Asienkunst

Japanische Kunst und Wissen

Japan Kunst

Bei uns finden Sie nicht nur eine hochwertige Auswahl zum Thema Samurai-Schwerter, sondern auch fundierte Informationen, die Ihr Interesse wecken und Ihnen die Faszination dieser besonderen Stücke näherbringen. Auch für Kenner und Sammler gibt es bei uns noch vieles zu entdecken.

Wir laden Sie herzlich ein, sich in Ruhe in unserem Online-Angebot umzusehen. Auf der linken Seite finden Sie eine übersichtliche Navigation durch die verschiedenen Bereiche.

Über Ihre Kontaktaufnahme oder einen Besuch in unserem Geschäft in Wiesbaden mit permanenter Ausstellung freuen wir uns sehr – bitte vereinbaren Sie dafür vorab einen Termin. Unser Geschäft ist täglich geöffnet (außer sonntags) und liegt nur etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Flughafen Frankfurt entfernt, alternativ erreichen Sie uns in rund 35 Minuten mit der S-Bahn.

744 a

KATANA 無銘 (長光)

63,6cm, sori 1,58cm, Breite am hamachi 3,14cm, motokasane 0,69cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome choji midare hamon, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "BIZEN NAGAMITSU", durch Papier der NTKS, Bizen-Provinz, Muromachi-Periode, um Bunmei(1469-1487). Im Shirasaya.

Koshirae: Elegante antike uchigatana-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in shakudo mit Goldauflagen, signierte runde Eisentsuba mit Drachen im Relief, Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Pflanzen in shakudo mit Gold, schwarze roiro Lacksaya mit kojiri aus shakudo, graviert in katakiri-bori, alles Edo-Zeit. Mit Holzklinge(tsunagi), sageo und altem Schwertbeutel.

Der erste Bizen Nagamitsu arbeitete um Shoo(1288-1293) und war der Überlieferung nach der Sohn von Mitsutada, dem Gründer der Bizen Osafune -Schule. Frühe Nagamitsu-Klingen waren von außergewöhnlicher Qualität. 6 Klingen sind als Nationalschätze(ningen kokuho) und 28 Klingen als Bedeutendes Kulturgut(juyo bunkazai) gelistet. Im 15. und 16. Jh bis etwa 1590 arbeiteten nur noch 4 oder 5 Schmiede in Osafune im Stil und unter dem Namen des Schul-Gründers Nagamitsu.

Unsere Klinge stammt aus der mittleren Muromachi-Periode und zeigt die typischen Merkmale der Bizen Osafune Tradition, nämlich die kurze, breite nakago und die Bizen-Krümmung der Klinge(koshi-zori). Charakteristisch für die Nagamitsu-Schule ist der gunome choji und das san-saku boshi.

Bewertung
Hawley 20 Punkte
744
Preis
Verkauft
743 a

KATANA 法城寺但馬守橘國正

70cm, sori 1,4cm, kasane 7,0mm, motohaba 2,9cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, gunome hamon mit nie und ashi, ko- itame hada mit viel ji-nie, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HOJOJI TAJIMA NO KAMI TACHIBANA KUNIMASA“, MIT Juyo Token Papier der NBTHK, Hojoji-Schule, Musashi-Provinz, ca. 1680. Makellose Klinge in neuwertigen Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung:
Sehr elegante uchigatana-koshirae, Griff mit same, schwarze Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, Reitgerte und Steigbügel, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor, Tsuba mit katakiri-bori Gravur, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, aber in Top- Zustand.

Die Hojoji-Schule wurde in der Nanbokucho-Zeit im 13.Jh. von Kunimitsu in Tajima begründet. Seine Arbeiten waren eine Mischung von Bizen und Soshu-Stil. Er und seine Nachfolger waren vor allem für ihre hervorragenden Nagamaki und Naginata-Klingen bekannt, die später leider allesamt gekürzt und zu Katana und Wakizashi umgearbeitet wurden. In der Muromachi Zeit wurde es ruhig um diese Schule, bis in der Shinto-Zeit der herausragende Schmied Masahiro von Tajima nach Edo zog und dort die Shinto-Hojoji- Schule gründete. Sein Lehrer war der berühmte Schmied Kotetsu und so entsprach der Stil der Schule eher dem der Kotetsu-Schule als dem ursprünglichen Stil von Kunimitsu.

Kunimasa war ebenfalls ein Nachkomme von Kunimitsu, sein Vorname war "Jinnojo". Sein Hauptschaffenszeit lag etwa zwischen 1670 und 1680. Er wurde ebenfalls von Tajima in die Hauptstadt Edo berufen. Er arbeitete ein paar Jahre zeitgleich mit Masahiro, allerdings 20 Jahre länger, da er jünger war. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er zeitweise mit Masahiro arbeitete, bzw. bei ihm studierte und auch sein Stil ist dem von Kotetsu sehr ähnlich. Individuell im Detail zeigt er aber auch deutlich seinen eigenen Stil. Er gilt als herausragender Schmied und als einer der besten Edo-Hojoji Künstler. Die Kunimasa-Schmiede wurden, wie der berühmte Yasutsugu, zu Hofschmieden des Tokugawa-Shogunats berufen und arbeiteten fortan bis zum Ende der Edo-Periode als Schmiede des bakufu(Shogunat). Die vorliegende Klinge hat ein Juyo Token Papier, das ist für eine Shinto-Klinge sehr selten. Die NBTHK stellt dieses Papier für Shinto-Klingen nur aus, wenn der Schmied exzellent ist und sie von der Qualität und vom Erhaltungszustand wirklich perfekt sind.

Bewertung
Hawley 65 Punkte
Toko Taikan 4 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
743
Preis
Verkauft
742

Tachi 関兼秀作之

66,2cm, sori 1,7cm, motohaba 3,15cm, sakihaba 2,11cm, motokasane 0,69cm, sakikasane 0,46cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, choji midare hamon, itame hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SEKI KANEHIDE SAKU KORE", ura: "SHOWA JU SHICHI NEN JU GATSU HI"(Ein Tag im Oktober 1944), auf dem mune der Angel gestempelt:"SEKI", mit Kanteisho-Papier der NTHK, Seki, Mino Provinz. Im Shirasaya

Koshirae: Shirasaya

Kanehide: Geboren 24. August 1913 in Okuwa, Nagano Präf., bürgerlicher Name "Isamu Nakata", lernte das Schmiedehandwerk 8 Jahre lang bei Kawashima MASAHIDE (12.Gen. Masahide), dann Studium 1937 bei dem berühmten Schmied Watanabe KANENAGA in Seki, Gifu Präfektur. Sein Künstlername Kanehide setzt sich aus den Namen seiner Lehrer zusammen. 2 seiner Schwerter wurden als Geschenke 1938 an Benito Mussolini und Adolf Hitler übergeben. 1941 wurde er gebeten, der Klingenabteilung der Armee beizutreten und schmiedete dort Auftragsklingen für höchste Offiziere der Streitkräfte. 1943 akzeptierte der berüchtigte damalige General und Premierminister Tojo Hideki ein Schwert als Geschenk. Später wurde er Präsident der berühmten "Rykugun Gunto Gesellschaft".

Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau Japans wurde er von der Regierung 1954 gebeten, das Klingenschmieden zur Erhaltung dieser Kunst wiederaufzunehmen. Er gewann ab 1955 mit seinen Klingen zahlreiche Preise bei den Wettbewerben für feine Schwertkunst der berühmten NBTHK(Gesellschaft zur Erhaltung des Japanischen Schwerts). Er gewann den Doryoku-Preis 3mal und den Nyusen-Preis 8mal. 1957 erwies man ihm die Ehre, Schwerter für den Kaiser und die Kaiserin zu schmieden. Schließlich wurde er 1976 zum bedeutenden lebenden Kulturgut(juyo mukei bunkazai) der Stadt Seki ernannt, 1977 desgleichen für die gesamte Präfektur Gifu(früher Mino-Provinz). Seine überragendes technisches Geschick beruht auch darauf, dass er bei Meistern lernen konnte, deren Lehrer noch während der Samurai-Ära gearbeitet hatten und er dieses Wissen bis in die moderne Zeit weitergeben konnte. Es gibt wohl kaum einen Schwertschmied, dem die Schmiedekunst und ihre Erhaltung so viel zu verdanken hat. Bis zu seinem Tod schmiedete er noch die ein oder andere Klinge für hochrangige Auftraggeber. Er verstarb im 1.Jahr HEISEI(1989) im Alter von 75 Jahren.

Literatur
Sesko
Fuller/Gregory
Slough
742
Preis
Verkauft
739 a

KATANA 丹後守藤原兼道 菊紋一

70,0cm, sori 1,1cm, Breite am hamachi 3,4cm, motokasane 0,72cm, shinogi zukuri, chu kissaki, o-gunome choji hamon, hada ko-itame mit ko-nie und chikei, sehr gute Politur von Kenji Mishina, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "TANGO NO KAMI FUJIWARA KANEMICHI", ura: "KIKU ICHI", mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Mishina-Schule, Settsu-Provinz, Shinto, um 1650. Im Shirasaya.

Koshirae: buke-zukuri-Montierung, fuchigashira in Shibuichi mit Auflagen von Gräsern in Gold, Griff mit hellbrauner Seidenwicklung, menuki Drachen in Gold, sukashi-tsuba, Eisen, rund mit mit kleinen Goldperlen, alles Edo-Zeit, schwarze Lacksaya.

Kanemichi war der 3. Sohn des berühmten Schmieds "Kyo" Tamba no Kami Yoshimichi, der auch sein Lehrer war. Er wurde 1602 geboren, sein bürgerlicher Name war Mishina Yoshibei. Zu Anfang seiner Laufbahn signierte er mit "Yoshimichi", später dann mit "Naomichi". 1625 erhielt er den Ehrentitel "Tango no Kami". Später zog er von Kyoto nach Osaka in der Provinz Settsu und arbeitete dort. Er starb 1672 im Alter von 70 Jahren. Er härtete seine Klingen entweder in dem Mishina-typischen sudare-ba oder, wie bei dieser Klinge, in einem auffälligen gunome-choji Hamon. Die Signatur ist auch sehr typisch mit Chrysantheme(Kiku) und Ichi auf der Ura-Seite der Angel. Tango no Kami Kanemichi gilt als der beste der Mishina Schmiede in Osaka. Die Klinge ist fehlerfrei und in perfektem Ehaltungszustand. Sie würde ohne jeden Zweifel ein Juyo-Token Papier erhalten.

Bewertung
Hawley 60 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Ryo Wazamono
739
Preis
Verkauft
738

KATANA 無銘 (兼房)

69,3cm, sori 1,9cm, Breite am hamachi 2,91cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-choji hamon(kenbo midare), itame hada mit chikei, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "KANEFUSA", durch Tokubetsu Kicho Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1550, Zenjo-Schule. Im Shirasaya mit sayagaki.

Koshirae: Sehr schöne buke-zukuri-Montierung mit Tokubetsu-Kicho-Papier der NBTHK, alles zusammenpassend mit Libellen-Motiv, fuchigashira in shakudo-nanako mit Libelle in Kupfer, signiert "Nyochiku+Kao", , schöne, guterhaltene runde Sukashi Eisentsuba mit stilisierten Libellen und aufgelegten Bambusblättern, Griff mit schwarzer Originalwicklung, menuki Libellen in shakudo und Gold, braune Lacksaya mit eingelegten Libellen in aogai-Lack, alles Edo-Zeit.

Während der Muromachi-Zeit und insbesondere der sehr turbulenrten Sengoku-Periode, spielten mehrere Generationen von Schwertschmieden in der Mino-Provinz eine bedeutende Rolle bei der Herstellung von hervorragenden Klingen. Als 1. Generation gilt "Seizaemon" Kanefusa, ein Priester, der um 1460 tätig war. Die beiden letzten Generationen der Koto-Periode, also die 4. und 5. Generation, waren für ihren typischen Hamon bekannt, den "Kenbo Midare Ha". Unsere Klinge ist der 4. Gen. zuzuordnen. "Wakasa no Kami Kanefusa" war der 3. Sohn von Iwami no kami Kanefusa(III) geboren. Sein Geschick erregte bald die Aufmerksamkeit des berühmtesten Feldherren seiner Zeit, Oda Nobunage. Er arbeitete dann nur noch exklusiv für die Oda Familie.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
KKB Wazamono
738
Preis
Verkauft
736 b

KATANA 備中守橘(康廣)

68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:Alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der breite spektakuläre Choji-Hamon ist typisch für die Schule. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.
Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen.
Fujishiro Chu-Jo-Saku.
KK Wazamono (scharf)
VERKAUFT! VERKAUFT!
736
Preis
Verkauft
733 a

KODACHI 信國

57,7cm, sori 1,8cm, kasane 6,2mm, motohaba 2,85cm, sakihaba 1,98cm, shinogi zukuri mit horimono: su-ken mit vajra auf einer, bo-hi auf der anderen Seite. Chu- kissaki, boshi midarekomi, gunome hamon in ko-nie deki mit ko-midare, ko-itame - masame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, signiert: „NOBUKUNI“, mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, Yamashiro-Nobukuni-Schule, Yamashiro-Provinz, Oei-Zeit, 5.Gen., (tätig um 1401-1441). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, schwarze Lacksaya mit Seiden- sageo. Schöne Lackmalerei in Gold- und Silber-makie, Griff mit same und grünlicher Seidenwicklung, neue menuki, Karpfen in Wellen in Silber, Tsuba, fuchigashira und kojiri en suite mit Wellenmotiv im Omori-Stil in Silber, Tsuba signiert: "Shiratama Do Juzui", alles top restauriert, wahrscheinlich Ende Edo oder Meiji-Zeit(außer menuki).

Die erste Gen. Nobukuni, der Gründer der Schule, war ein Sohn von Ryokai Hisanobu, kam also von der Ryokai-Schule und arbeitete vorwiegend im Soshu-Stil, etwa während der frühen bis mittleren Nanbokucho-Zeit. Die 2te Gen. war um 1350 tätig, die 3. Gen. von der späten Nanbokucho bis zur frühen Oei-Zeit um etwa 1390 bis 1420. Die 4.Gen., mit vollem Namen "Minamoto Saemon no jo Nobukuni", sowie die 5. Gen. arbeiteten während der frühen Oei-Zeit etwa von 1400 bis 1440. Diese Klinge wird der 5. Gen. "Shikibu no Jo Nobukuni" zugeordnet. Er war der jüngere Bruder der 4. Gen.. Typisches Merkmal ist der spezielle Gunome Hamon, bei dem 2 Gunome Spitzen so aneinander liegen, dass ein pfeilnockenartiges Muster entsteht. Außerdem war er ein guter horimono-Graveur und führte diese Arbeiten selbst aus.

Die vorliegende Klinge ist ein sogenanntes Kodachi. Sie ist der Vorgänger des späteren Wakizashi, das - in kürzerer Ausführung - erst 100 Jahre später üblich wurde. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurde sehr häufig ein Langschwert zum Tachi im Gürtel getragen. Diese Schwerter waren immer zwischen 55 und 65cm lang. An Form(sugata) und Länge ist deutlich zu erkennen, dass diese Klinge für den Gebrauch als Katana geschmiedet wurde. Dieses Schwert ist eine Gelegenheit aus Privatbesitz und ein 100%er Kandidat für ein Juyo Token Papier. Nobukuni ist ein hochbewerteter Schmied und die Klinge ist für ihr Alter in makellosem Erhaltungszustand. Selbst für viel schlechter erhaltene Klingen von Nobukuni werden normalerweise zwischen 30- und 50.000,-US$ verlangt.

733
Preis
Verkauft
732 a

TACHI 無銘 (備州長船住盛光)

73,7cm, sori 2,1cm, kasane 6,7mm, motohaba 2,95cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, ko-gunome hamon mit choji, ko-nie und sunagashi, mokume- itame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, zugeschrieben an: „OSAFUNE MORIMITSU“, durch Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, Oei-Bizen-Schule, Bizen-Provinz, Oei-Zeit (1394-1428). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante buke-zukuri-koshirae, schwarze Lacksaya mit kaeri-tsuno und schwarzem sageo, Griff mit same und schwarzer Seidenwicklung, menuki Drachen in shakudo mit Gold, feine Eisen-tsuba im Soten-Stil mit Tiger unter Zedernzweigen, Goldeinlagen und graviertem Goldrand, fuchigashira im Soten-Stil, shakudo mit Auflagen in Gold, Silber und Kupfer.

Morimitsu, mit vollem Namen "Bizen Osafune shuri no suke Morimitsu", ist einer der berühmtesten Bizen-Schmiede der Oei-Periode. Zusammen mit dem Vater Moromitsu und dem Bruder Yasumitsu gehört er zu den "Oei San Mitsu", den "3 Oei Mitsu". Kokan Nagayama beschreibt sie als "sehr berühmt und exzellent". Heute erhalten ihre Klingen die höchsten Bewertungen, wie Juyo Bunkazai, Juyo Bijutsuhin und Kokuho(Nationalschatz).

Die Linie von Morimitsu geht zurück bis auf Kanemitsu. Dieser arbeitete um 1330. Er gilt als einer der berühmten "Masamune no juttetsu", der 10 brillanten Schüler von Masamune. Sein Schüler Tomomitsu war der Lehrer von Moromitsu, Morimitsus Vater.

Nach Kanemitsu, der mit seinen exzellenten Arbeiten den guten Ruf der Bizen Osafune Schule begründete, nahm die Qualität der Bizen Osafune-Arbeiten stetig ab, bis Morimitsu und die "Oei San Mitsu" 80 Jahre später mit ihren technisch grandiosen Arbeiten wieder einen neuen Maßstab für Qualität setzten.

Bewertung
Hawley 100 punkte
Toko Taikan 8 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
KKB O-Wazamono (extrem scharf)
732
Preis
Verkauft
731 a

TACHI 豊後高田藤原永行

63,1cm, shinogi zukuri, futasuji-hi beidseitig, sori 2,13cm, motohaba 2.64cm, motokasane: 0,63cm, sakihaba 1.85cm, itame hada, schmaler suguha-notare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "FUJIWARA NAGAYUKI", mit Papier der NTHK, gute Politur, Taira-Takada-Schule, Bungo-Provinz, späte Muromachi-Zeit, um 1570.

Koshirae: Originale Itomaki no Tachi-Montierung, tsuka und Teil der saya mit dunkelbrauner Seidenwicklung auf Brokat, rotbraune Lackscheide mit Drachen bemalt, etwas abgegriffen, alle Beschläge en suite aus Messing mit Resten von Versilberung mit Rankengravur, Menuki Drachen, Edo-Zeit, Anfang 19. Jh.

Nagayuki arbeitete etwa um die Tensho Zeit (1573-1592) und war ein repräsentativer und gut bewerteter Schmied der Taira-Takada Schule. Er signierte mit dem o.g. mei oder mit "Hoshu-ju Fujiwara Nagayuki" Die Klinge ist zwar etwas gekürzt, die Signatur aber vollständig erhalten.

Die Taira-Takada Schule gehört zu den größten Schmiedeschulen Japans. Die späteren Takada-Schmiede der Shinto-Zeit werden auch Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden. Die vorliegende Klinge wurde während der kriegerischen Sengoku-Ära sicher viel eingesetzt und oft poliert. Trotz kleiner kosmetischer Fehler, die weder Stabilität noch Funktion beeinträchtigen, ist die Klinge noch schön und sehr scharf.

Zur Klinge passend wurde gegen Ende Edo/Anfang Meiji stilgerecht die Itomaki-No-Tachi- Montierung gefertigt, wie sie auch in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Sie war die traditionelle Montierung für eine Klinge, wenn sie zur Rüstung getragen wurde. Die Verlängerung der Wicklung(itomaki) auf die saya sollte das Klappern der Scheide auf der Rüstung und damit auch eine Beschädigung des Lacks verhindern. Eine schöne Ergänung zu einer vorhandenen Rüstung, will man sie originalgetreu komplettieren.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 2,5 Mio. Yen
KKB Wazamono (scharf)
731
Preis
Verkauft
729 a

TACHI 無銘 (盛景)

66cm, sori 2,1cm, kasane 7,8mm, motohaba 3,00cm, sakihaba 2,10cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, bo-hi, o-choji hamon mit gunome und tobiyaki, ko- itame hada mit chikei und utsuri, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an: „MORIKAGE“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Bizen-Omiya-Schule, Bizen-Provinz, Mitte Nanbokuchyo, ca. 1360. Im Shirasaya.

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, alte Original-Montierung im handachi-Stil ca. 1740, braune Lacksaya mit Wolkendekor, Griff mit same, Wicklung lackiert, feine menuki in shakudo, Tintenfische, sehr feine komplette handachi-Beschläge, Higo-Stil in Eisen mit Goldeinlagen.

Laut Überlieferung gehen die Ursprünge der Bizen-Ômiya-Schule bis zum Ômiya-Gründer Kunimori zurück. Er war im gleichnamigen Ort Ômiya tätig, der sich im Inokuma-Distrikt der Provinz Yamashiro befand. Der repräsentativste und bekannteste Bizen-Ômiya-Schmied war „Bishû Osafune Morikage“ . Was OsafuneMorikage anbelangt, so war seine Arbeitsweise recht breit gefächert. Er härtete z.B. einen notare-cho, eine flamboyante und abwechslungsreichem midare-ba mit choji und gunome, einen auf eckigem gunome basierenden hamon, als auch einen suguha, der an Arbeiten der Aoe-Schule erinnert. Diese Klinge läßt insgesamt sehr deutlich die charkteristischen Merkmale Osafune Morikages erkennen. Sie ist sehr kräftig und außergewöhnlich gut erhalten.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 6,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
KKB Ryo-Wazamono
729
Preis
Verkauft
727 a

TACHI 佐渡福浦住人新保義治 於敦代城踊造之

81,5cm, sori 2,6cm, Breite am hamachi 3,20cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, hamon suhuha mit gunome und viel nie, mokume hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SADO FUKUURA JU NIN SHINPO YOSHIHARU", ura: "OITE UTASHIROJOATO TSUKURU KORE", geschmiedet vor 1976, Sado, Nigata Präfektur.

Koshirae: Für diese Klinge in Japan maßgefertigte Montierung. Schwarze Seidenwicklung, menuki Regendrachen in Kupfer, weiße Rochenhaut. Schwarze glänzende saya, alle Beschläge massives Silber, zusammenpassend im omori-Stil mit Wellendesign. Ebenso passend eine hochwertige antike Eisentsuba im Omori-Stil mit Goldperlengischt.

Shinpo Yoshiharu:
Geboren 1941, bürgerlicher Name "Shinpo Motoharu", lernte 1957-1961 das Schmiedehandwerk autodidaktisch, Erhalt der Schmiedelizenz 1962, Lehre und Studium bei dem berühmten Schmied Miairi Akihira 1963, änderte seinen Schmiedenamen 1976 in Motohira. Er errang zahlreiche Preise auf verschiedenen Wettbewerben und Ausstellungen. Er gilt als "Enfant Terrible" unter den Schwertschmieden und als schwierig, ist aber eine außergewöhnliche Begabung. Seinen ersten großen Wettbewerb gewann er bereits während seiner Lehrzeit. Er lebt und arbeitet in Ryotsu auf der Insel Sado, Nigata Präfektur.

Dieses Schwert ist im Stil eines Bizen - Tachi der Kamakura-Zeit geschmiedet. Es ist neuwertig und hat eine hervorragende Politur. Hierzu muß man sagen, dass die Anfertigung einer Klinge dieser Länge für die heute arbeitenden Schmiede eine technische Herausforderung darstellt, ganz abgesehen von einem erheblichen Aufpreis. Die meisten fertigen nur Klingen bis max. 75cm an.

727
Preis
Verkauft
726 a

KATANA 無銘 (正利)

65,4cm, sori 1,7cm, Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1550. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine fast 500 Jahre alte Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Bewertung
Hawley 30 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Chu-Jo-Saku
KKB Ryo Wazamono
726
Preis
Verkauft
723 A

Katana 無銘 (伝関兼定)

68,0cm, sori 1,6cm, Breite am hamachi 2,91cm, am Kissaki 2,13cm, motokasane 0,56cm, shinogi zukuri, langes chu kissaki, midarekomi boshi mit hakikake, notare und gunome-midare hamon, itame hada, gute Politur, nakago mit 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "DEN SEKI KANESADA", mit Papier der NTHK (NIHON TOKEN HOZON KAI), Mino-Provinz, Mino-Schule, Muromachi, um 1504.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchigashira in Shakudo mit Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki mit Blüten und Insekten in shakudo und Gold, runde Tsuba in shakudo mit Silberrand, Lacksaya mit patiniertem Messing-Kojiri, graugrüner Lack mit eingestreutem Silberpartikeln, alles Edo-Zeit.

Da die NTHK diesen Kanesada in die Eisho-Periode einordnet, handelt es sich hier um die Werkstatt von Noshu Seki Kanesada II, auch Izumi no Kami Kanesada. Dieser war der Adoptivsohn des berühmten Oya Kanesada I. Kanesada II, mit bürgerlichem Namen "Jiroemon", kam aus Kii und ging nach Seki, wo er Schüler und später Adoptivsohn von Kanesada I wurde. Eine frühe Arbeit von ihm ist von 1497, überwiegend arbeitete er während der Eisho-Periode(1504-1521). Da er später das "Sada" in seinem Namen im Soshu-Stil gravierte, was dann wie ein"No" aussah, erhielt er den Spitznamen "No-sada". Die Qualität seiner Klingen war außergewöhnlich hoch. Es gab nur 14 Schmiede in Japan, denen das Prädikat "saijo-o-wazamono" (allerhöchste, unübertroffene Schärfe) zugesprochen wurde.

Bewertung
Hawley 80pts
Toko Taikan 8 Mio.Yen
Fujishiro Sai Jo saku
KKB Saijo-o-Wazamono
723
Preis
Verkauft
719 A

Katana 金房隼人承..(正真)

69,0cm, sori 1,4cm,  Breite am hamachi 2,90cm, am Kissaki 2,01cm, motokasane 0,62cm, shinogi zukuri, futasuji-bi, langes chu kissaki, boshi midarekomi, gunome-midare hamon, itame hada, ji-nie, ko-ashi, gute  Politur, suriage nakago, 4 mekugi ana, signiert:"KANABO HAYATORYO...(MASAZANE)", mit Papier der NTKS (NIHONTO KANTEI SHINSAKAI), Yamato-Provinz, Muromachi, um 1540. Im Shirasaya. 

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, Beschläge en suite in Shibuichi mit  Clan-Wappen in Shakudo, Griff mit dunkelroter Seidenwicklung, feine Phönix-menuki in shakudo und Gold, runde Eisentsuba im Shoami-Stil, 2 Figuren in Landschaft, viele Einlagen in Gold und Silber nunome, signiert, rote Lacksaya mit tsunagi, alles Edo-Zeit.

Masazane war der Sohn des berühmten Tegai Masazane, einem Yamato-Tegai Schmied, der während der Eisho-Zeit (1504-1521) mit seinem Lehrer Nagayoshi durch Japan reiste, um zu lernen. Er war unter anderem auch Schüler des legendären Schmieds Muramasa in Ise(Sengu-Schule). Er arbeitete auch in Soshu und schmiedete hier einen der 3 berühmten Speere mit Namen Tonbogiri.

Sein Sohn Masazane, 1. Gen. "Kanabo", arbeitete vorwiegend während der Tenbun Zeit (1532-1555). Er zog von Fujiwara nach Kanabo im Distrikt Nara, woraus sich auch der Name der Schule herleitet. Dieser Name wurde daraufhin als Familienname für die nachfolgenden Generationen übernommen. Kanabo(auch Kinbo) Masazane schmiedete funktionale Schwerter für den harten Gebrauch. Typisch für ihn ist der ziemlich flache Sori und das leicht verlängerte Kissaki.

Bewertung
Hawley 20pts
Toko Taikan 3Mio.Yen
Fujishiro Jo saku
KKB Ryo Wazamono
719
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Verkauft