Asienkunst

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693 a

Wakizashi 祐定

39,1cm, sori 0,5cm, motohaba 3,12cm, motokasane 0,80cm, hira zukuri, kaeri boshi, hamon: suguha, masame-mokume hada, gute Politur, ubu nakago mit 1 mekugi ana, niji-mei: "SUKESADA", mit Papier der NTKS, Sukesada-Schule, Bizen-Provinz, Muromachi, um 1500.

Koshirae: buke zukuri-Montierung, fuchi shakudo mit feiner Gravur in katakiri bori, kashira schwarzes Büffelhorn, saya Schwarz-Lack, Griff mit blauer Seidenwicklung, passendes sageo, tsuba Eisen, mokko-Form in sukashi, menuki Welse in shakudo, alles Edo Zeit, top restauriert.

Die Provinz Bizen war wohl die einzige, in der ununterbrochen vom 8.Jh bis zum 19.Jh Schwerter für den Kampf geschmiedet wurden, im Zentrum des Geschehens das Dorf Osafune. Bizen wurde früh zum Schmiedezentrum, da die natürlichen Voraussetzungen ideal waren. Es gab genügend eisenerzhaltigen Sand, klares Wasser und genügend Holz für die Schmiedeöfen. Ebenso gut war die Anbindung an die Hauptstraßen des Landes. Unzählige Klingen mit der Signatur Bizen Sukesada wurden hier hergestellt, die meisten natürlich in der Koto Zeit. Koto-Sukesada Klingen sind kaum einem bestimmten Schmied zuzuordnen, selbst wenn sie signiert und datiert sind. Es haben einfach sehr viele Schmiede dieses Namens zur gleichen Zeit in Bizen gearbeitet, da durch die zahlreichen Kämpfe der Bedarf an Klingen im 15. und 16. Jh. einfach riesengroß war Eine gute Gelegenheit, eine sehr gut erhaltene kräftige Koto-Klinge aus der an Kämpfen reichen Sengoku Periode günstig zu erwerben.

693
Preis
Verkauft
677a 04

TACHI 無銘 (盛景)

68,9cm, sori 1,9cm, kasane 5,1mm, motohaba 2,90cm, sakihaba 2,10cm, shinogi zukuri, o- kissaki, bo-hi, gunome hamon mit togariba, ko-gunome, ashi und yo, reichlich ko-nie und sunagashi, itame-masame hada, ji-nie, chikei, etwas utsuri, sehr gute Politur, o-suriage nakago, 2 mekugi ana, unsigniert, zugeschrieben an: „MORIKAGE“, durch Juyo Token Papier der NBTHK(v. 11.Okt. 2013), Bizen-Omiya-Schule, Bizen-Provinz, Mitte Nanbokuchyo, ca. 1360. Im Shirasaya mit saya-gaki von Tanobe Michihiro(2013)

Montierung: Elegante uchigatana-koshirae, vollständig restauriert, schwarze Lacksaya, Griff mit same, schwarz gewickelt, feine fuchikashira in shakudo nanako mit Blütenmuster und Vergoldung, Tsuba shakudo nanako mit Golddekor am Rand, hitsu in Gold eingefasst,

Laut Überlieferung gehen die Ursprünge der Bizen-Ômiya-Schule bis zum Ômiya-Gründer Kunimori zurück, der im gleichnamigen Ort Ômiya tätig war welcher sich im Inokuma-Distrikt der Provinz Yamashiro befand. Der repräsentativste und bekannteste Bizen-Ômiya-Schmied war „Bishû Osafune Morikage“ . Was OsafuneMorikage anbelangt, so war seine Arbeitsweise recht breit gefächert. Er härtete z.B. einen notare-cho, eine flamboyante und abwechslungsreichem midare-ba mit choji und gunome, einen auf eckigem gunome basierenden hamon, als auch einen suguha, der an Arbeiten der Aoe-Schule erinnert.
Diese Klinge läßt insgesamt sehr deutlich die charkteristischen Merkmale Osafune Morikages erkennen. Die Klinge zeigt reichlich niku und eine abwechslungsreiche ha mit einem Reichtum an hataraki. Zudem ist die ji-ba kenzen und es handelt sich laut Juyo-shinsa unter all den Osafune Morikage zugeschriebenen Klingen bei dieser Klinge eindeutig um ein Meisterwerk.

Bewertung
Hawley 80 Punkte
Toko Taikan 6,5 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
KKB Ryo-Wazamono
692
Preis
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688 a

NODACHI (葵) 以南蛮鉄於武州江戸越前康継

89,7cm, shinogi zukuri, itame hada, suguha hamon, ubu nakago, 2 mekugi ana, signiert omote: "MOTTE NAMBAN TETSU OITE BUSHU EDO", und ura: "ECHIZEN YASUTSUGU", (gefertigt mit Namban Stahl von Echizen Yasutsugu in Edo in der Provinz Musashi), sehr gute Politur, Musashi-Provinz, Momoyama, um 1600.

Koshirae: originale buke zukuri-Montierung, tsuka schwarz gewickelt, Band etwas beschädigt, schwarze Lackscheide wellenartig strukturiert, große mokko- Eisentsuba mit eingestempelten Schriftzeichen, Tembo-Schule, feine, sehr große fuchikashira in Eisen mit Chrysanthemen, sowie einem fein gearbeiteten Löwenhund in Gold , menuki Kupfer-vergoldet mit Drachen, Ende 18tes Jh..

Diese lange Klinge trägt die Signatur eines bedeutenden Schmieds der ausgehenden Koto- und beginnenden Schinto Periode, Echizen Yasutsugu*. Die Klinge ist ungekürzt, typisch für die Arbeiten zum Ende der Sengoku-Zeit und insgesamt hervorragend gearbeitet. Sie stammt aus einer Privatsammlung und hat leider keine japanischen Papiere. Wir können deshalb die Authentizität der Signatur nicht garantieren, zumal die Yasutsugu Schule von der 1. Gen. um etwa 1590(Shimosaka) bis hin zur 12. Gen. um etwa 1870 arbeitete.

Yasutsugu signierte zu Beginn seiner Karriere noch mit "Shimosaka", sein bürgerlicher Name war "Shimosaka Ichinojo". Er war schon ein bekannter Schmied, als ihn 1607 der ShogunTokugawa Ieyasu einlud, für ihn zu schmieden. Er erhielt daraufhin das Recht, den Namen "Yasu" in seinem Schmiedenamen zu führen, sowie das Recht, das Familienwappen der Tokugawa-Familie, das mon mit den 3 Malvenblättern(mitsuba aoi) auf der Schwertangel einzugravieren. Er produzierte dann abwechselnd in Edo und in Echizen seine berühmten, sehr scharfen Klingen für den Tokugawa Clan.



Literatur: (Yasutsugu 1.Gen.)

Bewertung
Hawley 150 Punkte
Toko Taikan 15 Mio. Yen
Fujishiro Jo-Jo-Saku
Kaiho Kenjaku Ryo Wazamono
688
Preis
Verkauft
686 a

KATANA 無銘(金象嵌) 大脇毛平土迄寅

69,4cm, sori 0,9cm, Breite 2,97, Dicke 0,61cm, shinogi zukuri, chu kissaki, notare-midare hamon, itame hada, gute Politur, o-suriage nakago, 3 mekugi ana, mumei, zugeschrieben an: „SHIMOSAKA“, durch Hozon Papier der NBTHK, außerdem saidan mei in Gold(kinzogan): "O WAKIGE HIRAJI DODAN KAN(BUN)....", dann gekürzt (IKAKIRE), Echizen Provinz, Momoyama, um 1590.

Koshirae: Original tsuka mit same und schwarzer Wicklung, saya originale gunto-saya aus dem 2. Weltkrieg, wo diese Klinge als Erbstück der Familie noch einmal im Einsatz geführt wurde. Viele männliche Nachkommen ehemaliger Samurai-Familien dienten im Krieg als Offiziere. Attraktive fuchikashira in Eisen, silbertauschiert im Higo-Stil, menuki Kupfer vergoldet, Kriegerfiguren, rundes sukashi- Eisentsuba mit Paulownia-Blättern, 18.Jh.

Die Echizen Shimosaka-Schule, benannt nach der Stadt in der Echizen-Provinz ist durch einige hervorragende Schmiede bekant, wie Kunitsugu, Kanesaki, Sadakuni, Sadatsugu, Sadashige, Tsugusada, Tsuguhira und Tsuguhiro. Der unbestrittene König der Schule ist jedoch Yasutsugu, der Hofschmied und Liebling des Shogun Tokugawa Ieyasu. Er arbeitete gegen Ende der Sengoku Periode, also noch zur Koto-Zeit und signierte seine Klingen mit "Shimosaka", bis ihm um 1607 von Ieyasu das Recht verliehen wurde, den Namen "Yasu" zu führen. Er nannte sich von da an Yasutsugu. Er stellte bei weitem die meisten Klingen der Schule her und seine Schule bestand noch bis hin zur Meiji-Zeit. Unsere Klinge stammt aus seiner "Shimosaka" - Periode.

Yasutsugu- Klingen galten als extrem scharf. Als zu Beginn der Shinto Zeit das Testen von Klingen an menschlichen Körpern populär wurde, standen seine Klingen als Teststücke an erster Stelle. Das Testen von Klingen an Körpern, "tameshigiri" genannt, war ein Monopol des Tokugawa Shogunats und wurde bis ins 19.Jh. praktiziert. Es wurde zumeist an Leichen hingerichteter Verbrecher, aber auch an zum Tode Verurteilten durchgeführt.

Die getesteten Klingen sind zumeist älter als der Test selbst. Für den Besitzer eines Schwerts hatte eine Inschrift mit einem erfolgreichen Test einen enormen Wert. Die Prozedur war jedoch sehr formalisiert, stand unter strenger Kontrolle der verantwortlichen Beamten des Shogunats und war wohl auch für die damaligen Verhältnisse enorm kostspielig. Man findet dieses "saidan mei" oder auch "tameshi mei" zumeist nur auf sehr hochwertigen Klingen. Die besten Klingen konnten bis zu 3 Körper mit einem Hieb durchtrennen.
Das Testergebnis wurde dann nachträglich in die Angel eingeschlagen und je nach Geldbeutel des Auftraggebers mit Silber oder Gold eingelegt. Mit der vorliegenden Klinge wurde ein "wakige"-Schnitt vorgenommen, also quer durch den Brustkorb in Höhe der Achselhöhlen. Die Klinge drang bis in den "dodan" ein. Der dodan ist ein Erdhügel, auf dem der Körper festgebunden wurde.

Zum besseren Verständnis empfehlen wir zu diesem Thema folgendes (englischsprachige) Buch:
"Tameshigiri - The History and Development of Japanese Sword Testing" von Markus Sesko

686
Preis
Verkauft
685 a W

685 Tanto 平戸住中山祐次

25,1cm, sori 0,1cm, motohaba 2,88cm, motokasane 0,91cm, hira-zukuri, fein geschnittenes Drachen-horimono, hamon: gunome-choji, o-itame hada, neue Politur, ubu nakago mit 2 mekugi ana, omote signiert: "HIRADO JU NAKAYAMA SUKETSUGU", ura: "KEIO 4 NEN 8 GATSU HI" (Ein Tag im August 1868), mit Hozon Papier und Tokubetsu Kicho-Papier der NBTHK, Hizen Provinz, Shinshinto Periode. Im shirasaya.

Koshirae: elegante originale Aikuchi-Montierung, Griff mit same und schwarzer Griffwicklung, menuki Fächer, alle Beschläge en suite in suaka(patiniertes Kupfer), kozuka in suaka mit schönem Elefanten-Relief, Holzklinge, saya in schwarzem ishime-Lack, Holz-tsunagi, alles Edo-Zeit. Mit Keicho-Papier der NBTHK.
Dieser Tanto mit Aikuchi-Koshirae wurde gegen Ende Samurai-Ära(Bakumatsu) in der Edo-Zeit hergestellt. Die sehr kräftige Klinge weist die Klinge als "Yoroi-doshi" aus. Sie eignete sich nicht nur zum Schneiden sondern auch zum Durchstoßen von Rüstungen. Die Qualität der Klinge und das feine Horimono weist auch auf einen wohlhabenden Auftraggeber hin.

Über Nakayama Suketsugu ist leider nicht viel bekannt. Er arbeitete während der ausgehenden Samurai Ära in der Hizen-Provinz und seine Arbeiten stammen überwiegend aus den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts. Es sind noch einige Klingen von ihm erhalten, allesamt von sehr guter Qualität. Die schlichte aber elegante Koshirae mit dem ishime-Lack und den matten Kupferbeschlägen waren zusammen mit stabilen und gebrauchsfähigen Klingen bei den Samurai des Mito-Tokugawa Clans sehr beliebt. Gerade in der Zeit des bakumatsu, dem nahen Ende des Shogunats und seinen turbulenten Ereignissen, waren Schwerter für den praktischen Gebrauch wieder sehr beliebt.


685
Preis
Verkauft