Asienkunst

Verkaufte Artikel

750 a

KATANA 無銘 (肥前國河内大掾正廣)

67cm, sori 2,4cm, Breite am hamachi 3cm, motokasane 0,7cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-midare hamon mit ko-nie, ko-itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"KAWACHI DAIJO MASAHIRO", durch Hozon Papier der NBTHK , Hizen-Provinz, Tadayoshi-Schule, um 1660. Im Shirasaya.

Koshirae: antike, sehr schöne buke-zukuri-Montierung, Fuchigashira in feinem shibuichi mit Wellendekor(nami), Griff mit originaler schwarzer Seidenwicklung, menuki Blumensträuße in shakudo und Gold, sukashi- Eisentsuba mit schön geschnittenem Wellendesign, rotbraune ishime- Lacksaya, alles Edo-Zeit, Top-Zustand.

Die Hizen-Tadayoshi-Schule wurde um 1598 von Tadayoshi(I) gegründet, der unter Umetada Myoju studiert hatte. Sein Familienname war Sadenjiro. MASAHIRO war Schüler und Urenkel von Tadayoshi und ein Zeitgenosse von Hizen Tadahiro. Auch sein Vater Yoshinobu, Schwiegersohn von Tadayoshi, gehörte zu seinen Lehrern. Er gehört zu den besten Hizen- Schmieden dieser Schule. Er führte zuerst den Schmiedenamen MASANAGA. Als der Daimyo Lord Nabeshima seine Fähigkeiten erkannte, verlieh er ihm den Namen HIRO als 2te Silbe und er durfte sich dann MASAHIRO nennen. Zusammen mit Tadahiro(II) stellte er dann Schwerter für die Nabeshima Familie her. Er starb 1665 relativ früh im Alter von 59 Jahren. Seine Schwerter sind nicht allzu häufig anzutreffen.

Die Klingen aus der Provinz Hizen waren wegen ihrer Qualität überall in Japan begehrt und ein Exportschlager. Sie waren beliebte Geschenke der Daimyo und des Shogun an verdiente Würdenträger.

Bewertung
Hawley 70 Punkte
Toko Taikan 5,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
750
Preis
Verkauft
745 a

KATANA 濃州関住兼氏

61,3cm, sori 0,60cm, Breite am hamachi 2,98cm, motokasane 0,56cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome choji midare hamon, itame hada, gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: "NOSHU SEKI JU KANEUJI", mit Papier der NTHK , Mino-Provinz, Edo-Zeit, um Kanbun(1661-1673).

Koshirae: Elegante antike uchigatana-Montierung, Kashira schwarzes Horn, Fuchi shakudo nanako mit Goldauflagen, signierte runde Eisentsuba, sukashi, mit Resten von Goldeinlagen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki shishi in Gold, schwarze roiro Lacksaya , alles Edo-Zeit. Mit Sageo und altem Schwertbeutel.
Der Gründer der Mino Kaneuji Schule war der berühmte Schmied Shizu Saburo Kaneuji, einer der "Masamune Juttetsu"(Die berühmten 10 Schüler von Masamune). Er kam aus Yamato, wo er im Distrikt Tegai arbeitete und zog später nach Mino.

Die Kaneuji-Schmiede der Mino-Schule arbeiteten vom 14. bis zum 19.Jh. Mit Beginn der Shinto Periode im 17.Jh. teilte sich die Mino-Kaneuji - Schule in die Zweige Ogaki, Gifu und Seki. Der Seki-Zweig führte den Familiennamen "Fukuchi". Alle waren bis zur Meiji-Zeit aktiv. Die Stadt Seki in Mino(heute Gifu Präfektur) war von alters her ein Zentrum der Schmiedekunst und ist es noch heute.

Die vorliegende Klinge ist nicht nur eine hochwertige typische Shinto-Kaneuji-Klinge, sondern hat auch eine völlig unbearbeitete nakago mit nur einem Loch, sowie eine durch Kanteisho bestätigte Signatur.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 2 Mio. Yen
745
Preis
Verkauft
744 a

KATANA 無銘 (長光)

63,6cm, sori 1,58cm, Breite am hamachi 3,14cm, motokasane 0,69cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome choji midare hamon, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "BIZEN NAGAMITSU", durch Papier der NTKS, Bizen-Provinz, Muromachi-Periode, um Bunmei(1469-1487). Im Shirasaya.

Koshirae: Elegante antike uchigatana-Montierung, Fuchigashira zusammenpassend in shakudo mit Goldauflagen, signierte runde Eisentsuba mit Drachen im Relief, Vergoldungen, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, menuki Pflanzen in shakudo mit Gold, schwarze roiro Lacksaya mit kojiri aus shakudo, graviert in katakiri-bori, alles Edo-Zeit. Mit Holzklinge(tsunagi), sageo und altem Schwertbeutel.

Der erste Bizen Nagamitsu arbeitete um Shoo(1288-1293) und war der Überlieferung nach der Sohn von Mitsutada, dem Gründer der Bizen Osafune -Schule. Frühe Nagamitsu-Klingen waren von außergewöhnlicher Qualität. 6 Klingen sind als Nationalschätze(ningen kokuho) und 28 Klingen als Bedeutendes Kulturgut(juyo bunkazai) gelistet. Im 15. und 16. Jh bis etwa 1590 arbeiteten nur noch 4 oder 5 Schmiede in Osafune im Stil und unter dem Namen des Schul-Gründers Nagamitsu.

Unsere Klinge stammt aus der mittleren Muromachi-Periode und zeigt die typischen Merkmale der Bizen Osafune Tradition, nämlich die kurze, breite nakago und die Bizen-Krümmung der Klinge(koshi-zori). Charakteristisch für die Nagamitsu-Schule ist der gunome choji und das san-saku boshi.

Bewertung
Hawley 20 Punkte
744
Preis
Verkauft
743 a

KATANA 法城寺但馬守橘國正

70cm, sori 1,4cm, kasane 7,0mm, motohaba 2,9cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, gunome hamon mit nie und ashi, ko- itame hada mit viel ji-nie, sehr gute Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert: „HOJOJI TAJIMA NO KAMI TACHIBANA KUNIMASA“, MIT Juyo Token Papier der NBTHK, Hojoji-Schule, Musashi-Provinz, ca. 1680. Makellose Klinge in neuwertigen Zustand.
Im Shirasaya.

Montierung:
Sehr elegante uchigatana-koshirae, Griff mit same, schwarze Seidenwicklung, feine menuki in shakudo und Gold, Reitgerte und Steigbügel, sehr feine shakudo fuchigashira mit Golddekor, Tsuba mit katakiri-bori Gravur, schwarze Lacksaya, alles Edo-Zeit, aber in Top- Zustand.

Die Hojoji-Schule wurde in der Nanbokucho-Zeit im 13.Jh. von Kunimitsu in Tajima begründet. Seine Arbeiten waren eine Mischung von Bizen und Soshu-Stil. Er und seine Nachfolger waren vor allem für ihre hervorragenden Nagamaki und Naginata-Klingen bekannt, die später leider allesamt gekürzt und zu Katana und Wakizashi umgearbeitet wurden. In der Muromachi Zeit wurde es ruhig um diese Schule, bis in der Shinto-Zeit der herausragende Schmied Masahiro von Tajima nach Edo zog und dort die Shinto-Hojoji- Schule gründete. Sein Lehrer war der berühmte Schmied Kotetsu und so entsprach der Stil der Schule eher dem der Kotetsu-Schule als dem ursprünglichen Stil von Kunimitsu.

Kunimasa war ebenfalls ein Nachkomme von Kunimitsu, sein Vorname war "Jinnojo". Sein Hauptschaffenszeit lag etwa zwischen 1670 und 1680. Er wurde ebenfalls von Tajima in die Hauptstadt Edo berufen. Er arbeitete ein paar Jahre zeitgleich mit Masahiro, allerdings 20 Jahre länger, da er jünger war. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er zeitweise mit Masahiro arbeitete, bzw. bei ihm studierte und auch sein Stil ist dem von Kotetsu sehr ähnlich. Individuell im Detail zeigt er aber auch deutlich seinen eigenen Stil. Er gilt als herausragender Schmied und als einer der besten Edo-Hojoji Künstler. Die Kunimasa-Schmiede wurden, wie der berühmte Yasutsugu, zu Hofschmieden des Tokugawa-Shogunats berufen und arbeiteten fortan bis zum Ende der Edo-Periode als Schmiede des bakufu(Shogunat). Die vorliegende Klinge hat ein Juyo Token Papier, das ist für eine Shinto-Klinge sehr selten. Die NBTHK stellt dieses Papier für Shinto-Klingen nur aus, wenn der Schmied exzellent ist und sie von der Qualität und vom Erhaltungszustand wirklich perfekt sind.

Bewertung
Hawley 65 Punkte
Toko Taikan 4 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
743
Preis
Verkauft
742

Tachi 関兼秀作之

66,2cm, sori 1,7cm, motohaba 3,15cm, sakihaba 2,11cm, motokasane 0,69cm, sakikasane 0,46cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, choji midare hamon, itame hada, neue Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "SEKI KANEHIDE SAKU KORE", ura: "SHOWA JU SHICHI NEN JU GATSU HI"(Ein Tag im Oktober 1944), auf dem mune der Angel gestempelt:"SEKI", mit Kanteisho-Papier der NTHK, Seki, Mino Provinz. Im Shirasaya

Koshirae: Shirasaya

Kanehide: Geboren 24. August 1913 in Okuwa, Nagano Präf., bürgerlicher Name "Isamu Nakata", lernte das Schmiedehandwerk 8 Jahre lang bei Kawashima MASAHIDE (12.Gen. Masahide), dann Studium 1937 bei dem berühmten Schmied Watanabe KANENAGA in Seki, Gifu Präfektur. Sein Künstlername Kanehide setzt sich aus den Namen seiner Lehrer zusammen. 2 seiner Schwerter wurden als Geschenke 1938 an Benito Mussolini und Adolf Hitler übergeben. 1941 wurde er gebeten, der Klingenabteilung der Armee beizutreten und schmiedete dort Auftragsklingen für höchste Offiziere der Streitkräfte. 1943 akzeptierte der berüchtigte damalige General und Premierminister Tojo Hideki ein Schwert als Geschenk. Später wurde er Präsident der berühmten "Rykugun Gunto Gesellschaft".

Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau Japans wurde er von der Regierung 1954 gebeten, das Klingenschmieden zur Erhaltung dieser Kunst wiederaufzunehmen. Er gewann ab 1955 mit seinen Klingen zahlreiche Preise bei den Wettbewerben für feine Schwertkunst der berühmten NBTHK(Gesellschaft zur Erhaltung des Japanischen Schwerts). Er gewann den Doryoku-Preis 3mal und den Nyusen-Preis 8mal. 1957 erwies man ihm die Ehre, Schwerter für den Kaiser und die Kaiserin zu schmieden. Schließlich wurde er 1976 zum bedeutenden lebenden Kulturgut(juyo mukei bunkazai) der Stadt Seki ernannt, 1977 desgleichen für die gesamte Präfektur Gifu(früher Mino-Provinz). Seine überragendes technisches Geschick beruht auch darauf, dass er bei Meistern lernen konnte, deren Lehrer noch während der Samurai-Ära gearbeitet hatten und er dieses Wissen bis in die moderne Zeit weitergeben konnte. Es gibt wohl kaum einen Schwertschmied, dem die Schmiedekunst und ihre Erhaltung so viel zu verdanken hat. Bis zu seinem Tod schmiedete er noch die ein oder andere Klinge für hochrangige Auftraggeber. Er verstarb im 1.Jahr HEISEI(1989) im Alter von 75 Jahren.

Literatur
Sesko
Fuller/Gregory
Slough
742
Preis
Verkauft
739 a

KATANA 丹後守藤原兼道 菊紋一

70,0cm, sori 1,1cm, Breite am hamachi 3,4cm, motokasane 0,72cm, shinogi zukuri, chu kissaki, o-gunome choji hamon, hada ko-itame mit ko-nie und chikei, sehr gute Politur von Kenji Mishina, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert omote: "TANGO NO KAMI FUJIWARA KANEMICHI", ura: "KIKU ICHI", mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Mishina-Schule, Settsu-Provinz, Shinto, um 1650. Im Shirasaya.

Koshirae: buke-zukuri-Montierung, fuchigashira in Shibuichi mit Auflagen von Gräsern in Gold, Griff mit hellbrauner Seidenwicklung, menuki Drachen in Gold, sukashi-tsuba, Eisen, rund mit mit kleinen Goldperlen, alles Edo-Zeit, schwarze Lacksaya.

Kanemichi war der 3. Sohn des berühmten Schmieds "Kyo" Tamba no Kami Yoshimichi, der auch sein Lehrer war. Er wurde 1602 geboren, sein bürgerlicher Name war Mishina Yoshibei. Zu Anfang seiner Laufbahn signierte er mit "Yoshimichi", später dann mit "Naomichi". 1625 erhielt er den Ehrentitel "Tango no Kami". Später zog er von Kyoto nach Osaka in der Provinz Settsu und arbeitete dort. Er starb 1672 im Alter von 70 Jahren. Er härtete seine Klingen entweder in dem Mishina-typischen sudare-ba oder, wie bei dieser Klinge, in einem auffälligen gunome-choji Hamon. Die Signatur ist auch sehr typisch mit Chrysantheme(Kiku) und Ichi auf der Ura-Seite der Angel. Tango no Kami Kanemichi gilt als der beste der Mishina Schmiede in Osaka. Die Klinge ist fehlerfrei und in perfektem Ehaltungszustand. Sie würde ohne jeden Zweifel ein Juyo-Token Papier erhalten.

Bewertung
Hawley 60 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Ryo Wazamono
739
Preis
Verkauft
738

KATANA 無銘 (兼房)

69,3cm, sori 1,9cm, Breite am hamachi 2,91cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, chu kissaki, gunome-choji hamon(kenbo midare), itame hada mit chikei, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: "KANEFUSA", durch Tokubetsu Kicho Papier der NBTHK , Mino-Provinz, um 1550, Zenjo-Schule. Im Shirasaya mit sayagaki.

Koshirae: Sehr schöne buke-zukuri-Montierung mit Tokubetsu-Kicho-Papier der NBTHK, alles zusammenpassend mit Libellen-Motiv, fuchigashira in shakudo-nanako mit Libelle in Kupfer, signiert "Nyochiku+Kao", , schöne, guterhaltene runde Sukashi Eisentsuba mit stilisierten Libellen und aufgelegten Bambusblättern, Griff mit schwarzer Originalwicklung, menuki Libellen in shakudo und Gold, braune Lacksaya mit eingelegten Libellen in aogai-Lack, alles Edo-Zeit.

Während der Muromachi-Zeit und insbesondere der sehr turbulenrten Sengoku-Periode, spielten mehrere Generationen von Schwertschmieden in der Mino-Provinz eine bedeutende Rolle bei der Herstellung von hervorragenden Klingen. Als 1. Generation gilt "Seizaemon" Kanefusa, ein Priester, der um 1460 tätig war. Die beiden letzten Generationen der Koto-Periode, also die 4. und 5. Generation, waren für ihren typischen Hamon bekannt, den "Kenbo Midare Ha". Unsere Klinge ist der 4. Gen. zuzuordnen. "Wakasa no Kami Kanefusa" war der 3. Sohn von Iwami no kami Kanefusa(III) geboren. Sein Geschick erregte bald die Aufmerksamkeit des berühmtesten Feldherren seiner Zeit, Oda Nobunage. Er arbeitete dann nur noch exklusiv für die Oda Familie.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
KKB Wazamono
738
Preis
Verkauft
736 b

KATANA 備中守橘(康廣)

68,6 cm, shinogi zukuri, Sori 1.3cm, Motohaba: 3,12 cm, Motokasane: 0,75cm, Hada: itame hada, breiter choji hamon suriage nakago mit 4 mekugi ana, signiert: "BITCHU NO KAMI TACHIBANA....( YASUHIRO)" , auf der anderen Seite „Kiku Mon“, NTHK-Papier, alte, aber gute Politur, Ishido-Schule, Osaka, Settsu Provinz, um 1660.

Koshirae:Alte buke-zukuri Montierung, same-Griff, gebunden mit beigem Leder, etwas abgegriffen, Fuchigashira Kupfer und massives Silber, Meiji-Zeit, runde Eisentsuba, sukashi mit Messingeinlagen, 17/18.Jh., schwarze Lacksaya.

In Wakayama in der Kii Provinz arbeitete eine Gruppe von Schwerschmieden, genannt Kii Ishido Gruppe. Ihr Gründer war Mutsu Kami Tameyasu(90 Punkte - wazamono). Er und seine beiden Söhne arbeiteten im Stil der alten Bizen-Ichimonji- Schule, von der sie ihre Abstammung herleiteten. Der breite spektakuläre Choji-Hamon ist typisch für die Schule. Der jüngere Sohn, Tomita Gorozaemon, signierte meistens mit "Bitchu no Kami Tachibana Yasuhiro". Der ältere erbte wie üblich Name und Titel des Vaters.
Er und sein Bruder zogen später von Kii nach Osaka in Settsu und Yasuhiro gründete dort die sogenannte Osaka-Ishido-Schule. Yasuhiros Klingen sind chu-jo saku Klingen und werden als wazamono eingestuft. Der Bruder Tachibana Tameyasu wird ebenso hoch eingestuft. Da der Vater das Kiku Mon in der Signatur führte und diese Chrysantheme bei den Schwertern der Söhne während der Zeit in Kii selten auftaucht, kann angenommen werden, das Klingen mit Kiku Mon überwiegend aus der Schaffenszeit in Osaka stammen.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 3 Mio. Yen.
Fujishiro Chu-Jo-Saku.
KK Wazamono (scharf)
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736
Preis
Verkauft
733 a

KODACHI 信國

57,7cm, sori 1,8cm, kasane 6,2mm, motohaba 2,85cm, sakihaba 1,98cm, shinogi zukuri mit horimono: su-ken mit vajra auf einer, bo-hi auf der anderen Seite. Chu- kissaki, boshi midarekomi, gunome hamon in ko-nie deki mit ko-midare, ko-itame - masame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 1 mekugi ana, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, signiert: „NOBUKUNI“, mit Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, Yamashiro-Nobukuni-Schule, Yamashiro-Provinz, Oei-Zeit, 5.Gen., (tätig um 1401-1441). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, schwarze Lacksaya mit Seiden- sageo. Schöne Lackmalerei in Gold- und Silber-makie, Griff mit same und grünlicher Seidenwicklung, neue menuki, Karpfen in Wellen in Silber, Tsuba, fuchigashira und kojiri en suite mit Wellenmotiv im Omori-Stil in Silber, Tsuba signiert: "Shiratama Do Juzui", alles top restauriert, wahrscheinlich Ende Edo oder Meiji-Zeit(außer menuki).

Die erste Gen. Nobukuni, der Gründer der Schule, war ein Sohn von Ryokai Hisanobu, kam also von der Ryokai-Schule und arbeitete vorwiegend im Soshu-Stil, etwa während der frühen bis mittleren Nanbokucho-Zeit. Die 2te Gen. war um 1350 tätig, die 3. Gen. von der späten Nanbokucho bis zur frühen Oei-Zeit um etwa 1390 bis 1420. Die 4.Gen., mit vollem Namen "Minamoto Saemon no jo Nobukuni", sowie die 5. Gen. arbeiteten während der frühen Oei-Zeit etwa von 1400 bis 1440. Diese Klinge wird der 5. Gen. "Shikibu no Jo Nobukuni" zugeordnet. Er war der jüngere Bruder der 4. Gen.. Typisches Merkmal ist der spezielle Gunome Hamon, bei dem 2 Gunome Spitzen so aneinander liegen, dass ein pfeilnockenartiges Muster entsteht. Außerdem war er ein guter horimono-Graveur und führte diese Arbeiten selbst aus.

Die vorliegende Klinge ist ein sogenanntes Kodachi. Sie ist der Vorgänger des späteren Wakizashi, das - in kürzerer Ausführung - erst 100 Jahre später üblich wurde. Die damals gebräuchlichen sehr langen Tachi mit Schneidenlängen von teilweise über 1 Meter waren beim Kampf zu Fuß und in Gebäuden zu unhandlich. Deshalb wurde sehr häufig ein Langschwert zum Tachi im Gürtel getragen. Diese Schwerter waren immer zwischen 55 und 65cm lang. An Form(sugata) und Länge ist deutlich zu erkennen, dass diese Klinge für den Gebrauch als Katana geschmiedet wurde. Dieses Schwert ist eine Gelegenheit aus Privatbesitz und ein 100%er Kandidat für ein Juyo Token Papier. Nobukuni ist ein hochbewerteter Schmied und die Klinge ist für ihr Alter in makellosem Erhaltungszustand. Selbst für viel schlechter erhaltene Klingen von Nobukuni werden normalerweise zwischen 30- und 50.000,-US$ verlangt.

733
Preis
Verkauft
732 a

TACHI 無銘 (備州長船住盛光)

73,7cm, sori 2,1cm, kasane 6,7mm, motohaba 2,95cm, shinogi zukuri, chu- kissaki, ko-gunome hamon mit choji, ko-nie und sunagashi, mokume- itame hada mit ji-nie und utsuri, Top- Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, Gold-habaki, fehlerfreie makellose Klinge, zugeschrieben an: „OSAFUNE MORIMITSU“, durch Tokubetsu Hozon- Papier der NBTHK, Oei-Bizen-Schule, Bizen-Provinz, Oei-Zeit (1394-1428). Im Shirasaya.

Montierung: Elegante buke-zukuri-koshirae, schwarze Lacksaya mit kaeri-tsuno und schwarzem sageo, Griff mit same und schwarzer Seidenwicklung, menuki Drachen in shakudo mit Gold, feine Eisen-tsuba im Soten-Stil mit Tiger unter Zedernzweigen, Goldeinlagen und graviertem Goldrand, fuchigashira im Soten-Stil, shakudo mit Auflagen in Gold, Silber und Kupfer.

Morimitsu, mit vollem Namen "Bizen Osafune shuri no suke Morimitsu", ist einer der berühmtesten Bizen-Schmiede der Oei-Periode. Zusammen mit dem Vater Moromitsu und dem Bruder Yasumitsu gehört er zu den "Oei San Mitsu", den "3 Oei Mitsu". Kokan Nagayama beschreibt sie als "sehr berühmt und exzellent". Heute erhalten ihre Klingen die höchsten Bewertungen, wie Juyo Bunkazai, Juyo Bijutsuhin und Kokuho(Nationalschatz).

Die Linie von Morimitsu geht zurück bis auf Kanemitsu. Dieser arbeitete um 1330. Er gilt als einer der berühmten "Masamune no juttetsu", der 10 brillanten Schüler von Masamune. Sein Schüler Tomomitsu war der Lehrer von Moromitsu, Morimitsus Vater.

Nach Kanemitsu, der mit seinen exzellenten Arbeiten den guten Ruf der Bizen Osafune Schule begründete, nahm die Qualität der Bizen Osafune-Arbeiten stetig ab, bis Morimitsu und die "Oei San Mitsu" 80 Jahre später mit ihren technisch grandiosen Arbeiten wieder einen neuen Maßstab für Qualität setzten.

Bewertung
Hawley 100 punkte
Toko Taikan 8 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
KKB O-Wazamono (extrem scharf)
732
Preis
Verkauft