Asienkunst

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731 a

TACHI 豊後高田藤原永行

63,1cm, shinogi zukuri, futasuji-hi beidseitig, sori 2,13cm, motohaba 2.64cm, motokasane: 0,63cm, sakihaba 1.85cm, itame hada, schmaler suguha-notare hamon, suriage nakago, 2 mekugi ana, signiert: "FUJIWARA NAGAYUKI", mit Papier der NTHK, gute Politur, Taira-Takada-Schule, Bungo-Provinz, späte Muromachi-Zeit, um 1570.

Koshirae: Originale Itomaki no Tachi-Montierung, tsuka und Teil der saya mit dunkelbrauner Seidenwicklung auf Brokat, rotbraune Lackscheide mit Drachen bemalt, etwas abgegriffen, alle Beschläge en suite aus Messing mit Resten von Versilberung mit Rankengravur, Menuki Drachen, Edo-Zeit, Anfang 19. Jh.

Nagayuki arbeitete etwa um die Tensho Zeit (1573-1592) und war ein repräsentativer und gut bewerteter Schmied der Taira-Takada Schule. Er signierte mit dem o.g. mei oder mit "Hoshu-ju Fujiwara Nagayuki" Die Klinge ist zwar etwas gekürzt, die Signatur aber vollständig erhalten.

Die Taira-Takada Schule gehört zu den größten Schmiedeschulen Japans. Die späteren Takada-Schmiede der Shinto-Zeit werden auch Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden. Die vorliegende Klinge wurde während der kriegerischen Sengoku-Ära sicher viel eingesetzt und oft poliert. Trotz kleiner kosmetischer Fehler, die weder Stabilität noch Funktion beeinträchtigen, ist die Klinge noch schön und sehr scharf.

Zur Klinge passend wurde gegen Ende Edo/Anfang Meiji stilgerecht die Itomaki-No-Tachi- Montierung gefertigt, wie sie auch in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Sie war die traditionelle Montierung für eine Klinge, wenn sie zur Rüstung getragen wurde. Die Verlängerung der Wicklung(itomaki) auf die saya sollte das Klappern der Scheide auf der Rüstung und damit auch eine Beschädigung des Lacks verhindern. Eine schöne Ergänung zu einer vorhandenen Rüstung, will man sie originalgetreu komplettieren.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 2,5 Mio. Yen
KKB Wazamono (scharf)
731
Preis
Verkauft
729 a

TACHI 無銘 (盛景)

66cm, sori 2,1cm, kasane 7,8mm, motohaba 3,00cm, sakihaba 2,10cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, bo-hi, o-choji hamon mit gunome und tobiyaki, ko- itame hada mit chikei und utsuri, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, 2 verschlossen, unsigniert, zugeschrieben an: „MORIKAGE“, durch Juyo Token Papier der NBTHK, Bizen-Omiya-Schule, Bizen-Provinz, Mitte Nanbokuchyo, ca. 1360. Im Shirasaya.

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, alte Original-Montierung im handachi-Stil ca. 1740, braune Lacksaya mit Wolkendekor, Griff mit same, Wicklung lackiert, feine menuki in shakudo, Tintenfische, sehr feine komplette handachi-Beschläge, Higo-Stil in Eisen mit Goldeinlagen.

Laut Überlieferung gehen die Ursprünge der Bizen-Ômiya-Schule bis zum Ômiya-Gründer Kunimori zurück. Er war im gleichnamigen Ort Ômiya tätig, der sich im Inokuma-Distrikt der Provinz Yamashiro befand. Der repräsentativste und bekannteste Bizen-Ômiya-Schmied war „Bishû Osafune Morikage“ . Was OsafuneMorikage anbelangt, so war seine Arbeitsweise recht breit gefächert. Er härtete z.B. einen notare-cho, eine flamboyante und abwechslungsreichem midare-ba mit choji und gunome, einen auf eckigem gunome basierenden hamon, als auch einen suguha, der an Arbeiten der Aoe-Schule erinnert. Diese Klinge läßt insgesamt sehr deutlich die charkteristischen Merkmale Osafune Morikages erkennen. Sie ist sehr kräftig und außergewöhnlich gut erhalten.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 6,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
KKB Ryo-Wazamono
729
Preis
Verkauft
727 a

TACHI 佐渡福浦住人新保義治 於敦代城踊造之

81,5cm, sori 2,6cm, Breite am hamachi 3,20cm, motokasane 0,8cm, shinogi zukuri, chu kissaki, hamon suhuha mit gunome und viel nie, mokume hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SADO FUKUURA JU NIN SHINPO YOSHIHARU", ura: "OITE UTASHIROJOATO TSUKURU KORE", geschmiedet vor 1976, Sado, Nigata Präfektur.

Koshirae: Für diese Klinge in Japan maßgefertigte Montierung. Schwarze Seidenwicklung, menuki Regendrachen in Kupfer, weiße Rochenhaut. Schwarze glänzende saya, alle Beschläge massives Silber, zusammenpassend im omori-Stil mit Wellendesign. Ebenso passend eine hochwertige antike Eisentsuba im Omori-Stil mit Goldperlengischt.

Shinpo Yoshiharu:
Geboren 1941, bürgerlicher Name "Shinpo Motoharu", lernte 1957-1961 das Schmiedehandwerk autodidaktisch, Erhalt der Schmiedelizenz 1962, Lehre und Studium bei dem berühmten Schmied Miairi Akihira 1963, änderte seinen Schmiedenamen 1976 in Motohira. Er errang zahlreiche Preise auf verschiedenen Wettbewerben und Ausstellungen. Er gilt als "Enfant Terrible" unter den Schwertschmieden und als schwierig, ist aber eine außergewöhnliche Begabung. Seinen ersten großen Wettbewerb gewann er bereits während seiner Lehrzeit. Er lebt und arbeitet in Ryotsu auf der Insel Sado, Nigata Präfektur.

Dieses Schwert ist im Stil eines Bizen - Tachi der Kamakura-Zeit geschmiedet. Es ist neuwertig und hat eine hervorragende Politur. Hierzu muß man sagen, dass die Anfertigung einer Klinge dieser Länge für die heute arbeitenden Schmiede eine technische Herausforderung darstellt, ganz abgesehen von einem erheblichen Aufpreis. Die meisten fertigen nur Klingen bis max. 75cm an.

727
Preis
Verkauft
726 a

KATANA 無銘 (正利)

65,4cm, sori 1,7cm, Breite am hamachi 2,99cm, motokasane 0,54cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome midare hamon, yakitsume boshi, itame-masame hada, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"MASATOSHI", durch Keicho Papier der NBTHK, Sakakura- Seki-Schule, Mino-Provinz, Muromachi, um 1550. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr schöne uchigatana-Montierung, Fuchi in shakudo mit Auflagen in Silber und Gold, Tiger zwischen Pflanzen, Kashira schwarzes Büffelhorn. Griff mit blauer Seidenwicklung, menuki cha-no-yu -Zubehör in Eisen und Gold, Namban-tsuba, Eisen, mit Rankenschnitt und teilweise erhaltener Vergoldung und Versilberung, schwarze Lacksaya mit aogai(Abalonepulver)-Einlagen. Komplette, sehr gut erhaltene Originalmontierung der Edo-Zeit.

Als Gründer der Sakakura-Seki-Schule gilt die 2. Gen. Masayoshi in Mino, der in Akasaka und in Sakakura um Bunmei(1469-1487) tätig war. Er war der Vater der 1. Gen. Masatoshi, der ein Schüler von Sengo Muramasa gewesen sein soll. Daher stammt auch die Ähnlichkeit der Masatoshi-Klingen mit denen der Sengo-Schule. Unsere Klinge wurde von seinem Sohn, Masatoshi II geschmiedet. Es geht auch das Gerücht, dass Masatoshi II auch ein Adoptivsohn von Sengo Masazane gwesen sein soll. Er war um Tenmon tätig(1532-1555). Seine Klingen gelten als besonders scharf. Da er auch im Stil von Sengo-Muramasa schmiedete, ist er aktuellen Schätzungen nach mit dem Schmied Sengo Masatoshi identisch. Sie werden auch gleich bewertet. Für eine fast 500 Jahre alte Klinge der kriegerischen Sengoku Periode ist sie hervorragend erhalten!

Bewertung
Hawley 30 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Chu-Jo-Saku
KKB Ryo Wazamono
726
Preis
Verkauft
723 A

Katana 無銘 (伝関兼定)

68,0cm, sori 1,6cm, Breite am hamachi 2,91cm, am Kissaki 2,13cm, motokasane 0,56cm, shinogi zukuri, langes chu kissaki, midarekomi boshi mit hakikake, notare und gunome-midare hamon, itame hada, gute Politur, nakago mit 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "DEN SEKI KANESADA", mit Papier der NTHK (NIHON TOKEN HOZON KAI), Mino-Provinz, Mino-Schule, Muromachi, um 1504.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchigashira in Shakudo mit Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki mit Blüten und Insekten in shakudo und Gold, runde Tsuba in shakudo mit Silberrand, Lacksaya mit patiniertem Messing-Kojiri, graugrüner Lack mit eingestreutem Silberpartikeln, alles Edo-Zeit.

Da die NTHK diesen Kanesada in die Eisho-Periode einordnet, handelt es sich hier um die Werkstatt von Noshu Seki Kanesada II, auch Izumi no Kami Kanesada. Dieser war der Adoptivsohn des berühmten Oya Kanesada I. Kanesada II, mit bürgerlichem Namen "Jiroemon", kam aus Kii und ging nach Seki, wo er Schüler und später Adoptivsohn von Kanesada I wurde. Eine frühe Arbeit von ihm ist von 1497, überwiegend arbeitete er während der Eisho-Periode(1504-1521). Da er später das "Sada" in seinem Namen im Soshu-Stil gravierte, was dann wie ein"No" aussah, erhielt er den Spitznamen "No-sada". Die Qualität seiner Klingen war außergewöhnlich hoch. Es gab nur 14 Schmiede in Japan, denen das Prädikat "saijo-o-wazamono" (allerhöchste, unübertroffene Schärfe) zugesprochen wurde.

Bewertung
Hawley 80pts
Toko Taikan 8 Mio.Yen
Fujishiro Sai Jo saku
KKB Saijo-o-Wazamono
723
Preis
Verkauft
719 A

Katana 金房隼人承..(正真)

69,0cm, sori 1,4cm,  Breite am hamachi 2,90cm, am Kissaki 2,01cm, motokasane 0,62cm, shinogi zukuri, futasuji-bi, langes chu kissaki, boshi midarekomi, gunome-midare hamon, itame hada, ji-nie, ko-ashi, gute  Politur, suriage nakago, 4 mekugi ana, signiert:"KANABO HAYATORYO...(MASAZANE)", mit Papier der NTKS (NIHONTO KANTEI SHINSAKAI), Yamato-Provinz, Muromachi, um 1540. Im Shirasaya. 

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, Beschläge en suite in Shibuichi mit  Clan-Wappen in Shakudo, Griff mit dunkelroter Seidenwicklung, feine Phönix-menuki in shakudo und Gold, runde Eisentsuba im Shoami-Stil, 2 Figuren in Landschaft, viele Einlagen in Gold und Silber nunome, signiert, rote Lacksaya mit tsunagi, alles Edo-Zeit.

Masazane war der Sohn des berühmten Tegai Masazane, einem Yamato-Tegai Schmied, der während der Eisho-Zeit (1504-1521) mit seinem Lehrer Nagayoshi durch Japan reiste, um zu lernen. Er war unter anderem auch Schüler des legendären Schmieds Muramasa in Ise(Sengu-Schule). Er arbeitete auch in Soshu und schmiedete hier einen der 3 berühmten Speere mit Namen Tonbogiri.

Sein Sohn Masazane, 1. Gen. "Kanabo", arbeitete vorwiegend während der Tenbun Zeit (1532-1555). Er zog von Fujiwara nach Kanabo im Distrikt Nara, woraus sich auch der Name der Schule herleitet. Dieser Name wurde daraufhin als Familienname für die nachfolgenden Generationen übernommen. Kanabo(auch Kinbo) Masazane schmiedete funktionale Schwerter für den harten Gebrauch. Typisch für ihn ist der ziemlich flache Sori und das leicht verlängerte Kissaki.

Bewertung
Hawley 20pts
Toko Taikan 3Mio.Yen
Fujishiro Jo saku
KKB Ryo Wazamono
719
Preis
Verkauft
716A

Katana 無銘 (末手掻)

62,8cm, sori 1,2cm,  Breite am hamachi 2,57cm, am Kissaki 1,73cm, motokasane 0,52cm, shinogi zukuri, langes chu kissaki, hakikake boshi, notare mit gunome-midare hamon, itame hada, sehr gute  Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"SUE TEGAI" durch Papier der NTKS (NIHONTO KANTEI SHINSAKAI), Yamato-Provinz, mittlere Muromachi-Zeit, um 1400.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, fuchi in shibuichi mit Kiefernnadel-Design und ungewöhnlichen Kreuzen eingelegt in Gold-nunome, Kashira, kurigata und kojiri aus Büffelhorn, Clan-Wappen in Gold am Kojiri(Kiri-Mon), Griff mit dunkelblauer Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, runde Kenjo-Tsuba in shakudo, seltene Lacksaya, dunkelgrün, im Bambus-Design geschnitten und mit kleinen Bambusblättern in Goldlack, alles Edo-Zeit. 

Wunderschöne Muromachi-Klinge in makellosem Zustand, typische Yamato-Merkmale: flacher, aber eleganter sori, dichter ko-itame hada, hohes shinogi, hakikake boshi mit flammenartigen hamon. Der Gründer der Tegai-Schule, TEGAI KANENAGA, ließ sich um 1288 in Yamato vor dem Tor "Tegai-Mon" des Todaiji-Tempels nieder. Von diesem Tor hat die Schule, die der Yamato-Tradition entstammt, ihren Namen. Auch die späteren Tegai-Schmiede arbeiteten überwiegend im Tempelbezirk. Wie die meisten anderen Yamato-Schulen arbeiteten die Tegai-Schmiede überwiegend für die Kriegermönche der buddhistischen Tempel und Klöster und nicht für den kommerziellen Markt. Viele frühe Yamato-Klingen sind deshalb auch unsigniert.

716
Preis
Verkauft