Asienkunst

Japanische Kunst und Wissen

Japan Kunst

Bei uns finden Sie nicht nur eine qualitativ hochwertige Auswahl zum Thema, vielmehr möchten wir Ihr viele Informationen an die Hand geben um Ihr Interesse zu wecken und Ihnen die Faszination der Samurai-Schwerter zu vermitteln. Und auch für den "Profi" gibt es sicherlich noch einiges zu entdecken.

Wir laden sie herzlich dazu ein, sich in Ruhe unser Online Angebot anzuschauen. Sie finden auf der linken Seite entsprechende Navigationshilfen. Über eine Kontaktaufnahme oder den Besuch in unserem Geschäft in Wiesbaden mit permanenter Ausstellung würden wir uns sehr freuen (nach vorheriger Anmeldung). Unser Geschäft ist täglich (außer Sonntags!) geöffnet. Wir sind nur etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Flughafen Frankfurt entfernt oder alternativ etwa 35 Minuten mit der S-Bahn.

767 a

KATANA 無銘 (壽命)

63,6cm, sori 1,5cm, Breite am hamachi 2,97cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, itame hada, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "SHINTO JUMYO", durch Hozon Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1680. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne buke-zukuri-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in shakudo-nanako mit goldenen Helmen, schöne, guterhaltene mokko- Eisentsuba mit Vogel und Wolkenmotiv, teilvergoldet, Griff mit goldfarbener Seidenwicklung, menuki Früchte in shakudo mit Gold, schwarze roiro Lacksaya, alles Edo-Zeit.

Jumyo wurde auch Hikogoro Jumyo genannt (Hikogoro war sein Jungenname). Sein bürgerlicher Name war Kondo Sozaemon. Er arbeitete in den Provinzen Mino und Owari. 1683 erhielt er die Hokkyo-Priesterwürde. Er starb 1703 im Alter von 84 Jahren.

Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv. Die Shinto Jumyo Schmiede sind in allen Werken der Schwertliteratur verzeichnet. Diese Klinge dürfte etwa un 1680 entstanden sein.

Der Name Jumyo bedeutet wörtlich Langes Leben und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Literatur/Bewertung:

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 1,8 Mio. Yen
767
Preis
5.600,00 €
766 a

TACHI 延寿

70,9cm, sori 2,4cm, kasane 0,66cm, motohaba 3,07cm, sakihaba 2,03cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, komaru boshi, hamon chu-suguha in ko-nie-deki mit ashi, sunagashi und kinsuji. Ko- itame hada und mokume, ji-nie mit chikei, deutliches utsuri, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, o-suriage, unsigniert, zugeschrieben an: „ENJU“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Ko-Enju-Schule, späte Kamakura-Zeit, ca. 1275-1303. Fehlerfreie Klinge von eleganter Form.


Montierung:
Shirasaya.

Gründer der Enju-Schule war der Schmied Enju Hiromura. Er kam aus Yamato und arbeitete und studierte dort zunächst unter Norihiro in der Tradition der Shikkake-Schule. Um 1250 ging er nach Kyoto und arbeitete bei dem berühmten Rai Kuniyuki. Sein Sohn Enju Taro Kunimura heiratete sogar eine Tochter von Rai Kuniyuki. Kunimura zog später in die Higo Provinz und arbeitete in der Gegend von Kikuchi, wo die Enju-Schule noch bis in Muromachi Periode hinein tätig war. Man teilt die Enju-Klingen in 3 Perioden: Ko-Enju(späte Kamakura-Zeit), Chu-Enju(Nambokuchyo-Zeit) und Sue-Enju(Muromachi-Zeit)

Die vorliegende Klinge wird als sehr frühe Enju Arbeit(Ko-Enju) eingeordnet. Auch die Yamato Provenienz läßt sich nicht verleugnen. Die meisten Elemente stammen natürlich von der Yamashiro-Rai-Schule. Obwohl Hiromura und Kunimura bei Rai Kuniyuki studierten, erinnert diese Klinge noch mehr an die Arbeiten seines Sohnes, Rai Kunitoshi. Das würde zeitlich auch passen. Top-Arbeiten der Ko-Enju-Schule sind von Wert und Qualität durchaus den Arbeiten der Rai-Schule gleichzusetzen und nicht wenige haben in Japan den Tokubetsu-Juyo-Status erhalten.


Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 10 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku
766
Preis
29.500,00 €
765 a

KATANA 肥前國住人忠吉作

Nagasa 69,0cm, sori 1,6cm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,17cm, motokasane 0,64cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, sugu boshi mit ko-maru kaeri, suguha-hamon in nie-deki und vielen ashi, gemischt mit etwas ko-gunome-midare. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute Politur von Mishina-sensei, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HIZEN no KUNI JUNIN TADAYOSHI SAKU",(1.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt etwa im 7.Jahr Genna(1621). Elegante fehlerfreie Klinge.
Montierung:
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe-Sensei von 2007. Er bescheinigt, dass es sich um eine Klinge von eindrucksvoller Erscheinung handelt, mit unbearbeiteter nakago. Außerdem ist sie ein "utsushimono"(Nachempfindung) einer Naoe Shizu- Klinge der Nambokuchyo Zeit. Dieser Stil ist typisch für Tadayoshis Arbeiten aus dieser Zeit und eine der Traditionen, die ihn sein großer Lehrmeister Umetada Myoju gelehrt hatte.

HIZEN TADAYOSHI, 1te Generation und noch vor seinem Sohn Tadahiro und seinem Enkel Tadayoshi III der berühmteste Hizen Schmied, wurde 1572 in Saga, Hizen, geboren und begann sein Studium des Schwertschmiedens noch zum Ende der Koto-Zeit. Sein Großvater und sein Arbeitgeber starben früh im Kampf, sein Vater starb im Krankenbett. So blieb Hashimoto Shinzaemon, so sein damaliger Erbfolgename, als Waise zurück. Da er erst 13 war, konnte er die Erbfolge nicht antreten und lernte bei Verwandten in Nagase das Schmiedehandwerk. 1596, Shinzaemon war 25, wurde Nabeshima Naoshige, Daimyo von Hizen, auf das junge Talent aufmersam und schickte ihn als Schüler zu dem damals berühmten Schmiedemeister Umetada Myoju nach Kyoto. Die Nabeshima-Famile plante schon geraume Zeit, unter ihrer Leitung ein großes Schmiedezentrum in Saga zu etablieren, in dem nur Klingen von höchster Qualität produziert werden sollten. Dieses Vorhaben war, wie man weiß, mehr als erfolgreich. Die hochwertigen Hizen-Klingen wurden der größte Exportschlager der Provinz und die Nabeshima besaßen das Monopol. Nach 3 Jahren kehrte Shinzaemon nach Nagase zurück und bekam von Umetada Myoju die Erlaubnis, das "tada" aus seinem Namen für seinen neuen Schmiedenamen "Tadayoshi" zu verwenden. Wenig später ordnete Nabeshima Katsushige an, die Schmiede in die Haupstadt zu verlegen und ein großes Schmiedezentrum unter der Leitung von Tadayoshi an der Burg von Saga zu errichten. Tadayoshi beherrschte die meisten der alten Schmiedestile, aber vorwiegend fertigte er utsushimono-Klingen in der Naoe-Shizu- oder der Rai-Tradition. Später im Leben änderte Tadayoshi noch einmal seinen Namen in "Tadahiro". Diesen Namen übernahm später sein Sohn, der deshalb als Tadahiro II bezeichnet wird.(Siehe auch unsere Nr. 764). Er starb 1632, im Alter von 61 Jahren. Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Sie ist elegant und fehlerfrei und eine wunderbare Gelegenheit für einen Sammler, eine perfekte Arbeit des bedeutendsten Hizen-Schmieds zu erwerben. Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Bewertung
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste mögliche Qualität)
KKB Saijo-O-Wazamono(höchste mögliche Schärfe)
765
Preis
32.500,00 €
764 a

KATANA 肥前國近江大掾藤原忠廣

Nagasa 71,3cm, sori 1,9cm, motohaba 2,98cm, sakihaba1,90cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, iori-mune, chu- kissaki, o-maru boshi mit hakikake, suguha-hamon in ko-nie-deki mit breitem nioiguchi und vielen ashi und yo. Dichter ko- itame hada(konuka) mit ji-nie und viel chikei, sehr gute Politur von Mishina, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HIZEN no KUNI OMI DAIJO FUJIWARA TADAHIRO",(2.Gen.), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen-Tadayoshi-Schule, Hizen-Provinz, hergestellt zwischen 1641 und 1688. Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya mit saya-gaki von Sato Kanzan-Sensei von 1970.

Montierung:
Antike Katana-koshirae, Griff mit weißer same, schwarze Seidenwicklung, sehr feine shakudo fuchi mit kinzogan Golddekoration mit karakusa Muster, Eisen-Tsuba, namban Stil mit Vergoldung, saya mit ungewöhnlicher Rattan-Wicklung, guter Zustand, Edo Zeit.

Tadahiro, 2te Generation, war der Sohn des berühmten Tadayoshi,1.Gen. Er wurde 1614 in Saga, Hizen geboren und sein bürgerlicher Name war Hashimoto Heisakuro. Sein Vater Tadayoshi war bei seiner Geburt bereits 42 Jahre alt und Tadahiro begann schon mit 10 Jahren seine Lehrzeit in der Tadayoshi Werkstatt. Als sein Vater 1632 starb, war Tadahiro erst 19 Jahre alt und plötzlich Erbe der großen und berühmten Schmiedewerkstatt. In dieser Zeit wurden viele Schwerter auch von den Meisterschülern seines Vaters geschmiedet (vor allem von Meisterschmied Masahiro) und in seinem Namen signiert(daisaku). Zu dieser Zeit übernahm er zunächst den Vornamen seines Vaters, Shinzaemon. Seltsamerweise übernahm er nie den Hauptnamen seines Vaters, nämlich "Tadayoshi", sondern den Spätnamen "Tadahiro". Man vermutet, er tat es, weil er kein offizieller Sohn, sondern das Kind einer Konkubine seines Vaters war. Erst sein Sohn, Tadayoshi III, führte diese Namenstradition weiter(siehe unser Wakizashi Nr. 696). 1641 erhielt er den Ehrentitel "Omi no Daijo". Wie sein Vater und sein Sohn, war auch er ein Schmied von außerordentlichem Können. Hätte ihm mehr Zeit mit seinem Vater zur Verfügung gestanden, hätte er diesen sicher bei weitem übertroffen! Omi no Daijo Tadahiro starb 1693 im Alter von 80 Jahren und einer Schaffenszeit von über 50 Jahren.

Diese Klinge wurde von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Diese Klinge zeigt lt. Kenji Mishina typische Merkmale der alten Rai-Schule, besonders des Rai Kunitoshi. Die Klinge ist fehlerfrei und von eleganter Form. Für diesen Preis mit Koshirae ein Muß für jeden Sammler von Hizen-Klingen!

Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Bewertung
Hawley 70 Punkte
Toko Taika 8 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku (sehr, sehr hohe Qualität)
KKB O-Wazamono (sehr, sehr hohe Schärfe)
764
Preis
Verkauft
762 b

KATANA 無銘 (因州住景長)

Nagasa 69,1cm, sori 2,6cm, motohaba 3,00cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, hoso-suguha-hamon gemischt mit ko-gunome, bo-utsuri, ko- itame hada mit ji-nie und masame, sehr gute Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: „INSHU KAGENAGA",(4.Gen.) durch Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Inaba-Kokaji-Schule, Inaba-Provinz, Oei(1394-1428). Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe Sensei.

Montierung:
Sehr elegante Katana-koshirae, Griff mit weißer same, dunkelgrüne Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, sehr feine shakudo fuchi mit Golddekoration, runde sukashi-Eisen-Tsuba, schwarze Lacksaya, Top- Zustand.

Der Ahnherr der Schule war Tozaemon Kagenaga(1.Gen), ein Sohn von Awataguchi Yoshimasa. Ursprünglich aus Yamashiro, ging er nach Inaba und begründete dort die gleichnamige "Inaba Kokaji"-Schule. Er arbeitete etwa während der Kagen-Ära(1303-1306), es existieren aber keine signierten Klingen von ihm aus dieser Zeit.

Diese Klinge wurde von der 4. Gen. Kagenaga geschmiedet, der im gleichen Stil arbeitete, insbesondere härtete er den typischen Hoso-Suguha Hamon. Zusätzlich zum Papier hat die Klinge ein saya-gaki vom bekannten Schwertsachverständigen Tanobe Sensei. Hier eine freie Übersetzung:

"Unsignierte Katana von Inshu Kokaji Kagenaga mit originaler ungekürzter nakago. Ära: Oei. Die 1. Gen. war ein Schüler von Awataguchi Yoshimasa. Länge: 2 shaku, 2 sun, 8 bu. Dies Katana ist von exzellenter Qualität und eine typische Arbeit dieser Schule.
Heisei 17, Unterschrift und Siegel(Kao) von Tanobe Tanzan".

Bewertung
Hawley 20 Punkte
Toko Taikan 5 Mio. Yen
Fujishiro Chu-Jo-Saku
KKB Ryo wazamono
762
Preis
13.500,00 €
761 a

KATANA 四国三郎源昭國作之

70,7cm, sori 1,8cm, motohaba 3,20cm, sakihaba 2,37cm, motokasane 0,70cm, sakikasane 0,53, shinogi zukuri, chu kissaki, midare-komi boshi, choji-midare hamon, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "SHIKOKU SABURO MINAMOTO AKIKUNI SAKU KORE", datiert: "SHOWA GOJU SHICHINEN JUGATSU KICHIJITSU" (ein Tag im Oktober 1982), mit Papier der NTKS, Akihide-Schule, Kochi, Showa-Periode.

Koshirae: Elegante zeitgleiche buke-zukuri-Montierung, shakudofarbene fuchigashira mit Auflagen in Gold und Silber, runde sukashi Eisen-tsuba mit Kirschblüten, tsuka beige gewickelt, menuki vergoldete Blumen, schwarze Lacksaya, alles Showa-Zeit, mit sageo und Schwertbeutel.

Akikuni, mit bürgerlichem Namen "Kondo Tsutomu", wurde 1918 geboren. Er studierte die Schmiedekunst ab 1939 bei dem damals besten Showa-Schmied "Kurihara Akihide". Dieser besaß ein Trainingszentrum "Nihonto Tanren Denshujo" in Akasaka, Tokyo, wo er viele hervorragende Schmiede, wie auch Akikuni, ausbildete. Sie alle trugen das "Aki" im Namen. Akikuni wurde während des Krieges zum Rikugun Yumei Tosho ernannt und gewann den Preis des Vorsitzenden der Armeeschwert-Stiftung, den Preis des Premierministers und gewann auch nach dem Krieg, zahlreiche Wettbewerbe. Er zog später in die Präfektur Kochi auf die Insel Shikoku und schmiedete dort Shinsakuto(neue Schwerter) die bei Sammlern sehr gesucht sind. Er ist einer der wenigen modernen Schmiede der Neuzeit, die eine Punktebewertung im Hawley Schmiedeverzeichnis erhielten.

Bewertung
Hawley 8 Punkte
761
Preis
7.900,00 €
760 a

KATANA 無銘 (日向大掾貞次)

69,6cm, sori 1,8cm, motohaba 3,13cm, sakihaba 2,27cm, motokasane 0,63cm, sakikasane 0,51cm, shinogi zukuri, chu kissaki, yakitsume boshi, bo-hi, midare hamon mit gunome, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, zugeschrieben an: "HYUGA DAIJO SADATSUGU", durch Original Papier des japanischen Kantei-Clubs(Kurabu), Echizen-Shimosaka-Schule, Echizen-Provinz, Shinto-Periode, um Kanei (1624-1644).

Koshirae: Elegante buke-zukuri-Montierung, Kupfer- fuchi mit Chrysanthemen, Kashira schwarzes Büffelhorn, runde Eisen-tsuba mit Pflaumenblüte im Myochin-Stil, tsuka schwarze same, gewickelt mit 2-farbig geflochtenem Seidenfaden, menuki Disteln in shakudo und Gold, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit.

"Sadatsugu", mit vollem Schmiedenamen "Echizen Kuni Hyuga Daijo Sadatsugu" arbeitete um Kanei(1624-1644). Er gilt als Sohn von "Kanetsune"(Keicho 1596-1615) und signierte seine frühen Arbeiten zunächst mit "Sadamichi". Er studierte unter dem berühmten Schmied "Yasutsugu" und fügte dementsprechend die Silbe "tsugu" in seinen Namen ein. (Echizen-Yasutsugu war einer der berühmtesten Schmiede der frühen Shinto-Zeit und der Hofschmied von Tokugawa Ieyasu und seiner Nachfolger). Für seine hervorragenden Arbeiten wurden ihm die Ehrentitel "Hyuga no Daijo" und Hyuga no Kami" verliehen. Das Kantei-Papier dieser Klinge trägt die Siegel von so bekannten Schwertsachverständigen, wie Shibata Mitsuo, Shibata Kazuo, Matsushima Toshio, Arase Eiichi und anderen.

Bewertung
Hawley 60 Punkte
Fujishiro Jo-saku
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
760
Preis
7.500,00 €
759 a

KATANA 河内守源来貞幸

68,4cm, sori 0,8cm, motohaba 3,12cm, motokasane 0,75cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru-boshi, midare hamon, ko-mokume hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "KAWACHI NO KAMI MINAMOTO RAI SADAYUKI"(1.Gen.), mit Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK, Yamashiro-Rai-Schule, Owari-Provinz, Shinto-Periode, aktiv etwa 1644-1661. Mit shirasaya und Schwertkiste. Makellose Klinge in Top-Zustand!

Koshirae: Elegante buke-zukuri-Montierung, shakudo nanako fuchigashira mit goldenen Drachen, runde shakudo-tsuba mit Auflagen von Päonien in Gold, Silber und shakudo, tsuka schwarz gewickelt, menuki Pflanzen in shakudo und Gold, schwarze Lacksaya, alle Beschläge Edo-Zeit, mit sageo, Schwertbeutel und tsunagi.

Kawachi no Kami Rai Sadayuki war etwa von der Shoho-(1644) bis in die Kanbun Zeit(1661) aktiv. Die Owari-Samurai der frühen Shinto-Zeit schätzten besonders die Robustheit und Schärfe seiner Klingen. Besonders beliebt, aber heute auch selten, waren seine Klingen mit Midare-Hamon im Stil der Yamashiro-Rai-Schule der Kamakura-Zeit. Wegen der Seltenheit und des exzellenten Erhaltungszustands hat die Klinge ein Tokubetsu-Hozon-Papier(besonders bewahrenswertes Kulturgut) von der staatlichen Japanischen Schwertgesellschaft erhalten. Sein Sohn Etchu no Kami Sadayuki(2.Gen.) arbeitete noch bis etwa 1680 im Kuwana-Bezirk in Nagoya. Über beide Schmiede ist heute wenig bekannt, sie sind aber in allen Werken der japanischen und westlichen Schwertliteratur verzeichnet

Bewertung
Hawley 15 Punkte
759
Preis
13.900,00 €
757 a

KATANA 無銘 (三原正盛)

68,6cm, sori 2,2cm, motohaba 3,16cm, sakihaba 2,27cm, motokasane 0,69cm, sakikasane 0,47cm, shinogi zukuri, chu kissaki, midare-komi boshi, midare hamon mit gunome, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, zugeschrieben an: "MIHARA MASAMORI", durch Original Papier des japanischen Kantei-Clubs(Kurabu), Kai-Mihara-Schule, Bingo-Provinz, Muromachi-Periode, um 1560. mit shirasaya und tsunagi.

Koshirae: einfache, aber elegante buke-zukuri-Montierung, shakudo fuchi, stilisierte Blüten, Kashira Büffelhorn, runde katchushi Eisen-tsuba, tsuka blaugrün gewickelt, menuki Hirse in shakudo und Gold, dunkelrote Lacksaya mit kaeri-tsuno, alles Edo-Zeit, mit sageo und Schwertbeutel..

"Bishu Mihara-ju Kai Masamori" arbeitete überwiegend in der Eiroku-Periode(1558-1570). Während der Kamakura-Zeit zogen einige gute Schwertschmiede von Yamato in die Bingo-Provinz und ließen sich dort nieder. Sie begründeten die sogenannte Ko(alt)-Mihara-Schule. Die Kai- Mihara Schule entwickelte sich gegen Ende der Muromachi-Zeit in der kriegerischen Sengoku-Periode und gehört zur späten Mihara-Schule(sue mihara). Diese Schmiede waren allesamt sehr bekannt für ihre guten Arbeiten und trugen das Kanji "MASA..." in ihrem Namen wie MASACHIKA, MASAMUNE, MASAZANE, MASANAO und eben MASANORI. Das Kantei-Papier dieser Klinge trägt die Siegel von so bekannten Schwertsachverständigen, wie Shibata Mitsuo, Shibata Kazuo, Matsushima Toshio, Arase Eiichi und anderen.

Bewertung
Hawley 20 Punkte
Fujishiro chu-jo-saku KKB: wazamono
757
Preis
Verkauft
755 a

KATANA 無銘 (藤原統行)

68,2cm, sori 1,4cm, motohaba 3,29cm, motokasane 0,63cm, sakihaba 2,18cm, sakikasane 0,47cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome-choji hamon, ko- itame hada, viel Aktivität mit nie, sunagashi, kinsuji, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "FUJIWARA MUNEYUKI", durch Papier der NTKS, Bungo-Takada-Schule, Bungo-Provinz, um 1680. Schöne und scharfe Klinge.

Koshirae: Buke-zukuri-Montierung, Fuchikashira in Eisen mit Gingko-Einlagen in Silber-nunome, Higo-Stil, Same-Griff mit burgunderfarbener Wildlederwicklung, menuki Löwen in shakudo und Gold, Eisen-tsuba, sukashi, 18.Jh, schwarze roiro Lacksaya mit Sageo. Diese Gebrauchsmontierung wurde in Japan für die antike Klinge neu angefertigt.

Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich. Die Mitglieder der shinto-zeitlichen Schule werden zur Unterscheidung Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen
KK Wazamono (scharf)
755
Preis
Verkauft
754 a

TACHI 無銘 (来國光)

71,8cm, sori 2,6cm, motohaba 2,85cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, suguha-notare hamon gemischt mit ko-choji und ko-gunome, mit nie und ashi, feiner ko- itame hada mit viel ji-nie, feine kinsuji und sunagashi im ha, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 4 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: „RAI KUNIMITSU", durch Juyo Token Papier der NBTHK, Rai-Schule, Yamashiro-Provinz, ca. 1330. Klinge im Top- Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung: Sehr elegante Katana-koshirae, Griff mit weißer same, weiße Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold mit kamon, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor- kamon, Shakudo-Tsuba mit Goldrand, schwarze Lacksaya, Top- Zustand.
Rai Kunimitsu aus der Provinz Yamashiro war laut gängiger Theorie der Sohn Rai Kunitoshis (来国俊). Seine Schaffensperiode erstreckte sich vom Ende der Kamakura- bis in die beginnende Nanbokuchō-Zeit, wobei die früheste erhaltene Klinge mit Datumssignatur aus dem ersten Jahr Kareki (嘉暦, 1326), und die älteste aus dem zweiten Jahr Kan´ō (観応, 1351) stammt. Neben einem traditionellen suguha brachte Kunimitsu aber auch einen suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, einen suguha-chō mit ko-midare, einen notare-chō mit eingemischtem gunome, als auch eine auf gunome-chō basierenden midareba an, sprich er legte eine sehr abwechslungsreiche Arbeitsweise an den Tag.Dieses katana ist zwar ō-suriage und mumei, behält aber einen deutlichen toriizori. Die kitae besteht aus einer äußerst fein und dicht verschmiedeten ko-itame und der hamon verläuft als suguha-chō gemischt mit ko-gunome und ko-chōji, sowie variantenreichen hataraki innerhalb der ha. Die Klinge zeigt also die typischen Charakteristika Rai Kunimitsus.

Bewertung
Hawley 100 Punkte
Toko Taikan 18 Mio. Yen
Fujishiro Sai-Jo-Saku(höchste, nicht zu übertreffende Qualität)
754
753 a

KATANA 義清

64,5cm, sori 1,4cm, motohaba 3,0cm, shinogi zukuri, o- kissaki, gunome-midare hamon, itame hada, gute Politur, eine kleine Scharte, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "YOSHIKIYO", Satsuma-Provinz, um 1750.

Koshirae: originale efu-no-tachi Hof-Montierung, alle Beschläge komplett, alle aus Messing, graviert mit kiri-Blättern, passendes shitogi-Tsuba aus Messing, Griff mit same belegt, menuki goldene Drachen. Lacksaya mit goldenen kiri und aoi kamon , alles Edo-Zeit, gut erhalten. Diese Art der Montierung mit dem typischen shitogi-tsuba kam in der Heian-Periode(794-1185) auf und entwickelte sich aus den Tachi, wie sie von den kaiserlichen Palastgarden (efu) getragen wurden. Seitdem gehörte das Tragen einer solchen Montierung zur Etikette am Kaiserhof. Selbst bei kurzen Besuchen wurde darauf Wert gelegt. Dies stellte für weniger betuchte Besucher ein Problem dar, da diese Montierungen nicht billig waren. Die meisten heute existierenden efu no tachi stammen aus dem 18. und 19Jh. Von den Original koshirae aus der Heian Zeit sind nur einige wenige Exemplare in Museen oder Privatbesitz erhalten geblieben.

Das Schwert stammt aus einer deutschen Sammlung und hat kein japanisches Papier. Es ist jedoch ziemlich eindeutig dem Schmied "YOSHIKIYO" zuzuordnen und wurde etwa Ende der Shinto-Zeit geschmiedet. YOSHIKIYO arbeitete etwa von Kanpo bis Meiwa-Ära(1741-1772). Er wurde 1708 als 2ter Sohn von Nakamura Kiyofusa geboren und mit 16 Jahren von Ippei Yasuyo adoptiert. Er arbeitete im Stil seines Adoptivvaters und signierte zu Anfang mit YOSHIKIYO, später auch mit YASUARI und mit YASUHARU. Sein Geburtsname war "Tamaki Ichibei". Er verstarb 1777.

753
Preis
5.800,00 €
750 a

KATANA 無銘 (肥前國河内大掾正廣)

67cm, sori 2,4cm, Breite am hamachi 3cm, motokasane 0,7cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-midare hamon mit ko-nie, ko-itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"KAWACHI DAIJO MASAHIRO", durch Hozon Papier der NBTHK , Hizen-Provinz, Tadayoshi-Schule, um 1660. Im Shirasaya.

Koshirae: antike, sehr schöne buke-zukuri-Montierung, Fuchigashira in feinem shibuichi mit Wellendekor(nami), Griff mit originaler schwarzer Seidenwicklung, menuki Blumensträuße in shakudo und Gold, sukashi- Eisentsuba mit schön geschnittenem Wellendesign, rotbraune ishime- Lacksaya, alles Edo-Zeit, Top-Zustand.

Die Hizen-Tadayoshi-Schule wurde um 1598 von Tadayoshi(I) gegründet, der unter Umetada Myoju studiert hatte. Sein Familienname war Sadenjiro. MASAHIRO war Schüler und Urenkel von Tadayoshi und ein Zeitgenosse von Hizen Tadahiro. Auch sein Vater Yoshinobu, Schwiegersohn von Tadayoshi, gehörte zu seinen Lehrern. Er gehört zu den besten Hizen- Schmieden dieser Schule. Er führte zuerst den Schmiedenamen MASANAGA. Als der Daimyo Lord Nabeshima seine Fähigkeiten erkannte, verlieh er ihm den Namen HIRO als 2te Silbe und er durfte sich dann MASAHIRO nennen. Zusammen mit Tadahiro(II) stellte er dann Schwerter für die Nabeshima Familie her. Er starb 1665 relativ früh im Alter von 59 Jahren. Seine Schwerter sind nicht allzu häufig anzutreffen.

Die Klingen aus der Provinz Hizen waren wegen ihrer Qualität überall in Japan begehrt und ein Exportschlager. Sie waren beliebte Geschenke der Daimyo und des Shogun an verdiente Würdenträger.

Bewertung
Hawley 70 Punkte
Toko Taikan 5,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
750
Preis
Verkauft