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Japanische Kunst und Wissen

Japan Kunst

Bei uns finden Sie nicht nur eine hochwertige Auswahl zum Thema Samurai-Schwerter, sondern auch fundierte Informationen, die Ihr Interesse wecken und Ihnen die Faszination dieser besonderen Stücke näherbringen. Auch für Kenner und Sammler gibt es bei uns noch vieles zu entdecken.

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NODACHI (葵) 以南蛮鉄於武州江戸越前康継

89,7cm, shinogi zukuri, itame hada, suguha hamon, ubu nakago, 2 mekugi ana, signiert omote: "MOTTE NAMBAN TETSU OITE BUSHU EDO", und ura: "ECHIZEN YASUTSUGU", (gefertigt mit Namban Stahl von Echizen Yasutsugu in Edo in der Provinz Musashi), sehr gute Politur, Musashi-Provinz, Momoyama, um 1600.

Koshirae: originale buke zukuri-Montierung, tsuka schwarz gewickelt, Band etwas beschädigt, schwarze Lackscheide wellenartig strukturiert, große mokko- Eisentsuba mit eingestempelten Schriftzeichen, Tembo-Schule, feine, sehr große fuchikashira in Eisen mit Chrysanthemen, sowie einem fein gearbeiteten Löwenhund in Gold , menuki Kupfer-vergoldet mit Drachen, Ende 18tes Jh..

Diese lange Klinge trägt die Signatur eines bedeutenden Schmieds der ausgehenden Koto- und beginnenden Schinto Periode, Echizen Yasutsugu*. Die Klinge ist ungekürzt, typisch für die Arbeiten zum Ende der Sengoku-Zeit und insgesamt hervorragend gearbeitet. Sie stammt aus einer Privatsammlung und hat leider keine japanischen Papiere. Wir können deshalb die Authentizität der Signatur nicht garantieren, zumal die Yasutsugu Schule von der 1. Gen. um etwa 1590(Shimosaka) bis hin zur 12. Gen. um etwa 1870 arbeitete.

Yasutsugu signierte zu Beginn seiner Karriere noch mit "Shimosaka", sein bürgerlicher Name war "Shimosaka Ichinojo". Er war schon ein bekannter Schmied, als ihn 1607 der ShogunTokugawa Ieyasu einlud, für ihn zu schmieden. Er erhielt daraufhin das Recht, den Namen "Yasu" in seinem Schmiedenamen zu führen, sowie das Recht, das Familienwappen der Tokugawa-Familie, das mon mit den 3 Malvenblättern(mitsuba aoi) auf der Schwertangel einzugravieren. Er produzierte dann abwechselnd in Edo und in Echizen seine berühmten, sehr scharfen Klingen für den Tokugawa Clan.



Literatur: (Yasutsugu 1.Gen.)

Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
Kaiho Kenjaku Ryo Wazamono
688
Preis
Verkauft
686 a

KATANA 無銘(金象嵌) 大脇毛平土迄寅

69,4cm, sori 0,9cm, Breite 2,97, Dicke 0,61cm, shinogi zukuri, chu kissaki, notare-midare hamon, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: „SHIMOSAKA“, durch Hozon Papier der NBTHK, außerdem saidan mei in Gold(kinzogan): "O WAKIGE HIRAJI DODAN KAN(BUN)....", dann gekürzt (IKAKIRE), Echizen Provinz, Momoyama, um 1590.

Koshirae: Original tsuka mit same und schwarzer Wicklung, saya originale gunto-saya aus dem 2. Weltkrieg, wo diese Klinge als Erbstück der Familie noch einmal im Einsatz geführt wurde. Viele männliche Nachkommen ehemaliger Samurai-Familien dienten im Krieg als Offiziere. Attraktive fuchikashira in Eisen, silbertauschiert im Higo-Stil, menuki Kupfer vergoldet, Kriegerfiguren, rundes sukashi- Eisentsuba mit Paulownia-Blättern, 18.Jh.

Die Echizen Shimosaka-Schule, benannt nach der Stadt in der Echizen-Provinz ist durch einige hervorragende Schmiede bekant, wie Kunitsugu, Kanesaki, Sadakuni, Sadatsugu, Sadashige, Tsugusada, Tsuguhira und Tsuguhiro. Der unbestrittene König der Schule ist jedoch Yasutsugu, der Hofschmied und Liebling des Shogun Tokugawa Ieyasu. Er arbeitete gegen Ende der Sengoku Periode, also noch zur Koto-Zeit und signierte seine Klingen mit "Shimosaka", bis ihm um 1607 von Ieyasu das Recht verliehen wurde, den Namen "Yasu" zu führen. Er nannte sich von da an Yasutsugu. Er stellte bei weitem die meisten Klingen der Schule her und seine Schule bestand noch bis hin zur Meiji-Zeit. Unsere Klinge stammt aus seiner "Shimosaka" - Periode.

Yasutsugu- Klingen galten als extrem scharf. Als zu Beginn der Shinto Zeit das Testen von Klingen an menschlichen Körpern populär wurde, standen seine Klingen als Teststücke an erster Stelle. Das Testen von Klingen an Körpern, "tameshigiri" genannt, war ein Monopol des Tokugawa Shogunats und wurde bis ins 19.Jh. praktiziert. Es wurde zumeist an Leichen hingerichteter Verbrecher, aber auch an zum Tode Verurteilten durchgeführt.

Die getesteten Klingen sind zumeist älter als der Test selbst. Für den Besitzer eines Schwerts hatte eine Inschrift mit einem erfolgreichen Test einen enormen Wert. Die Prozedur war jedoch sehr formalisiert, stand unter strenger Kontrolle der verantwortlichen Beamten des Shogunats und war wohl auch für die damaligen Verhältnisse enorm kostspielig. Man findet dieses "saidan mei" oder auch "tameshi mei" zumeist nur auf sehr hochwertigen Klingen. Die besten Klingen konnten bis zu 3 Körper mit einem Hieb durchtrennen.
Das Testergebnis wurde dann nachträglich in die Angel eingeschlagen und je nach Geldbeutel des Auftraggebers mit Silber oder Gold eingelegt. Mit der vorliegenden Klinge wurde ein "wakige"-Schnitt vorgenommen, also quer durch den Brustkorb in Höhe der Achselhöhlen. Die Klinge drang bis in den "dodan" ein. Der dodan ist ein Erdhügel, auf dem der Körper festgebunden wurde.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir zu diesem Thema folgendes (englischsprachige) Buch:
"Tameshigiri - The History and Development of Japanese Sword Testing" von Markus Sesko

686
Preis
Verkauft
685 a W

685 Tanto 平戸住中山祐次

25,1cm, sori 0,1cm, motohaba 2,88cm, motokasane 0,91cm, hira-zukuri, fein geschnittenes Drachen-horimono, hamon: gunome-choji, o-itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 2 mekugi ana, omote signiert: "HIRADO JU NAKAYAMA SUKETSUGU", ura: "KEIO 4 NEN 8 GATSU HI" (Ein Tag im August 1868), mit Hozon Papier und Tokubetsu Kicho-Papier der NBTHK, Hizen Provinz, Shinshinto Periode. Im shirasaya.

Koshirae: elegante originale Aikuchi-Montierung, Griff mit same und schwarzer Griffwicklung, menuki Fächer, alle Beschläge en suite in suaka(patiniertes Kupfer), kozuka in suaka mit schönem Elefanten-Relief, Holzklinge, saya in schwarzem ishime-Lack, Holz-tsunagi, alles Edo-Zeit. Mit Keicho-Papier der NBTHK.
Dieser Tanto mit Aikuchi-Koshirae wurde gegen Ende Samurai-Ära(Bakumatsu) in der Edo-Zeit hergestellt. Die sehr kräftige Klinge weist die Klinge als "Yoroi-doshi" aus. Sie eignete sich nicht nur zum Schneiden sondern auch zum Durchstoßen von Rüstungen. Die Qualität der Klinge und das feine Horimono weist auch auf einen wohlhabenden Auftraggeber hin.

Über Nakayama Suketsugu ist leider nicht viel bekannt. Er arbeitete während der ausgehenden Samurai Ära in der Hizen-Provinz und seine Arbeiten stammen überwiegend aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Es sind noch einige Klingen von ihm erhalten, allesamt von sehr guter Qualität. Die schlichte aber elegante Koshirae mit dem ishime-Lack und den matten Kupferbeschlägen waren zusammen mit stabilen und gebrauchsfähigen Klingen bei den Samurai des Mito-Tokugawa Clans sehr beliebt. Gerade in der Zeit des bakumatsu, dem nahen Ende des Shogunats und seinen turbulenten Ereignissen, waren Schwerter für den praktischen Gebrauch wieder sehr beliebt.


685
Preis
Verkauft
682 A

Aikuchi 國光作

22,0cm, sori 0,0cm, motohaba 2,63cm, motokasane 0,62cm, kissaki-moroha-zukuri, hamon: choji-midare, komaru boshi, itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "KUNIMITSU SAKU", mit Papier der NTKS, Muromachi Periode (1338-1573).

Koshirae: elegante Aikuchi-Montierung, Griff in weißer same mit schwarzen Horn- fuchigashira, menuki Fächerschachteln in shakudo und Gold, kozuka in shibuichi mit feinen Gravuren in takabori, saya in schwarzem ishime-Lack. Edo-Zeit.

Dieser Tanto mit Aikuchi-Koshirae wurde etwa während der mittleren Muromachi-Zeit hergestellt. Durch die Häufigkeit des Schmiedenamens "Kunimitsu" und das Fehlen einer Provinzbezeichnung kann nicht genau bestimmt werden, um welche Schule es sich handelt. Die sehr schöne und seltene Klingenform "Kissaki-moroha-zukuri" weist auf eine besondere Bestellung hin. Die Vorlage war eine der legendärsten japanischen Klingen, das "Kogarasu maru" (Kleine Krähe), ein Tachi, das um 700 von Amakuni geschmiedet worden sein soll. Es befand sich lange im Besitz der Taira und befindet sich heute in der kaiserlichen Sammlung.

Bei dieser speziellen Klingenform(sugata) ist die Klinge im vorderen Bereich zweischneidig. Die Stabilität läßt vermuten, dass sie als yoroi-doshi konzipiert war, also um Schwachstellen in einer Rüstung zu durchstoßen. Klingen dieser Form aus der Muromachi-Zeit sind selten, die meisten stammen aus dem 19.Jh oder sind modern. Diese Klinge haben wir neu polieren lassen, die Fotos zeigen noch die alte Politur.

682
Preis
Verkauft