hohe Qualität!)
Kaiho Kenjaku Wazamono (scharf)
832
Preis
Verkauft
DSCN6576

TACHI 鬼塚吉國

Nagasa 71,3cm, kasane 6,8mm, motohaba 3,35cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, suguha hamon in ko-nie deki, ko-itame hada mit ji-nie, gute Politur, ubu nakago, 3 mekugi ana, ungewöhnliche und seltene Rillengravur direkt auf dem shinogi, Gold-habaki, fehlerfreie Klinge, zugeschrieben an: „ONITSUKA YOSHIKUNI“, durch Papier der NTHK(NPO), Chikugo-Provinz, Shinto-Zeit, um 1650.

Koshirae: Die vorliegende Schwert ist ein Tachi. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurden fast alle dieser langen Klingen in der Shinto-Zeit gekürzt. Die Itomaki- No- Tachi- Montierung für diese frühe Shinto Klinge wurde etwa im 19.Jh. hergestellt und ist in sehr gutem Zustand. Diese Montierungen sind mittlerweile sehr selten geworden. Sie wurden ausschließlich zusammen mit der Rüstung(yoroi) von hochrangigen Samurai getragen. Die Wicklung auf der saya sollte ursprünglich verhindern, dass der Lack auf Rüstung oder saya verkratzte. Die Itomaki- No- Tachi- Montierung für diese frühe Shinto Klinge wurde etwa im 19.Jh. hergestellt und ist in sehr gutem Zustand.

Onitsuka Yoshikuni war ein wirklich guter und hochangesehener Schwertschmied. Er wurde 1574 in Oshu geboren und arbeitete dann für das Tanagura Lehen. Später zog er in die Provinz Chikugo (heute Präfektur Fukuoka), weil sein Kriegsherr und Daimyo, Tachibana Muneshige, das dortige Yanagawa Lehen übernahm. Es gibt Aufzeichnungen, dass er mit 77 Jahren, im Jahr 1650, immer noch Schwerter hergestellt hat. Diese Klinge wird von der NTHK auf etwa 1650 datiert. Man glaubt, dass zwischen 1640 und 1650 sein Sohn, der auch Yoshikuni hieß (die zweite Generation), ihm oft beim Schwertschmieden geholfen hat. Das nannte man "Daisaku", also gemeinsames Arbeiten. Schwerter, die von Onitsuka Yoshikuni gemacht wurden, werden für ihre Qualität bewundert und gelten als besonders scharf und stabil. Yoshikunis Schwerter waren so gut im Schneiden, dass er als "Wazamono Toko" anerkannt wurde. Das bedeutet so viel wie ein Meister im Herstellen von Waffen, die wirklich gut schneiden konnten. Vermutlich wurde diese Klinge deshalb einem Schnitt-Test an einem menschlichen Körper unterzogen, durchgeführt vom offiziellen Schwerttester der Tokugawa Regierung, YAMADA ASAEMON. Klingen mit solchen Inschriften(tameshi mei oder saidan mei) sind sehr selten.

Auf der omote- Seite das kiri-tsuke mei: "Kagomaru Yamada Asaemon" (Der Schwerttester und Sachverständige, Yamada Asaemon verleiht dem Schwert den Namen Kagomaru, "Großer Korb").

Auf der ura-Seite der Test: "Meiwa Roku Nen Jyunigatsu Denma-choh Ni Oite Ryosha Dodanbarai" (Körper, auf einem Sandhügel festgebunden, unterhalb des Nabels quer durchtrennt. In Denma im Dezember 1769). Denma gehörte zu den größten Gefängnissen und Hinrichtungsstätten im Japan der Edo-Zeit.

Das Testen von Klingen an Körpern, "tameshigiri" genannt, war ein Monopol des Tokugawa Shogunats und wurde bis ins 19.Jh. praktiziert. Es wurde zumeist an Leichen hingerichteter Verbrecher, aber auch an zum Tode Verurteilten durchgeführt.
Die getesteten Klingen sind fast immer älter als der Test selbst. Bei dieser Klinge erfolgte der Test etwa 120 Jahre nach der Herstellung.
Für den Besitzer eines Schwerts hatte eine Inschrift mit einem erfolgreichen Test einen enormen Wert. Die Prozedur war jedoch sehr formalisiert, stand unter strenger Kontrolle der verantwortlichen Beamten des Shogunats und war wohl auch für die damaligen Verhältnisse enorm kostspielig. Man findet dieses "saidan mei" oder auch "tameshi mei" zumeist nur auf sehr hochwertigen Klingen. Die besten Klingen konnten bis zu 7 Körper übereinander mit einem Hieb durchtrennen. Das Testergebnis wurde dann nachträglich in die Angel eingeschlagen Mit der vorliegenden Klinge wurde ein "ryokuruma"-Schnitt vorgenommen, also quer durch den Bauch, Wirbelsäule und Hüftknochen, einer der schwierigsten Schnitte.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir zu diesem Thema folgendes (englischsprachige) Buch:
"Tameshigiri - The History and Development of Japanese Sword Testing" von Markus Sesko

Der Schwertschmied Yoshikuni arbeitete vor allem für den Lehnsherr und Fürsten von Yanagawa, Tachibana Muneshige. Dieser Daimyo war ein großer Feldherr und kämpfte in zahlreichen Feldzügen und Schlachten während der kriegerischen Sengoku Periode, z.B. in Korea bis hin zur entscheidenden Schlacht bei Sekigahara. Obwohl er während der Machtkämpfe um das Shogunat teilweise auf der Seite von Hideyoshi gegen Tokugawa Ieyasu kämpfte, bekam er später seine Lehen zurück, da er ein so hervorragender Kämpfer und Feldherr war und Ieyasu ihn auf seiner Seite haben wollte. Er wurde sogar Berater von Ieyasus Sohn. Yoshikuni schmiedete dann auch Klingen für die Tokugawa Familie. Der berühmte Fürst der Mito-Residenz, Tokugawa Mitsukuni(1628-1701), führte ebenfalls eine Klinge von Onitsuka Yoshikuni und gab ihr den Namen Yaregoromo(zerschlissene Kleidung)

Vermittlung von Privat


Bewertung
Hawley 35P.
Toko Taikan 4,5 Mio Yen
Fujishiro Jo-Saku
Kaiho Kenjaku Wazamono(scharf)
831
Preis
29.000,00 €