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Wakizashi, Tanto

Kurzschwerter

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AIKUCHI 無銘 (壽命) € 3.900,-
20,8cm, motohaba 2,4cm, hira zukuri, Drachengravur auf einer, Sanskrit Symbole auf der anderen Seite, hamon: gunome, itame hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"JUMYO" durch Keicho Papier der NBTHK, mittlere Edo Zeit, ca 1750, Mino-Provinz.

Koshirae: attraktive Aikuchi-Montierung, 19.Jh., schwarzer Lack mit Lackdekoration von verschiedenfarbigen Ahornblättern, Menuki junge Hunde, feine shibuichi-Beschläge, alle passend.

Die Jumyo Schule arbeitete in Mino und dort vor allem in der Stadt Shimizu. Der Gründer kam aus Yamato und abeitete etwa ab 1288 in Mino. Sie war bis ins frühe 18.Jh in Mino aktiv. Außerdem gab es noch den Owari Zweig der Jumyo-Schmiede, der von ca. 1580 bis 1804 arbeitete.  Die Schule war sehr produktiv und viele Jumyo Klingen sind nicht signiert. Es ist daher fast unmöglich eine Klinge einem individuellen Schmied sicher zuzuordnen. Unsere Klinge ist der Mino-Linie zuzuschreiben und wurde um 1750 gefertigt. Die Gravuren(horimono) sind von guter Qualität. Jumyo bedeutet wörtlich "langes Leben" und Jumyo Schwerter galten als glückbringend. Erwiesen war die große Schärfe und Praxistauglichkeit dieser Klingen. 
 
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AIKUCHI 三原住正賀作 € 2.900,-
33,4cm, sori 0,8cm, motohaba 2,63cm, motokasane 0,53cm, shobu zukuri, hamon: gunome midare mit notare, mokume hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "MIHARA JU MASAYOSHI SAKU", Chu-Mihara-Schule, Bingo-Provinz, um 1450.
Koshirae: elegante Aikuchi-Montierung, ganz in schwarzem roiro-Lack mit feinen Goldeinlagen(makie), silbernes Mekugi, Eisenmenuki im Soten-Stil.

Die Mihara Schule unterteilt man meistens noch einmal in frühe, mittlere und späte Mihara-Schule(Ko-, Chu- und Sue-Mihara) Die Schule wurde wahrscheinlich von Masayie in der Bingo Provinz in der späten Kamakura -Zeit begründet und arbeitete in der Yamato Tradition von ca. 1324 bis hin zur Shinto-Zeit ca. 1660.

Die vorliegende Klinge ist typisch für die mittlere bis späte Muromachi-Zeit und auch die Signatur entspricht in der Zusammensetzung dem Bingo Masayoshi der Ko-sho Zeit(1455). Die Tanto Signaturen sind wegen des geringeren Platzangebotes auf der Angel üblicherweise etwas kürzer. Die volle Signatur, wie auf einem Katana üblich, ist: "Bingo Mihara Ju Masayoshi saku".(Hawley MAS 1357).

 
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687 KAIKEN 無銘 (周防永弘) VERKAUFT!
15,2cm, motohaba 2,26cm, hira zukuri, hamon: gunome-midare, o- itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"SUO NAGAHIRO" durch Papier der NTKS, Ende Edo Zeit, ca 1860, Suo-Provinz.

Koshirae: Originale Aikuchi-Montierung, 19.Jh., schwarzer Lack mit Lackdekoration und Beschlägen aus schwarzem Horn.

Diese zierlichen Aikuchi wurden Kaiken oder auch Kwaiken genannt. Sie waren die typische Waffe der Samurai-Damen. Die sehr kleinen Kaiken wurden gerne im Kimono-Ärmel getragen oder ganz verborgen unter dem Obi. Traditionell dienten sie nicht nur der Verteidigung, sondern auch dem rituellen Selbstmord(seppuku). In den Samurai Familien war dieser kleine Dolch traditionell ein Hochzeitsgeschenk der Brauteltern an ihre Töchter. Noch heute gibt es diesen Brauch bei konservativen Familien in Japan.

Nagahiro war ein Schüler des hervorragenden Schmieds Yokoyama Sukenaga(1.Gen.). Sein ziviler Name war "Fujita Tokujiro". Er lebte und arbeitete erst in Hagi, Choshu und zog später nach Yamaguchi in Suo. Seine Hauptschaffenszeit lag zwischen 1860 und 1872. Er starb am 6. Juni 1879.

Literatur/Bewertung:
Hawley:  35 P.
Toko Taikan: 3 Mio. Yen
 
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WAKIZASHI 長船住彦兵衛尉祐定 8.800,-€
57,3cm, sori 1,6cm, motohaba 2,80cm, motokasane 0,65cm, shinogi zukuri, chu kissaki. hamon: gunome-choji, ko-mokume hada, sehr gute Politur, ubu nakago mit 2 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: "OSAFUNE HIKOBEI NO JO SUKESADA" , durch Hozon Papier der NBTHK, 1. Gen., Bizen-Provinz, Sue-Bizen-Schule, Meio-Eisho(1492-1521). Im Shirasaya.

Koshirae: Alte Original- buke-zukuri Montierung, same-nuri Lacksaya, blaugrüne Seidenwicklung, menuki Bohnen, shakudo und Gold, fuchigashira shakudo-nanako mit vergoldeten shishi, rundes Sukashi- Eisentsuba mit shishi und Päonien. 

Die 1. Gen. Hikobeijo Sukesada, bürgerlicher Name Hikobei, gilt zusammen mit seinem Sohn Yosozaemon Sukesada als der herausragenste Sukesada-Schmiede überhaupt. Er fertigte vor allem kurze Tachi/Katana an und Tanto. Wakizashi sind nicht bekannt.  Deshalb ist davon auszugehen, dass es sich bei dieser Klinge um ein Kodachi handelt, also um ein kurzes Tachi, einen Vorläufer des Wakizashi. Im 1797 erschienenen Verzeichnis "Kaiho Kenjaku" bekamen lediglich 22 Schmiede das Prädikat "O-wazamono", unter ihnen Hikobei Sukesada. Das Kriterium für diese Bewertungen waren waren o- kiremono Tests. Hierbei musste die Klinge mit Leichtigkeit einen Oberkörper durchtrennen.

Literatur/Bewertung:
Hawley: 100 pts,
Toko Taikan: 6,5 Mio. Yen,
Fujishiro: saijo-saku(unübertreffliche Qualität),
KK : o-wazamono(extrem scharf)


 
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WAKIZASHI 備州長船則光 7.300,-€
43,6cm, sori 1,30cm, motohaba 2,56cm, motokasane 0,65cm, shinogi zukuri, bo-hi, chu kissaki. Hamon: notare, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "BISHU OSAFUNE NORIMITSU" ,  mit Papier der NTHK, 6. Gen., Bizen-Provinz, Eikyo-Bizen-Schule, um Kansho(1460-1466). Im Shirasaya.

Koshirae: Wunderschöne Original- buke-zukuri Montierung, schwarze Lacksaya, dunkelgrüne Seidenwicklung, menuki Drachen in Gold, fuchigashira shakudo-nanako Drachen in Gold und Wellendekor im Omori-Stil, passendes Kozuka mit Klinge, runde Tsuba mit Goldrand, shakudo nanako mit goldenen Drachen.  Die 6. Gen. Norimitsu, Vorname "Saemon", trug wegen seiner Schaffenszeit den Spitznamen "Kansho-Norimitsu" und gilt als einer der besten Bizen-Norimitsu-Schmiede. Klingen mit bo-hi sind typisch für ihn.

Klingen dieser Länge wurden in der frühen Muromachi Zeit auch "katate uchi" genannt, was Einhand-Schwert bedeutet. Das Wakizashi als Teil eines Schwertpaars war noch nicht üblich.

Literatur/Bewertung:
 Hawley: 90 pts, 
 Fujishiro: jo-saku, 
KKB: ryo-wazamono(sehr scharf)

 
690


690 Tanto 水心子正次 18.500,-€
28cm, sori 0,0cm, motohaba 2,76cm, motokasane 1,0cm, hira-zukuri, hamon: gunome-midare, mokume hada, neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, omote signiert: "SUISHINSHI MASATSUGU (KAO)", ura: "ANSEI 5 NEN 2 GATSU HI" (Ein Tag im Februar 1858), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK für die Klinge, Musashi Provinz, Shinshinto Periode. Im shirasaya.

Koshirae: elegante originale für diese Klinge gemachte Tanto-Montierung, Griff mit braun lackierter Griffwicklung, alle Beschläge en suite in suaka(patiniertes Kupfer), kozuka in suaka mit alter Klinge, signiert"Seki Kaneshige", 2-teiliges wari-kogai, saya in schwarzem roiro-Lack mit gerippter Struktur, Holz-tsunagi, alles Edo-Zeit. Mit Tokubetsu-Hozon-Papier der NBTHK für die koshirae.
Dieser Tanto mit Original-Koshirae wurde gegen Ende Samurai-Ära(Bakumatsu) in der Edo-Zeit hergestellt. Die sehr kräftige Klinge weist die Klinge als "Yoroi-doshi" aus. Sie eignete sich nicht nur zum Schneiden sondern auch zum Durchstoßen von Rüstungen. Dieses Schwert stammt vom gleichen Schmied wie unser Tachi Nr.741 und beide zusammen würden ein sehr schönes Schwertpaar(Daisho) ergeben.

„Suishinshi Masatsugu“, mit bürgerlichem Namen Kawabe Hokushi, war der Enkel  eines der berühmtesten Schwertschmiede der Shinshinto Periode, „Suishinshi Masahide“.
Der bekannteste Schüler von Masahide war der berühmte „Taikei Naotane“. Er war der Lehrer und Adoptivvater von Masatsugu. Masatsugu heiratete später sogar Naotanes Tochter und wurde Oberhaupt der Kawabe Masahide Familie. Masatsugu hätte sich dann ebenfalls Suishinshi Masahide(III) nennen können, da er wegen seiner hochwertigen Arbeit ohnehin bereits den Titel Suishinshi erhalten hatte, zog er es vor, sich „Suishinshi Masatsugu“ zu nennen.
1814 geboren, lag seine Hauptschaffenszeit zwischen 1835 und 1858. Er arbeitete für den Akimoto-Clan. Diese Daimyo-Familie war Lehnsherr des großen Tatebayashi-Lehens, das 70.000 koku pro Jahr erwirtschaftete und vorher den Matsudaira und den Tokugawa gehörte. Er starb 1860, im Alter von erst 46 Jahren.

Bewertung:
Hawley:        50 Punkte
Toko Taikan:   3 Mio ¥
Fujishiro:     Jo Saku
 
691w

691w Tanto 加州藤原家次作 3.900,-€
28,9cm, sori 0cm, motohaba 3,0cm, motokasane 0,54cm, hira-zukuri, horimono: bonji, futasuji-hi, hamon: suguha, itame hada mit masame und ji-nie, neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana,  signiert: "KASHU FUJIWARA IETSUGU SAKU", mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Kaga- Provinz, Hashizume-Schule, Koto Periode, war aktiv um Bunmei (1469-1487). Im Shirasaya.

Die Schmiede der Kaga Provinz arbeiteten von der Nanbokucho Periode bis zur späten Muromachi-Zeit. Die 1. Gen. Ietsugu war der Sohn von Kunitsugu, einem Schüler von Sanekage. Dieser wiederum war ein Schüler des berühmten Koto-Schmieds Etchu Norishige. Die Klingen von Kashu Ietsugu waren bei den Samurai dieser Zeit wegen ihrer Schärfe und Qualität sehr beliebt. Die meisten Klingen hatten den suguha hamon, aber auch der gunome-midare war verbreitet.

Bewertung:
Hawley: 30P.
Toko Taikan: 3,5Mio. Yen.
Fujishiro: Chu-jo saku.
KKB: wazamono (scharf)
 
693

693 Wakizashi 祐定 VERKAUFT!
39,1cm, sori 0,5cm, motohaba 3,12cm, motokasane 0,80cm, hira zukuri, kaeri boshi, hamon: suguha, masame-mokume hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, niji-mei: "SUKESADA", mit Papier der NTKS, Sukesada-Schule, Bizen-Provinz, Muromachi, um 1500.

Koshirae: buke zukuri-Montierung, fuchi shakudo mit feiner Gravur in katakiri bori, kashira schwarzes Büffelhorn, saya Schwarz-Lack, Griff mit blauer Seidenwicklung, passendes sageo, tsuba Eisen, mokko-Form in sukashi, menuki Welse in shakudo, alles Edo Zeit, top restauriert.

Die Provinz Bizen war wohl die einzige, in der ununterbrochen vom 8.Jh bis zum 19.Jh Schwerter für den Kampf geschmiedet wurden, im Zentrum des Geschehens das Dorf Osafune. Bizen wurde früh zum Schmiedezentrum, da die natürlichen Voraussetzungen ideal waren. Es gab genügend eisenerzhaltigen Sand, klares Wasser und genügend Holz für die Schmiedeöfen. Ebenso gut war die Anbindung an die Hauptstraßen des Landes. Unzählige Klingen mit der Signatur Bizen Sukesada wurden hier hergestellt, die meisten natürlich in der Koto Zeit. Koto-Sukesada Klingen sind kaum einem bestimmten Schmied zuzuordnen, selbst wenn sie signiert und datiert sind. Es haben einfach sehr viele Schmiede dieses Namens zur gleichen Zeit in Bizen gearbeitet, da durch die zahlreichen Kämpfe der Bedarf an Klingen im 15. und 16. Jh. einfach riesengroß war Eine gute Gelegenheit, eine sehr gut erhaltene kräftige Koto-Klinge aus der an Kämpfen reichen Sengoku Periode günstig zu erwerben.

 
 
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694 Wakizashi 伊勢守藤原信貞 € 2.200,-
53,7cm, sori 0,8cm, motohaba 3,15cm, motokasane 0,60cm, shinogi zukuri, komaru boshi, hamon: suguha, masame-mokume hada, ältere, aber gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "ISE (NO) KAMI FUJIWARA NOBUSADA", mit Papier der NTKS, Ganmaku-Schule, Mino-Provinz, um 1630.

Koshirae: buke zukuri-Montierung, fuchi shakudo mit feinen Auflagen in Gold und Kupfer, kashira schwarzes Büffelhorn, saya Schwarz-Lack mit aogai-Einlagen, Griff mit violetter Seidenwicklung, blaues sageo, tsuba Eisen, rund, mit Kirschblüten, signiert: "Tadatsugu". menuki Enten in shakudo und Gold, alles Edo Zeit, top restauriert.

Die Ganmaku Schule in Mino etablierte sich gegen Ende der Muromachi-Zeit während der kriegerischen Sengoku-Periode. In dieser Zeit wurden bis in das 17.Jh hinein große Mengen an Schwertern für die Kriegsführung gebraucht. Nobusada, mit zivilem Namen "Ganmaku Ichirosaemon", arbeitete von etwa 1615 bis 1644 in der Mino Provinz in der Stadt Shimizu.

Literatur/Bewertung:


Hawley 15P.
Toko Taikan  2Mio. Yen

 
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