Asienkunst

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704A 01

Katana 無銘 (備前祐定)

63cm, sori 1,2cm, Breite am hamachi 2,80cm, am Kissaki 2,09cm, motokasane 0,68cm, shinogi zukuri, langes chu kissaki, komaru boshi, suguha hamon, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an:"BIZEN SUKESADA" durch Papier der NTKS (NIHONTO KANTEI SHINSAKAI), Bizen-Provinz, Muromachi, um 1450.

Koshirae: antike, sehr schöne uchigatana-Montierung, Griff mit originaler schwarzer Seidenwicklung, menuki Steigbügel in shakudo und Gold, fuchikashira und kojiri Eisen mit Blüten in Gold, Higo-Stil, mokko-Eisentsuba im Soten-Stil mit Samurai in Rüstung, Einlagen in Gold und Silber, Edo-Zeit, rote ishime Lacksaya.

Die Provinz Bizen war wohl die einzige, in der ununterbrochen vom 8.Jh bis zum 19.Jh Schwerter für den Kampf geschmiedet wurden. Im Zentrum des Geschehens das Dorf Osafune, das selten in einer Signatur fehlt. Bizen wurde früh zum Schmiedezentrum, da die natürlichen Voraussetzungen ideal waren. Es gab genügend eisenerzhaltigen Sand, klares Wasser und genügend Holz für die Schmiedeöfen. Ebenso gut war die Anbindung an die Hauptstraßen des Landes. Unzählige Klingen mit der Signatur Bizen Sukesada wurden hier hergestellt, die meisten natürlich in der Koto Zeit. Koto-Sukesada Klingen sind kaum einem bestimmten Schmied zuzuordnen, selbst wenn sie signiert und datiert sind. Es haben einfach sehr viele Schmiede dieses Namens zur gleichen Zeit in Bizen gearbeitet, da durch die zahlreichen Kämpfe der Bedarf an Klingen im 15. und 16. Jh. einfach riesengroß war Eine gute Gelegenheit, eine sehr gut erhaltene Koto-Klinge aus der an Kämpfen reichen Sengoku Periode günstig zu erwerben.

704
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697w a

Wakizashi 兼則

Nagasa 40,4cm, sori 0,8cm, motohaba 3,00cm, sakihaba 2,16cm, motokasane 0,51cm, shinogi zukuri, komaru boshi, hamon: gunome mit togari-ba, ko- itame hada mit mokume, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, signiert: "KANENORI" mit Papier der NTKS, San´ami-Schule, Echizen-Provinz, Keicho-Periode(1596-1615).

Koshirae: buke zukuri-Montierung, fuchigashira shakudo mit vergoldeten Blüten, passende menuki, saya dunkelbrauner Lack, Griff mit blauer Seidenwicklung, mokko- Eisentsuba, namban Stil mit Vergoldungen, Kozuka shakudo nanako mit Muscheln in Gold, Kupfer und shakudo.

San´ami war der Priestername von Rokurozaemon Kanehiro, dem Begründer der gleichnamigen Schule. Er arbeitete in Mino während der Oei-Zeit(1394-1428). Seine Nachfolger setzten die Tradition bis zu Ende der Muromachi Periode fort. Mit Beginn der Shinto-Periode Ende des 16.Jhds nahm der Bedarf an Schwertern in Mino ab und die Mino-Kanenori Schmiede zogen weg und verteilten sich auf die benachbarten Provinzen, vor allem Echizen. Der Schmied der vorliegenden Klinge arbeitete in Echizens Ichijodani und signierte deshalb häufig mit "Echizen Ichijo-Ju Kanenori". Von ihm ist auch bekannt, dass er im Feldlager seines Auftraggebers während der Schlacht von Sekigahara Schwerter schmiedete. Diese Klingen tragen den Vermerk "Sekigahara go-jin kore"(gefertigt im Feldlager von Sekigahara). Die Klingen der Schmiede aus Mino galten generell als robust und sehr scharf. Sie waren deshalb bei kriegerischen Auseinandersetzungen begehrt.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
KKB Ryo-Wazamono
697
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696 af

WAKIZASHI 肥前國陸奥守忠吉

49,5cm, sori 1,2cm, motohaba 3,24cm, sakihaba 2,21cm, motokasane 0,69cm, shinogi-zukuri, ko-maru-kaeri-boshi, horimono: omote mit Fudo-Myoo, ura mit Vajra und Ken, hamon: suguha, sehr dichter ko-itame hada(konuka) gleichmäßiges ji-nie, neue Politur von Mishina, ubu nakago mit 2 mekugi ana, signiert: "HIZEN no KUNI MUTSU no KAMI TADAYOSHI" (Tadayoshi III), sowie mit einem Vermerk, wer das Schwert getragen hat und einen Schärfetest von Yamano Kanjuro Hisahide, alles in Gold eingelegt(kinzogan mei), mit Tokubetsu Hozon Papier der NBTHK, Hizen- Provinz, Tadayoshi-Schule, Shinto Periode, gefertigt etwa zwischen 1662 und 1680. Im Shirasaya.

Koshirae: elegante Buke-zukuri Montierung, saya schwarz mit kaeri -tsuno und Öffnung für kogatana. Kozuka shakudo nanako mit Drachen in Gold und alter Klinge, signiert "Suishinshi Masahide", tsuka mit alter schwarzer teilweise defekter Wicklung.(wird auf Wunsch restauriert) menuki Drachen in shakudo, fuchigashira shakudo mit schön gearbeiteten Drachen in Gold. Tsuba shakudo mit Wellenmotiv, rund, mit reichen Drachen-Applikationen in Gold und Goldrand. Mit tsunagi und Schwertbeutel aus Goldbrokat.

Die erste Generation der berühmten Hizen Tadayoshi Linie war der Shodai Tadayoshi I, der am höchsten bewertete Hizen Shinto-Schmied und einer der besten Shinto-Schmiede überhaupt. Sein Sohn Tadayoshi II nam diesen Namen aber nicht an, sondern nannte sich Tadahiro. Er war ebenfalls ein hervorragender Schmied und der Vater und Ausbilder von Tadayoshi III, "Mutsu no Kami Tadayoshi".

Sein bürgerlicher Name war Hashimoto Shinzaburo. 1660 wurde ihm der Ehrentitel "Mutsu no Daijo" und 1661 der Ehrentitel "Mutsu no Kami" verliehen. Er starb 1686, relativ früh, im Alter von 50 Jahren, sieben Jahre vor seinem Vater. Deshalb sind seine Klingen selten und sehr gesucht, zumal die Qualität der Schwerter denen des Großvaters ebenbürtig war. Es wird auch gesagt, dass die Qualität seine späten Werke höher war als die des Shodai.

Diese Klinge wurde 2012 von Meisterpolierer Mishina poliert, einem der besten Schwertpolierer Japans. Laut seiner Auskunft handelt es sich hier um eine der besten Arbeiten von Tadayoshi III.
Außergewöhnlich selten und von hoher Qualität ist auch die Inschrift des Testers der Klinge (tameshi mei oder saidan mei), eingelegt in Gold(kinzogan). Auf der omote- Seite der Name des Trägers: "Kakei Shinbei no Jo o Shiryu kore"(getragen von Kakei Shinbei no Jo). Der Kakei-Clan waren hochrangige Samurai(hatamoto), die bevorzugt Hizen Klingen benutzten und diese von Yamano Kanjuro Hidehisa testen ließen. Auf der ura-Seite der Test: "ichinodo kiriotoshi mata katateuchi ichinodo kiriotoshi" (Körper an der shinodo Linie durchtrennt und noch einen Körper an der shinodo-Linie durchtrennt, aber einhändig), sowie "Yamano Kanjuro Hisahide + Kao" (Name und Siegel des Testers).

Das Testen von Klingen an Körpern, "tameshigiri" genannt, war ein Monopol des Tokugawa Shogunats und wurde bis ins 19.Jh. praktiziert. Es wurde zumeist an Leichen hingerichteter Verbrecher, aber auch an zum Tode Verurteilten durchgeführt.
Die getesteten Klingen sind zumeist älter als der Test selbst. Bei dieser Klinge ist das anders. Die aktive Zeit des Schwerttesters Hisahide fällt genau in die Herstellungszeit der Klinge.
Für den Besitzer eines Schwerts hatte eine Inschrift mit einem erfolgreichen Test einen enormen Wert. Die Prozedur war jedoch sehr formalisiert, stand unter strenger Kontrolle der verantwortlichen Beamten des Shogunats und war wohl auch für die damaligen Verhältnisse enorm kostspielig. Man findet dieses "saidan mei" oder auch "tameshi mei" zumeist nur auf sehr hochwertigen Klingen. Die besten Klingen konnten bis zu 7 Körper übereinander mit einem Hieb durchtrennen.
Das Testergebnis wurde dann nachträglich in die Angel eingeschlagen und je nach Geldbeutel des Auftraggebers mit Silber oder Gold eingelegt. Mit der vorliegenden Klinge wurde ein "ichinodo"-Schnitt vorgenommen, also quer durch den Brustkorb und danach noch einmal der gleiche Schnitt bei einem anderen Körper, aber einhändig.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir zu diesem Thema folgendes (englischsprachige) Buch:
"Tameshigiri - The History and Development of Japanese Sword Testing" von Markus Sesko
Das vorliegende Schwert ist in dem Buch "Schwerter des Nihonto-Club Deutschland" von Markus Sesko aufgeführt. Diese beiden sehr empfehlenswerten Bände sind online bestellbar und beschreiben bedeutende Schwerter aus deutschen Sammlungen.

Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 10 Mio. Yen.
Fujishiro Sai-jo saku (höchstmögliche Qualität)
KKB Saijo-o-wazamono (höchstmögliche Schärfe, dieses Prädikat besitzen nur 14 Schwertschmiede!)
696
Preis
Verkauft
695 a 02

Wakizashi 無銘 (寿命)

Nagasa 37,6cm, sori 0,9cm, motohaba 2,59cm, motokasane 0,48cm, shinogi zukuri, komaru boshi, hamon: midare, itame hada, ältere, aber gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an "JUMYO" durch Papier der NTKS, Mino-Schule, Mino/Owari-Provinz, Shinto-Periode, um 1685.

Koshirae: buke zukuri-Montierung, fuchigashira shakudo nanako mit figürlichen Auflagen in Gold, saya Schwarz-Lack, Griff mit schwarzer Seidenwicklung, tsuba shakudo, rund, mit vergoldetem Rand. menuki Topfblumen in shakudo und Gold, Kogatana mit alter Klinge, bezeichnet: "Yamashiro Daijo Minamoto Kunishige". Eisenschnitt mit Drachen in Wolken, alles Edo Zeit.

Jumyo wurde auch Hikogoro Jumyo genannt (Hikogoro war sein Jungenname). Sein bürgerlicher Name war Kondo Sozaemon. Er arbeitete in den Provinzen Mino und Owari. 1683 erhielt er die Hokkyo-Priesterwürde. Er starb 1703 im Alter von 84 Jahren. Die JUMYO-Schule entwickelte sich aus den Yamato- und Soshu- Traditionen, ähnlich wie die Mino-Schule. Ihre Schmiede zogen während der späteren Kamakura-Zeit nach Mino und arbeiteten in einem Stil, der dem Mino-Stil teilweise sehr ähnlich ist und oft mit diesem verwechselt wird. Die Jumyo-Schule arbeitete von etwa 1330 bis zum Ende der Edo-Periode(1868) und war sehr produktiv.

Der Name Jumyo bedeutet wörtlich Langes Leben und die Klingen galten als glückverheißend. Ihre Träger versprachen sich von ihnen Glück und Langlebigkeit. Außerdem galten sie als sehr scharf, was im Kampf vermutlich zur Langlebigkeit beitrug.

Bewertung
Hawley 15 Punkte
Toko Taikan 1,8 Mio. Yen
695
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