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Wakizashi, Tanto

Kurzschwerter

674

AIKUCHI 無銘 (壽命) € 3.900,-
20,8cm, motohaba 2,4cm, hira zukuri, Drachengravur auf einer, Sanskrit Symbole auf der anderen Seite, hamon: gunome, itame hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"JUMYO" durch Keicho Papier der NBTHK, mittlere Edo Zeit, ca 1750, Mino-Provinz.

Koshirae: attraktive Aikuchi-Montierung, 19.Jh., schwarzer Lack mit Lackdekoration von verschiedenfarbigen Ahornblättern, Menuki junge Hunde, feine shibuichi-Beschläge, alle passend.

Die Jumyo Schule arbeitete in Mino und dort vor allem in der Stadt Shimizu. Der Gründer kam aus Yamato und abeitete etwa ab 1288 in Mino. Sie war bis ins frühe 18.Jh in Mino aktiv. Außerdem gab es noch den Owari Zweig der Jumyo-Schmiede, der von ca. 1580 bis 1804 arbeitete.  Die Schule war sehr produktiv und viele Jumyo Klingen sind nicht signiert. Es ist daher fast unmöglich eine Klinge einem individuellen Schmied sicher zuzuordnen. Unsere Klinge ist der Mino-Linie zuzuschreiben und wurde um 1750 gefertigt. Die Gravuren(horimono) sind von guter Qualität. Jumyo bedeutet wörtlich "langes Leben" und Jumyo Schwerter galten als glückbringend. Erwiesen war die große Schärfe und Praxistauglichkeit dieser Klingen. 
 
681

AIKUCHI 三原住正賀作 € 2.900,-
33,4cm, sori 0,8cm, motohaba 2,63cm, motokasane 0,53cm, shobu zukuri, hamon: gunome midare mit notare, mokume hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "MIHARA JU MASAYOSHI SAKU", Chu-Mihara-Schule, Bingo-Provinz, um 1450.
Koshirae: elegante Aikuchi-Montierung, ganz in schwarzem roiro-Lack mit feinen Goldeinlagen(makie), silbernes Mekugi, Eisenmenuki im Soten-Stil.

Die Mihara Schule unterteilt man meistens noch einmal in frühe, mittlere und späte Mihara-Schule(Ko-, Chu- und Sue-Mihara) Die Schule wurde wahrscheinlich von Masayie in der Bingo Provinz in der späten Kamakura -Zeit begründet und arbeitete in der Yamato Tradition von ca. 1324 bis hin zur Shinto-Zeit ca. 1660.

Die vorliegende Klinge ist typisch für die mittlere bis späte Muromachi-Zeit und auch die Signatur entspricht in der Zusammensetzung dem Bingo Masayoshi der Ko-sho Zeit(1455). Die Tanto Signaturen sind wegen des geringeren Platzangebotes auf der Angel üblicherweise etwas kürzer. Die volle Signatur, wie auf einem Katana üblich, ist: "Bingo Mihara Ju Masayoshi saku".(Hawley MAS 1357).

 
685

685 Tanto 平戸住中山祐次 RESERVIERT!
25,1cm, sori 0,1cm, motohaba 2,88cm, motokasane 0,91cm, hira-zukuri, fein geschnittenes Drachen-horimono, hamon: gunome-choji, o-itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 2 mekugi ana, omote signiert: "HIRADO JU NAKAYAMA SUKETSUGU", ura: "KEIO 4 NEN 8 GATSU HI" (Ein Tag im August 1868), mit Hozon Papier und Tokubetsu Kicho-Papier der NBTHK, Hizen Provinz, Shinshinto Periode. Im shirasaya.

Koshirae: elegante originale Aikuchi-Montierung, Griff mit same und schwarzer Griffwicklung, menuki Fächer, alle Beschläge en suite in suaka(patiniertes Kupfer), kozuka in suaka mit schönem Elefanten-Relief, Holzklinge, saya in schwarzem ishime-Lack, Holz-tsunagi, alles Edo-Zeit. Mit Keicho-Papier der NBTHK.
Dieser Tanto mit Aikuchi-Koshirae wurde gegen Ende Samurai-Ära(Bakumatsu) in der Edo-Zeit hergestellt. Die sehr kräftige Klinge weist die Klinge als "Yoroi-doshi" aus. Sie eignete sich nicht nur zum Schneiden sondern auch zum Durchstoßen von Rüstungen. Die Qualität der Klinge und das feine Horimono weist auch auf einen wohlhabenden Auftraggeber hin.

Über Nakayama Suketsugu ist leider nicht viel bekannt. Er arbeitete während der ausgehenden Samurai Ära in der Hizen-Provinz und seine Arbeiten stammen überwiegend aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Es sind noch einige Klingen von ihm erhalten, allesamt von sehr guter Qualität. Die schlichte aber elegante Koshirae mit dem ishime-Lack und den matten Kupferbeschlägen waren zusammen mit stabilen und gebrauchsfähigen Klingen bei den Samurai des Mito-Tokugawa Clans sehr beliebt. Gerade in der Zeit des bakumatsu, dem nahen Ende des Shogunats und seinen turbulenten Ereignissen, waren Schwerter für den praktischen Gebrauch wieder sehr beliebt.


 
686

686 Tanto 新藤國義 3.900,-€
27,8cm, sori 0cm, motohaba 2,90cm, motokasane 0,68cm, hira-zukuri, fein geschnittenes horimono: gomabashi und bonji, hamon: suguha, ko-itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana,  signiert: "SHINDO KUNIYOSHI", mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Rikuchu Provinz, Yoshikuni-Schule, Shinto Periode, aktiv um 1681-1691. Im shirasaya.

Shindo Kuniyoshi kam von der Chikuzen-Yoshikuni-Schule. Sein bürgerlicher Name war Shindo Jirobei. Scherter mit lnger nakago trugen meist die volle Signatur: Oshu Morioka ju Shindo Minamoto Kuniyoshi. Er kam ursprünglich aus der Provinz Chikuzen und soll der 2te Sohn von Nobukuni Yoshimasa, aber auch der Sohn von Nobukuni Yoshisuke gewesen sein. In Japan war das gut möglich, da Adoptionen gängige Praxis waren.

Er ging während der Enpo-Periode(1673-1681) nach Edo, um für den 3. Daimyo des Morioka-Lehens, Nanbu Shigenobu, zu arbeiten(Dieses Lehen wurde für den Nanbu-Clan und den 1. Daimyo für seine Unterstützung bei der Schlacht von Sekigahara durch Tokugawa Ieyasu bestätigt.)

Kuniyoshi zog daraufhin 1681 nach Shimokoji in Morioka und schmiedete Schwerter für den Nanbu-Clan. Er starb am 1. Dezember 1697.

Bewertung:

Hawley 15P.

Toko Taikan 2Mio. Yen

Fujishiro Chu-jo saku
 
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