Asienkunst

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Sattel (Kura)

Dieser Sattel besitzt die typische klassische Form. Das Material ist Holz, innen dunkelbraun matt lackiert, an den Außenseiten glänzend schwarz lackiert (roiro) mit Pflaumenblüten(uma) in Goldmalerei(makie). Um 1800.
Die Original-Belederung(aori) ist dabei, was selten ist. Sie besteht aus dunkelgrün- und goldlackiertem Leder. Vorhanden ist auch die Original-Sattelkiste.Das Pferd und die damit verbundene Kampftechnik zu Pferde brachten ursprünglich die Mongolen nach Japan. Man schätzt, dass sich die endgültige Form des Sattels, wie sie hier vorliegt, etwa während der Heian Periode im 8.Jhd entwickelte und sich seit der Kamakura-Zeit(13.Jhd) nicht mehr wesentlich veränderte, da er nun technisch der hochspezialisierten Kampfkunst zu Pferde perfekt angepasst war.
Diese Techniken im Sattel, sei es Bogenschießen oder Schwertkampf erforderten extreme, ja artistische Körperbeherrschung. Nur Samurai der hohen und höchsten Ränge durften ein Pferd im Kampf benutzen. Die Ausbildung der Samurai-Schlachtpferde war teuer, langwierig und kompliziert.Der eigentliche Sattel (kura) bestand aus 4 Teilen: Vorderknauf, hinten der Sattelkranz und 2 breite Stege, die beides zusammenhielten und den eigentlichen Sitz darstellten. Die 4 Teile wurden miteinander verzapft und mit speziellen Riemen zusammengeschnürt, wodurch der Sattel etwas flexibel blieb. Das Material war Hartholz und wurde wetterfest lackiert, die sichtbaren Teile weisen zum Teil sehr schöne Lackmalereien auf. Sattelauflage bestand meist aus lackiertem Leder ebenso wie alle Gurte. Satteldecken waren meist aus gefärbtem gemusterten Stoffen gewebt. Die Steigbügel(abumi) haben sich wie die Sättel in ihrer ihrer charakteristischen gebogenen schuhartigen Form seit dem 13.Jhd. nicht verändert. Sie bestanden aus Eisen, waren entweder lackiert oder mit schönen Einlegearbeiten aus verschiedenen Metallen verziert.

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KOTO KATANA

KATANA, 67,0cm, sori 2,3cm, motohaba 2,83cm, motokasane 0,73cm, shinogi zukuri, chu kissaki, koshi zori, mokume hada, breiter choji- midare hamon mit tobiyaki und hitatsura, ubu nakago, 1 mekugi ana, signiert:“BIZEN KUNI JU OSAFUNE SUKESADA“. Datiert; “EISHO ROKU NEN NI GATSU HI”(ein Tag im Februar 1509), gute Politur, sehr attraktive, leichte typische Bizen-Klinge. Bizen-Sukesada- Schule.

Koshirae: elegante buke-zukuri-Montierung, lGriff mit weißer same und schwarzer Wicklung, graue ishime-Lack-saya, kombiniert mit schwarzem roiro-Lack mit Rillen, Eisentsuba mit Goldeinlagen im Higo-Stil, fuchi aus schwarzem Horn, kashira shakudo nanako mit Pferden in shakudo, menuki passend, Pferde in shakudo. Alles Edo-Zeit.

Diese Klinge trägt die klassische Signatur der berühmtesten Schmiedemanufaktur in Japan. Im Dorf Osafune in der Bizen Provinz arbeiteten über Jahrhunderte zahlreiche Schmiede mit dem Namen Sukesada,deshalb ist die Klinge nur schwer einem bestimmten Sukesada zuzuordnen. Die Klinge ist in sehr gutem Zustand ohne Fehler. Stil und Alter legen nahe dass es sich um eine Arbeit von Yozosaemon Sukesada handelt. der Gunome- choji hamon mit hitatsura( Härtung über die ganze Breite der Klinge) ist typisch.

Yozosaemon wurde um1467 geboren, das heißt er schmiedete diese Klinge etwa im Alter von 32 Jahren. Die Klinge stammt aus einer deutschen Sammlung und hat leider keine Papiere. Wir garantieren jedoch mit unserem Zertifikat, dass es sich um eine antike und hochwertige Bizen-Klinge handelt.

Bewertung
Hawley 150 P.
Toko Taikan 10 Mio. Yen
Rating für Yozosaemon Sukesada
Fujishiro Saijo-Saku (höchste Qualität)
Literatur
Wertung für Yozosaemon Sukesada
793
Preis
Verkauft