Asienkunst

Japanische Kunst und Wissen

Japan Kunst

Bei uns finden Sie nicht nur eine hochwertige Auswahl zum Thema Samurai-Schwerter, sondern auch fundierte Informationen, die Ihr Interesse wecken und Ihnen die Faszination dieser besonderen Stücke näherbringen. Auch für Kenner und Sammler gibt es bei uns noch vieles zu entdecken.

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Über Ihre Kontaktaufnahme oder einen Besuch in unserem Geschäft in Wiesbaden mit permanenter Ausstellung freuen wir uns sehr – bitte vereinbaren Sie dafür vorab einen Termin. Unser Geschäft ist täglich geöffnet (außer sonntags) und liegt nur etwa 20 Minuten mit dem Auto vom Flughafen Frankfurt entfernt, alternativ erreichen Sie uns in rund 35 Minuten mit der S-Bahn.

676A

Wakizashi (菊紋) 丹波守吉道

53,4cm, motohaba 3,10cm, motokasane 0,65cm, sakihaba 2,40cm, shinogi zukuri. Hamon: breiter sudare-ba, sehr dichter ko- itame hada mit masame im ji,  neue Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, Kiku-Mon, signiert: "(KIKU) TANBA NO KAMI YOSHIMICHI" , mit Hozon Papier der NBTHK, Mishina-Schule, 2te Gen., Yamashiro-Provinz, um 1645.

Koshirae: Schlichte, aber elegante Buke-zukuri Montierung, schwarze roiro Lacksaya,  schwarze Seidenwicklung, alles top restauriert, menuki Korb, Eisen mit Gold, fuchi Eisen mit Ratte, Angel, und Korb in shakudo und Gold, kashira schwarzes Büffelhorn, sehr schöne Tsuba in Form eines Kürbis, der von 2 Ratten angefressen wird, Eisen mit Gold-nunome., Kogatana in shakudo mit Reiher.

Die 1. Gen. Yoshimichi kam um 1593 nach Kyoto und ließ sich dort nieder. Die 2. Gen., bürgerlicher Name Mishina Toshichiro, erhielt den Ehrennamen Tanba no Kami 1639 und durfte die 16blättrige Chrysantheme über seiner Signatur eingravieren. Der wunderschöne und schwer zu härtende sudare- Hamon war das Markenzeichen dieses Schmieds und auch der nachfolgenden Generationen. Yoshimichi Klingen waren von hervorragender Qualität und sehr scharf. Damals wie heute waren sie sehr begehrt. Unsere Klinge ist in neuwertigem, makellosen Zustand.

Literatur: Hawley: 25pts, Toko Taikan: 3,5 Mio. Yen, Fujishiro: jo-saku, KKB: ryo wazamono(sehr scharf) 

Bewertung
Hawley 25pts
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro jo-saku
KKB ryo wazamono(sehr scharf)
676
Preis
Verkauft
673 0

KATANA [菊枝紋]近江守源久道

67,0cm, sori 1,06cm, kasane 6,8mm, Breite am hamachi 2,80cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, hako- midare hamon mit choji und gunome, itame hada, sehr gute Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, 1 verschlossen, signiert: "Eda Kiku"und „OMI NO KAMI MINAMOTO HISAMICHI“, mit Tokubetsu-Kicho- Papier der NBTHK, Mishina-Schule, Yamashiro Provinz, zwischen 1688 und 1715. Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr elegante restaurierte Uchigatana-Montierung aus der Edo-Zeit mit Tokubetsu-Kicho- Papier der NBTHK. Schwarze Seidenwicklung. Fuchi Shakudo mit Auflagen aus shibuichi und Gold, kashira schwarzes Büffelhorn. Menuki Karpfen, Schildkröte, vergoldet. Eisen-Tsuba mit Blättern und Zikaden im Relief, Hochwertige schwarze roiro Lacksaya.

Hisamichi II wurde 1663 als 3. Sohn von Nidai Rai Kinmichi geboren. Sein bürgerlicher Name war Mishina Kinshiro. Er wurde von Hisamichi I adoptiert und ausgebildet. Zunächst signierte er mit dem Namen Hisatsugu, später dann mit Hisamichi.

Im Wesentlichen arbeitete er im Stil der 1. Gen. und gravierte fast ausschließlich die Eda Kiku(Chrysantheme mit Ranken) in die Nakago. Bekannt ist, dass er sehr viele Gemeinschaftsarbeiten mit seinem berühmten Adoptivvater Hisamichi I fertigte(gassaku).

Die Kernzeit seiner Tätigkeit liegt etwa zwischen 1688 und 1715, obwohl er, bzw seine Schüler sicher auch später noch arbeiteten. Er wurde nämlich auf Geheiß des Shogun 1722 nach Edo beordert, um dort Klingen herzustellen. Seinen Titel erhielt er 1702, sodaß man annehmen kann, dass diese Klinge danach hergestellt wurde. Er ist, wie sein Lehrmeister, ein sehr hochbewerteter Schmied.

Die abgebildete Oshigata zeigt eine identische Signatur von Hisamichi II aus dem Shinto Taikan. Wir garantieren für ein Tokubetsu- Hozon- Papier.

Bewertung
Hawley 30 Punkte (HIS51)
Toko Taikan 3,8 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
KKB Wazamono
673
Preis
Verkauft
673w a

WAKIZASHI 君万歳榮廣

33,4cm, motohaba 2,7cm, hira zukuri, Hamon: notare midare, nie deki, masame hada, gute Politur, tanago-nakago, ubu mit 1 mekugi ana, signiert: "KIMI BANZAI HIDEHIRO" mit Papier der NTHK, unbekannter Meister, sehr gute Schmiedearbeit, um Ten-po(1830).


Koshirae: sehr hochwertige Buke-zukuri Montierung, Lacksaya mit verschiedenfarbigen Wolken auf aogai-Untergrund, originale hellbraune Seidenwicklung, Seidensageo, alles in Top-Original-Zustand, menuki Gold, 2 Ochsenpaare, fuchi kashira, tsuba, kozuka passend in shibuichi mit reichhaltigen Gravuren und Auflagen in Shakudo, Silber und Gold. Kozuka mit alter signierter Klinge.


Die Klinge und Montierung dieses Wakizashis stammen aus der gleichen Periode und beide sind von sehr hoher Qualität. Deshalb erhielten sie auch entsprechend hohe Papiere. Trotzdem ließen sich die Provinz und der Schmied selbst von der NTHK nicht genau zuordnen.


Die sehr elegante nakago hat eine starke Fischbauch-Form(tanago), wie sie gerne von der Sengo- Schule(Muramasa) verwendet wurde. Auch die Form(sugata) der Klinge erinnert an Tantos von Muramasa. Der damalige Auftraggeber hat sie wohl so bestellt.


Es handelt sich hier um einen bisher unbekannten Meister. Ein seltener Umstand, da eigentlich jeder japanische Schmied irgendwo in der Literatur gelistet ist. Der Anfang der Signatur "KIMI BANZAI 君万歳" bedeutet "Lang lebe der Kaiser" und wurde erstmals von dem berühmten General Yoshitsune(1159-1189) als Name für seine Bizen Tomonari Klinge verwendet.

673
Preis
Verkauft
672 1

KATANA 越中守藤原包國

70,3cm, sori 1,5cm, kasane 7mm, Breite am hamachi 3,00cm, shinogi zukuri, chu kissaki, komaru boshi, gunome-choji midare hamon mit etwas sudare-ba, itame hada mit chikei, sehr gute Politur, ubu nakago, 2 mekugi ana, signiert omote: „ETCHU NO KAMI FUJIWARA KANEKUNI“, und ura: "MOTTE NAMBANTETSU SAKU KORE"; mit Tokubetsu-Hozon- Papier der NBTHK, Tegai-Schule, Yamato/Settsu Provinz, Kanbun (1661-1673). Im Shirasaya.

Koshirae: Sehr elegante restaurierte Uchigatana-Montierung aus der Edo-Zeit. Schwarze Seidenwicklung. Fuchikashira Eisen mit stilisierten Drachen. Menuki Drachen, vergoldet. Rundes Eisen-Tsuba, Choshu-Schule, Eisenschnitt, Gebäude mit Wasser und Wasserrad. Hochwertige schwarze Lacksaya mit Struktur.

Die erste Generation Yamato-Tegai Schmiede der Kanekuni Familie arbeitete während der Oei-Zeit um ca. 1430 in der Yamato-Provinz. Die Tradition dieser Schmiede setzt sich fort bis zur 8. Gen. um 1750.

Der Schmied unserer Klinge ist der Kanekuni der 6. Gen., der hauptsächlich während Kanbun und Enpo arbeitete(1661-1681). Er wird auch als 1. Gen. Shinto Kanekuni bezeichnet.

Sein bürgerlicher Name war Tsutsui Kyuemon und er signierte zunächst mit "Kanemitsu". Um 1680 ging er nach Osaka(Provinz Settsu) und studierte bei der 1. Gen. Tanba no Kami Yoshimichi.
Sein Sohn "Kiju" (Kanekuni 7. Gen.) war ebenfalls ein begabter und bekannter Schmied.

Selten, speziell bei diesem Schmied, ist die Bezeichnung "Motte Nambantetsu Saku kore" (gefertigt aus dem Stahl der westlichen Barbaren). Die Klinge wurde also aus dem damals aus Holland importierten Stahl geschmiedet, zu der damaligen Zeit sehr aufwendig und teuer.

Bewertung
Hawley 30 Punkte (KAN100)
Toko Taikan 2 Mio. Yen
Fujishiro Chu-Jo-Saku
672
Preis
Verkauft
669 A 01

WAKIZASHI 無銘 (下原住照重)

37,9cm, sori 0,9cm, motohaba 3,19cm, motokasane 0,76cm, sakikasane 0,47cm, hira zukuri eine Seite graviert mit einem Vers aus dem buddhistischen Lotos-Sutra, die andere Seite mit dem typischen Ken-Drachen Symbol. Hamon: notare, nie deki, mit hotsure, nijuba,und yubashiri. Sudare-ba an einigen Stellen, itame hada mit mokume,starkes ji-nie und chikei,  neue Politur, ubu nakago mit 3 mekugi ana, unsigniert , zugeschrieben an "SHITAHARA TERUSHIGE" durch Hozon Papier der NBTHK, Shitahara- Schule, Musashi-Provinz, um 1560.

Koshirae: Prächtige Buke-zukuri Montierung, schwarze roiro Lacksaya,  weiße Seidenwicklung, weißes Seidensageo, alles top restauriert, menuki, fuchi kashira, tsuba, kozuka und kogai in shakudo nanako mit reichhaltigen Auflagen von Blüten und Insekten in Gold. Die Shitahara Schule stammte aus dem Bereich von Hachioji, heute Tokyo, während der Sengoku-Periode der späten Muromachi Era. 
Chikashige, ein Schüler des Soshu-Schmieds Tsunahiro, gründete die Schule und arbeitete für große Generäle wie Takeda Shingen, Hojo und Uesugi. Seine Söhne und Schüler waren Terushige und Yasushige. Sie demonstrieren eine Kunstfertigkeit, die der Sue-Soshu oder der Sengo Schule(Muramasa) ähnlich ist. Sie schmiedeten in gunome-midare, in notare und in Hiro-suguha. Ihr jihada ist itame und steht stark hervor und das jigane ist fast schwarz. 

Die Shitahara-Schule stellte sehr praktische und zum Kampf taugliche Klingen her.

Bewertung
Hawley 20pts
Toko Taikan 3,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo Saku
KKB Wazamono
669
Preis
Verkauft
669 a

TACHI 無銘 (尻懸)

68cm, sori 2cm, moto-kasane 7,1mm, moto-haba 3cm, saki-haba 2,1cm, shinogi zukuri, chu kissaki, bo hi, suguha-notare hamon mit verbundenem ko-gunome, itame-mokume hada, ji nie, chikei und nie-utsuri, boshi mit schmalem suguha, ko-maru-kaeri, hakikake an der Spitze, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: „SHIKKAKE“, mit Juyo Token Papier der NBTHK, Yamato-Provinz, Ende Kamakura, etwa zwischen 1290 und 1330.

Koshirae: Shirasaya

Laut alter Schwertschriften wurde die Shikkake-Schule von Norihiro (則弘) gegründet, doch da von diesem Schmied keinerlei Klingen erhalten sind, hat sich heute eingebürgert, Norinaga (則長) als eigentlichen Gründer der Schule zu zählen. Von Norinaga kennen wir u.a. Datumssignaturen aus den Perioden Bunpô (文保, 1317-1319) und Ryakuô (暦応, 1338-1342), was die Vermutung nahelegt, dass mehrere Generationen mit demselben Namen aktiv waren. Norinaga I soll ab etwa 1290 gearbeitet haben. Was die Arbeitsweise Norinagas anbelangt so sehen wir in der sugata und der jiba die üblichen Yamato-Charakteristika, wobei das deutlichste Merkmal für Norinaga die verbundenen ko-gunome-Elemente im hamon sind. Diese Klinge zeigt eine herausstehende itame mit nagare und chikei und einen suguha-chô gemischt mit verbundenem ko-gunome, hotsure und sunagashi mit einem breiten und sehr ko-nie-lastigem nioiguchi. Wir haben hier eine exzellente Arbeit deren jiba sehr deutlich die typischen Merkmale von Norinaga und der Shikkake-Schule aufweist. Darauf weist das Juyo Token Papier ausdrücklich hin.

Bewertung(Norinaga):

Bewertung
Hawley 200 Punkte
Toko Taikan 18 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Saku
669
Preis
Verkauft
664 Klinge

Katana 無銘 (高田)

69,5cm, sori: 1,5cm, shinogi zukuri, chu kissaki, choji midare hamon, dichter itame hada, sehr gute, neue Politur, suriage nakago, mumei, 2 mekugi ana, zugeschrieben an: „TAKADA“, durch Hozon Papier der NBTHK, Takada-Schule, Bungo Provinz, späte Koto-Zeit, ca 1550. Top-Zustand, im Shirasaya.

Koshirae: Metallscheide mit braunem Ishime-Lack. Komplette Shingunto-Offiziersmotierung, guter Zustand, Griffwicklung restauriert.

Die vorliegende Klinge ist ein echtes Samuraischwert und war das Erbstück einer Samuraifamilie. Sie trägt das Wappen der Sakai-Familie, das katabami-mon in Silber, am kabutogane. Abkömmlinge solcher Familien, die im 2ten Weltkrieg als Offiziere der kaiserlichen Armee dienten, hatten das Recht, die ererbten Familienklingen als Ordonnanzwaffen bei diesem wohl letzten kriegerischen Einsatz zu führen.

Der letzte Träger dieses Familienschwerts war Leutnant Sakai. Er nahm am Burma-Feldzug der 15. Japanischen Armee 1942 gegen die Briten teil und wurde mit dem Orden der aufgehenden Sonne sowie dem Orden des heiligen Schatzes ausgezeichnet. Er diente im 112. Infanterie-Regiment (55. Division) unter Oberst K. Obarazawa und fiel bei der alliierten Gegenoffensive Anfang 1944 während des Rückzugs der japanischen Truppen nach Rangun.

Ob es sich bei Lt. Sakai um den tatsächlich in Burma gefallenen Bruder des legendären japanischen Jagdfliegers Lt. Saburo Sakai handelt, lässt sich leider nicht verifizieren.
Ein britischer Offizier nahm das Katana des Gefallenen, sowie einige persönlich Unterlagen an sich und nahm sie mit nach Großbritannien, wo sie nach Jahrzehnten in der Kollektion eines britischen Nihonto-Sammlers landeten. Kürzlich wurde das Schwert in Japan restauriert und zertifiziert.
Zum Schwert gehören außer Montierung und Papier auch die beiden Orden(jeweils in Silber, 8te Klasse), sowie Originalfotos und Dokumente des japanischen Offiziers.

Zur Klinge:
Die Bungo-Takada-Schule in Kyushu brachte solch exzellente Schwertschmiede hervor wie z. B. Yukihira. Sie wurde von Tomoyuki während der Nanbokuchyo Periode begründet. Tomoyuki wird als Schmied der oberen Kategorie angesehen. Nach Beginn der Muromachi Zeit wurde Qualität und Stil standardisiert und die Arbeiten sind einander sehr ähnlich. Die Mitglieder dieser Schule werden Fujiwara Takada genannt, weil sie den Familiennamen Fujiwara in ihren Signaturen verwendeten.

Bungo-Takada- Klingen wurden von ihrem Aufbau her eindeutig für den praktischen Gebrauch gefertigt und nicht, um ein künstlerisch bedeutendes Stück zu schaffen. Tatsache ist auch, dass zu Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung diese Schwerter wegen ihrer Stabilität und besonderen Schärfe bevorzugt verwendet wurden.

664
Preis
Verkauft